Armagh und das irische Christentum im 9. Jahrhundert zu Favoriten hinzufügen |
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Der Aufstieg Armaghs und
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Seit Anfang des 9. Jahrhunderts wird Armagh als der Platz dargestellt, an dem der Hl. Patrick die ersten irischen Christen bekehrt hat. Ausgrabungen im Ort aus jüngerer Zeit haben gezeigt, dass an der Stelle Armaghs ein Friedhof aus dem 6. Jahrhundert existierte. Es gibt in der Nähe von Armagh auch eine Quelle, an der der Schutzpatron Irlands seine ersten Taufen vorgenommen haben soll.
Ob dies jedoch wirklich der Fall war, wird von mehr als einer Quelle bezweifelt. Schon der
erste Biograph Patricks, Muirchu, glaubt, dass diese in Downpatrick stattfanden.
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Nichtsdestotrotz wird im Liber Angeli, einer Quelle aus dem 9. Jahrhundert, die Teil des Book of Armagh ist, davon berichtet, dass der Hl. Patrick die Oberherrschaft über die irische Kirche erhalten hatte, und dass auch seine Nachfolger diese Position innehaben sollten.
Diese Schrift galt in Armagh als das Testament Patricks und wurde als Reliquie verehrt. Das Book of Armagh macht gleichzeitig den Eindruck einer Propagandaschrift für die Führungsstellung Armaghs. Patrick wird darin als strahlender Held dargestellt, der nach heldenhaften Auseinandersetzungen siegte.
Das Liber Angelis stellt Armagh als die führende Kirche dar, der alle anderen
Kirchen unterstellt waren, die keiner Mönchsgemeinschaft gehörten und von Bischöfen
gegründet worden waren. Der Bischof von Armagh wird als der geistliche Führer der irischen
Kirche dargestellt.
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Dass die Verehrung des Hl. Patrick vorangetrieben wurde, hatte politische Hintergründe. Die Verantwortlichen in Armagh standen in engem Kontakt mit der weltlichen Führung des O'Neillklans, und forderten ähnlich wie diese, die Führung über Irland im kirchlichen Bereich.
Mit Sicherheit kann man sagen, dass sich Armagh im 9. Jahrhundert zur bestimmenden Kirche
über die Zahl von Kirchen im Norden Irlands herauskristallisierte, die keiner klösterlichen
Gemeinde zuzurechnen waren.
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Dieser Bischofskirche standen die Klöster der Zeit gegenüber. Die Klöster hatten oft enge
Bindungen an weltliche Herrscherfamilien. Die Nachfahren der Familie des Hl. Columba,
des Klostergründers von Iona, stellten über fast ein Jahrhundert die Äbte dort. Auch
in anderen Klöstern war dies der Fall. Meist kamen die Äbte aus solchen Familien,
denen es nicht gelang, den Königsrang zu gewinnen.
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Ausgehend von Munster im Süden breitete sich die Kirchenreformation der Celi De, der Diener Gottes, über ganz Irland aus. Diese betonte die Frömmigkeit des Einzelnen. Das Gebet wurde zum Fokus des christlichen Glaubens. In den Klöstern wurde während des gemeinsamen Mahls das Evangelium vorgelesen. Wert legte man dabei vor allem darauf, Verständnis für die Hl. Schrift zu vermitteln. Der Rest des Tages wurde von den Mönchen mit physischer Arbeit verbracht.
Essensvorschriften zielten darauf ab, keine Exzesse zu erlauben. Genuss des Essens
galt als sündhaft, aber genauso war übermäßiges Fasten nicht gern gesehen, da dies
zu ungewolltem Stolz führen konnte. Armut und Keuschheit galten als tugendhaft. Die
Kommunion wurde in Form von Brot und Wein gereicht. Religiöse Gedichte zeugen von
der frommen Lebenseinstellung der Celi De. Heiligenverehrung war ebenfalls von Bedeutung.
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Die Christianisierung Irlands
Der. Hl. Columba
Michael Richter, Irland im Mittelalter, Kultur und Geschichte, München 1996
Daibhi o Croinin, Early Medieval Ireland, 400 - 1200, London 1995
http://www.travelworldonline.de/christianisierungirland2.html
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