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Die Cherokee Indianer - Trail of Tears - Der Zug der Tränen zu Favoriten hinzufügen
Die Cherokee Teil III
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Gold! |
Schon die ersten europäischen Besucher kamen nach Georgia auf der Suche nach Gold. Hernando de Soto und viele nach ihm zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Erst im 18. Jahrhundert wurde zum erstenmal Gold gewonnen, und Anfang des 19. Jahrhunderts war daraus ein Goldrausch geworden. Ein unaufhaltsamer Strom weißer Goldsucher drang in die Gebiete der Cherokee Indianer ein.
Wie so oft, wurden die
Indianer Opfer der Gewinnsucht weißer Abenteurer. Die Regierung von Georgia begann gleich nach
der Entdeckung der Goldvorkommen ihre Deportation zu planen. Der "Zug der Tränen", die Vertreibung
der Cherokee in das neu geschaffene Indianerterritorium Oklahoma im Zentrum Nordamerikas, stellte das traurige
Ende dieser Entwicklung dar.
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1830 erließ der amerikanische Kongreß ein Gesetz zur Deportation der Cherokee Indianer. Viele Amerikaner sprachen sich gegen dieses Gesetz aus, darunter Davy Crockett, ein berühmter Pionier und damals Kongreßmitglied aus Tennessee. Trotzdem unterzeichnete Präsident Jackson das Gesetz.
Die Cherokee versuchten in den folgenden Jahren, das Gesetz auf gerichtlichem Wege aufheben zu lassen. Sie waren jedoch untereinander uneins. Schließlich ratifizierte der amerikanische Senat das Gesetz und besiegelte das Schicksal des Stammes.
1838 wurden die Cherokee mit militärischem Druck deportiert. General
Wood, der den Befehl dazu erhielt, trat von seinem Posten zurück und verzögerte den Prozeß dadurch,
konnte ihn jedoch nicht aufhalten. Sein Nachfolger, General Winfield Scott, kam am 17. Mai 1838 mit 7000 Mann
in New Echota an, um den Auftrag auszuführen.
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Bereits acht Jahre vor ihrer erzwungenen Reise nach Westen waren illegale Palisadenforts errichtet worden, in denen die Cherokee vor ihrer Vertreibung untergebracht wurden. Die ersten davon entstanden 1830 kurz nach dem Erlass des "Indian Removal Act" durch den Kongreß.
Eines der übelsten war Camp Hinar Sixes, in dem die berüchtigte Georgia Guard untergebracht war, eine Bande von Siedlern, die die Cherokee terrorisierten, obwohl sie sich selbst zu dieser Zeit illegal im Indianerterritorium aufhielten.
Unter den Siedlern von Georgia war die Meinung über die Deportation geteilt. Jene Familien, die bereits vor dem Goldrausch unter den Cherokee gelebt hatten, waren in der Regel eher bereit, sich für die Sache der Indianer auszusprechen. Sie waren von den Cherokee schnell akzeptiert worden (was umgekehrt nicht der Fall war) und hatten in den Anfangsjahren umfangreiche Hilfe von den Cherokee erhalten.
Andere, darunter der amerikanische Präsident Jackson, täuschten ihnen falsche Sicherheit vor. Jackson
hatte ihnen bei einem Besuch in Washington die weitere Aufenthaltserlaubnis in ihrer angestammten Heimat
versprochen. Aber bereits Anfang des Jahres 1835 wurden die ersten Straßen gebaut, auf denen die Cherokee an den
Start ihres Weges nach Westen gebracht werden sollten.
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Noch während Cherokeevertreter in Washington versuchten, das Schicksal ihres Stammes abzuwenden, planten George Gilmer, der Gouverneur von Georgia, und Joel Poinsett, der Verteidigungsminister, die Invasion im Indianergebiet. Am 25. Mai 1838 wurden die ersten Cherokee zusammen getrieben.
Trotz detaillierter Anweisungen General Scotts, dass die Indianer gut behandelt werden sollten, wurden diese von den meisten Truppen, die nicht seinem direkten Befehl unterstanden, missachtet. Die Familien wurden von der Georgia Guard in den Forts zusammen getrieben. Einigen erlaubte die Miliz, ihre Wertsachen zu Spottpreisen an Nachbarn zu verkaufen. Anderen ließen sie nicht einmal dafür die Zeit. Oft versuchten Siedler einzugreifen, wenn die Miliz zu brutal mit den Indianern umging.
In den Forts erwarteten die Familien schlimmste Umstände. Nahrungsmittel, die für
den Stamm gedacht waren, wurden an Siedler verkauft. Diebstahl war an der Tagesordnung. Die hygienischen Verhältnisse
in den Forts waren katastrophal. Soldaten vergewaltigten Kinder und Frauen, oft sogar mehrmals. Etwa ein Drittel der 4000
Todesfälle, die während des Zugs der Tränen gezählt wurden, sind auf die elenden
Umstände in den Forts zurückzuführen.
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Auf der Weiterreise ins neu geschaffene Indianerterritorium Oklahoma waren die Verhältnisse nicht besser. Die Vertriebenen mussten Tausende von Meilen zu Fuß zurücklegen mit mangelhafter Nahrungsversorgung. Manche fuhren einen Teil der Strecke auf Booten unter ähnlich schlimmen Umständen. Besonders unter den ersten Gruppen waren die Verluste sehr zahlreich, weil die Armeekommandeure der Not der Indianer gleichgültig gegenüberstanden.
Erst als John Ross, der immer gegen die Vertreibung protestiert hatte, sich an General Scott wandte, gelang es ihm, diesen davon zu überzeugen, dass es besser sei, wenn er sein Volk selbst nach Westen führte. Er teilte den Stamm in kleinere Trupps auf, so dass diese sich über ein größeres Gebiet verteilen und auf die Jagd gehen konnten, um sich so mit Nahrung zu versorgen. Obwohl er mit seinen Gruppen erst im Herbst des Jahres 1838 aufbrach und im grimmigen Winter 1839 in Oklahoma ankam, waren unter seiner Führung weit weniger Menschen umgekommen als unter der Leitung des Militärs.

Damit endet eines der tragischsten Kapitel in der Geschichte amerikanisch-indianischer
Beziehungen. Unter John Ross als neuem Häuptling und mit neuer Verfassung schufen sich die Cherokee
in Oklahoma eine neue Heimat. In Georgia leben nur noch wenige Stammesmitglieder, die den Sturm jener
Zeit überstanden haben. An ihre Errungenschaften erinnern verschiedene State Parks und Museen. Die
Staatsblume Georgias ist nach den Cherokee benannt - die "Cherokee Rose".
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Weiterführende Links und Quellen:
Die Cherokee Teil I - Anfänge
Die Cherokee Teil II - Neue Gesellschaft und Zivilisation
Trail of Tears (engl.)
The Trail of Tears, Randy Golden (engl.)
North Georgia Gold Rush - 1828 (engl.)
http://www.travelworldonline.de/cherokeetrail.html