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Californios - die Mexikaner in Kalifornien

1821 Mexikanische Rancheros
1834 Verteilung der Missionsländereien
Mexikanische Blütezeit
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Literatur

Geschichte Kalifornien

 

 

1821 Mexikanische Rancheros

Nach der mexikanischen Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1821 kamen andere Siedler in den Norden des Landes. Klima und Grasland waren ideal für den Aufbau von Viehzuchtbetrieben. Schon die spanische Kolonialregierung hatte interessierten Siedlern Land geschenkt, die in Kalifornien Rinder und Pferde züchten wollten. So entstanden riesige Ranches, die der Größe nach durchaus mit europäischen Fürstentümern mithalten konnten.
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1834 Verteilung der Missionsländereien

Auf Betreiben der Rancheros wurden 1834 die Missionsstationen aufgelöst und deren Landbesitz verteilt. Das Land der Mission San Francisco Solano ließ Lt. Mariano Vallejo, der Kommandeur Nordkaliforniens, von seinem Bruder und Antonio Ortega verteilen an neue Siedler. Jeder Mexikaner mit gutem Ruf, der bereit war, das Gebiet seiner Wahl zu vermessen und in einem Plan zu verzeichnen, konnte Land erhalten. Aber erst wenn er sich hier sesshaft macht und das Land bearbeitete, konnte er es auch verleihen. So lockte man Interessenten auch in gefährliche Gegenden in Grenznähe.
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Mexikanische Blütezeit

Nach der Säkularisierung der Klöster genossen die Rancheros Reichtum und Macht während des goldenen Zeitalters Kaliforniens. Zehntausende Rinder und Pferde weideten auf etwa 3,2 Millionen Hektar Land. Entlaufene Wildpferde waren so zahlreich, dass man sie sogar schießen musste, um den Rindern in trockenen Jahren genügend Weideland zu bieten.

Das kalifornische Klima erleichterte das Leben und man hatte Zeit, einen Lebensstil zu entwickeln, der Zeit für Muße beinhaltete. Mode, gepflegtes Essen, Pferderennen und andere Sportarten spielten eine große Rolle im Leben der neuen obersten Klasse Kaliforniens, der "Gente de Razon". Anstandsregeln und Ehrvorstellungen wurden sehr hoch geschätzt und galten hier genauso viel wie in manchen europäischen Adelskreisen. Musik und Tanz wurden gepflegt und viele Feste gefeiert.

Nicht selten hatten solche mexikanischen Familien 10 bis 16 Kinder. Sie galten als sehr gastfreundlich, als einfach, aber ehrlich, wenn auch nicht sehr geschäftstüchtig. Das machten sich die ersten Amerikaner zunutze, die ins Land kamen und das angenehme Leben dieser Gesellschaftsschicht schätzen lernten. Sie brachten Dinge ins Land, die aus dem entfernten Mexiko nicht so leicht zu bekommen waren, und waren daher gern gesehene Besucher, die die Neuigkeiten von diesem Paradies am Westende des nordamerikanischen Kontinents in die Welt trugen.
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Weiterführende Links

Oakland Museum of California: California on the Eve - Californios
Los Californios
Ferol Egan, Twilight of the Californios
Mountain Valley Ranch, California's Ranching History 1774-1848

Weiterführende Literatur

Egon Olessak, Kalifornien, München 1983, S. 29-31
Baxter Reiseführer Kalifornien, München 1988, S. 140 f.

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