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Die Sieben Kirchen auf den Aran-Inseln

Frühes Christentum auf den Aran-Inseln

Die Einflüsse des frühen Christentums in Irland sind sogar auf den Aran-Inseln zu finden. Kunst und Architektur waren dadurch verändert worden. Schriften wurden verfasst.

Auf den Inseln war der Hl. Enda der erste, der hier das Christentum predigte. Um das Jahr 500 n. Chr. kam er hier an.

Ausgebildet wurde der wahrscheinlich aus Schottland stammende Mönch im berühmten Kloster Candida Casa in Whitethorn. Seine Form des klösterlichen Lebens, die er auf die Aran-Inseln brachte, war gezeichnet von Askese, strengem Gebet, Gelehrsamkeit und Selbstkasteiung. Zu seinen zahlreichen Schülern gehörten unter anderem der Hl. Ciaran von Clonmacnoise und Jarlath von Tuam.

Wie bei den meisten der frühchristlichen irischen Heiligen ist über das Leben des Hl. Enda nicht viel Gesichertes bekannt. Dafür gibt es umso mehr Legenden, die sich um sein Wirken ranken. Angeblich soll er einmal in einem Steinboot die Strecke über das Meer von der Connemara bis nach Inis Mor zurückgelegt haben und damit einen ansässigen Führer seine Überheblichkeit genommen haben.

Einer anderen Legende nach sind auf der Insel über 120 Heilige begraben. Die zahlreichen Kirchenruinen scheinen das zu beweisen. Soviel ist jedenfalls klar: Die Aran-Inseln waren im Mittelalter ein Zentrum klösterlicher Gelehrsamkeit, von dem aus das Christentum in andere Bereiche Irlands weitergetragen wurde.
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Die Sieben Kirchen

Die Gruppe aus zwei Kirchenbauten, die unter dem Namen "Die Sieben Kirchen" bekannt ist, ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig das Zusammenspiel von Kirche, Quelle, dem Bett eines Heiligen, heiligen Gräbern und Hochkreuzen für die örtliche Gemeinde und für Pilger gewesen sein mag.

Trotz des Namens stehen an dieser Stelle nur zwei Kirchen: die eine St. Brecan's Church, die andere die "Church of the Hollow". Alle anderen Bauten in der Umgebung scheinen Wohngebäude gewesen zu sein.

Über Brecan ist nicht viel bekannt. Er scheint einer der ersten Bischöfe der Gegend gewesen zu sein und das Christentum Ende des 5. Jahrhunderts hier weiter verbreitet haben. Die Kirche des Hl. Brecan ist die größere der beiden Ruinen. Die heutigen Überreste stammen aus verschiedenen Zeiten. An der Südwand befindet sich der ursprüngliche Eingang, der aus der Zeit vor dem 13. Jahrhundert stammt. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert vergrößert und erhielt eine Kanzel, einen Kanzelbogen und ein schmales Übergangsfenster im Ostgiebel. Im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert wurden noch einige Veränderungen vorgenommen.

Der zweite Kirchenbau trägt den seltsamen Namen "Church of the Hollow", die Kirche des Lochs, den sie seit dem 17. Jahrhundert führt. Diese Kirche ist ein einfaches, rechtwinkliges Gebäude mit einem Fenster, das mit einem Kleeblatt verziert ist, einer Spitzbogentür und einem einfachen Fenster an der Nordwand.

Die übrigen Gebäude waren wahrscheinlich Wohngebäude für die Bewohner der Gemeinde. Andere waren vielleicht Unterkünfte für Pilger, die die Gräber der Heiligen, den Kreuzweg und andere heilige Stätte wie den Brunnen, Bäume oder Hochkreuze besucht haben.
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Die Gräber

An der Südwestseite des Friedhofs liegt möglicherweise der Hl. Brecan begraben. Dort steht ein Grabstein mit einem griechischen Kreuz innerhalb eines Doppelkreises, auf dem die Inschrift SCI BRECANI (Das ist der Hl. Brecan) darauf hinzudeuten scheint.

Weitere rechteckige Steine sind vielleicht ein Kreuzweg, der Pilger angezogen hat. Vier interessante Steinplatten befinden sich an der Westseite. Auf einem davon ist ein lateinisches Kreuz gemeißelt, dessen Basis aus einem gebogenen Fußpaar besteht. Dabei handelt es sich um das Relief eines Prozessionskreuzes.

Die zweite Steinplatte enthält ein Kreuz mit der Inschrift VII ROMANI (die sieben Römer). Dafür gibt es zahlreiche Interpretationen. Eine davon sagt, dass es sich um sieben Römer gehandelt hat, deren Pilgerschaft hier zu Ende war. Andere meinen, dass es ein Gedenkkreuz sei für sieben Märtyrer. Wieder andere glauben, die Inschrift beziehe sich auf sieben Gläubige, die eher der römischen Kirche anhingen in einer Auseinandersetzung, die sich im 6. Jahrhundert n. Chr. zwischen der irischen und kontinentalen Kirche abspielte. Dabei ging es unter anderem um das Datum des Osterfestes und die richtige Form der Tonsur. Keine dieser Thesen kann bewiesen werden. Sie bleiben Vermutungen.

Eine dritte Platte zeigt ein weiteres Prozessionskreuz mit der Inschrift CRONMAOIL. Und das vierte Kreuz trägt die Widmung TOMAS AP, die sich vielleicht auf den Apostel Thomas bezieht.
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Hochkreuze

Neben Hinweisen auf heilige Quellen finden sich noch Überreste von einigen Hochkreuzen, von denen die meisten Flechtmuster aufwiesen. An zwei Kreuzen kann man noch Reste von Szenen erkennen. In der Nähe der St. Brecan's Church befindet sich das eine. Auf seiner Rückseite ist eine Kreuzigungsszene dargestellt, in der Christus von zwei kleineren Figuren umgeben ist.

Das andere Hochkreuz war etwa 4 m hoch und steht nordöstlich der St. Brecan's Church. Mit seiner Größe war es eines der eindrucksvollsten Hochkreuze der Aran-Inseln. Auch hier ist Christus bei seiner Kreuzigung dargestellt. Die beiden Häscher sind kleiner links und rechts neben ihm abgebildet. Der Rest des Kreuzes besteht aus Flechtreliefs.

Es wird angenommen, dass diese Hochkreuze aus dem 12. Jahrhundert stammen und vielleicht die Grenzen des Schutzbereichs der Kirche markierten.
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Literatur

http://www.travelworldonline.de/araninselnsiebenkirchen.html

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