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Calgary liegt etwa 250 km nördlich der Grenze zwischen Kanada und
den USA und 100 km östlich der Rocky Mountains an der Mündung des
Elbow River in den Bow River. Die Nähe zum Bow River war einer der Gründe,
warum die Stadt an dieser Stelle entstand. Dem Fluss folgend wurde
Ende des 19. Jahrhunderts die transkanadische Eisenbahnlinie von hier
aus in die Berge verlegt.
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Die Sommer in Calgary sind meist trocken, aber kühl, da die Stadt an der Ostseite der Bergbarriere der Rocky Mountains liegt, die die maritimen Wettersysteme des Pazifischen Ozeans abhalten. Niederschlag fällt während der warmen Monate meist nur in Form von starken Gewitterschauern, die jedoch beeindruckende Ausmaße erreichen können.
Die Winter sind kalt, wobei die Kälte durch den Nordwind aus dem arktischen Raum verstärkt wird, der ungebremst bis in die Prärien vordringen kann.
Ein besonderes Wetterphänomen ist der Chinook, ein warmer Fallwind
ähnlich dem bayerischen Föhn, der von den Bergen herunterweht und
innerhalb von Stunden einen Temperaturanstieg von bis zu 30 Grad Celsius
bewirken kann. Die Auswirkungen des Windes entsprechen denen des
Föhns. Auch der Chinook beeinflusst wie der Föhn das körperliche
Wohlbefinden der Bewohner und verursacht Kopfschmerzen. Er kann
innerhalb kurzer Zeit die Region von Schnee und Eis befreien.
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Vor Ankunft der weißen Siedler lebten Blackfoot- und Sarceeindianer in der Region. Einer ihrer Lagerplätze befand sich an der Mündung der beiden Flüsse, zu dem sie alljährlich kamen, um Fische zu fangen.
Als immer mehr Pelzhändler und Siedler nach Westen vordrangen, gelangten die Blackfoot in den Besitz von Gewehren und wurden zu einem der einflussreichen und kriegerischen Stämme, die ihren Anspruch auf eine Zwischenhändlerposition im Handel mit Fellen verteidigen mussten. Auseinandersetzungen mit Neuankömmlingen aus dem Osten blieben nicht aus. 1877 wurden diese in einem Friedensvertrag beigelegt. Heute befinden sich südlich von Calgary einige Blackfoot- Reservationen. Im Westen grenzt das Reservat der Sarcee an den Stadtrand.
Die erste weiße Siedlung entwickelte sich aus einem Polizeiposten der Northwest Mounted Police, die 1875 in die Gegend geschickt wurde, um gegen Whiskyschmuggler vorzugehen, die das Gebiet unsicher machten. Sein erster Kommandant, MacLeod, gab der Stelle einen gälischen Namen: "Calgary". Dies bedeutet "schnell fließendes klares Wasser".
Aus den USA drangen zunehmend Rinderzüchter nach Norden über die Staatsgrenze auf kanadisches Territorium vor, weil sie dort noch ideale Bedingungen für ihre Art der Rinderzucht vorfanden, die sich in ihrem Land durch das schnellere Vordringen neuer Siedler immer mehr verschlechterten. Alberta war damals ein Gebiet, in dem sehr wenige weiße Siedler lebten. Daher hatten die Rinderbarone hier noch die Möglichkeit, ihre Rinder frei auf offenem Weideland weiden zu lassen, während in ihrem Herkunftsland ständig neue Stacheldrahtzäune errichtet wurden als Abgrenzung zwischen ihren Weideflächen und den Ländereien, die die Neuankömmlinge für sich beanspruchten. Als in den Weiten Montanas und Wyomings häufig Grenzstreitigkeiten und Auseinandersetzungen ausbrachen, versuchten einige der Viehzüchter ihr Glück im noch kaum besetzten kanadischen Gebiet nördlich der Grenze.
In Calgary stellte man sich auf die neue Situation dadurch ein, dass Schlachthäuser und Lebensmittelbetriebe gebaut wurden. Beschleunigt wurde diese Entwicklung durch die Ankunft der Eisenbahnlinie im Jahr 1883, die die Produkte der Region weiter transportierte, aber gleichzeitig neue Siedler in die Stadt brachte. Calgary wuchs dabei schnell. 1883 lebten 600 Menschen im Ort, 1891 hatte er bereits eine städtische Strom- und Wasserversorgung und 1893 erhielt Calgary den Status einer Stadt.
Den nächsten Bevölkerungsschub erhielt der Ort durch Erdölfunde im 60 km südlich gelegenen Turner Valley. Damit begann die Moderne in der Stadt. Calgary entwickelte sich zum Zentrum der erdölfördernden Industrie in Alberta. Mehr als vier Fünftel aller kanadischen Firmen, die mit Erdgas und Erdöl zu tun haben, haben ihren Sitz heute in Calgary. Dadurch hat die Stadt ein enormes wirtschaftliches Kapital angesammelt und ist heute eines der Finanzzentren im westlichen Kanada.
Unter dem ölpreisverfall in den achtziger Jahren litt Calgary sehr stark. Die Arbeitslosigkeit, die bis dahin immer weit unter dem kanadischen Durchschnitt lag, schnellte plötzlich in die Höhe, und viele Entwicklungsprojekte der Stadt blieben vorerst in den Kinderschuhen stecken. Die Dienstleistungsbereiche der Stadt hatten unter dem Wirtschaftseinbruch zu leiden.
Die Olympischen Winterspiele von 1988, die einen Bauboom auslösten,
läuteten den Umschwung in der ökonomischen Entwicklung ein. Heute
gehört Calgary zu einer der bevorzugten Städte Kanadas. Vor allem
viele ehemalige Bewohner von Vancouver, die sich die dortigen
Immobilienpreise nicht mehr leisten können, zieht es nach Calgary.
In den letzten Jahren sind vor allem im Westen der Stadt viele neue
Wohnsiedlungen entstanden.
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Der Austragungsort der Olympischen Winterspiele von 1988 besitzt
noch viele Plätze, die an dieses Ereignis in der Stadtgeschichte
erinnern. An der Olympic Plaza wurden die Medaillen verliehen.
Gedenkplaketten ehren die Olympiasieger von damals. Ziegelsteine,
auf denen sich Besucher der Spiele verewigen konnten, sind als
Pflastersteine verwendet worden.
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Jedes Jahr Anfang Juli findet in Calgary das größte Rodeo der Welt statt.
Dann treffen sich Rodeoreiter, Cowboys und Viehhändler aus Kanada
und den USA. Ganz Calgary schwelgt im Cowboyfieber. Die Bewohner
der Stadt kleiden sich tagelang in Jeans mit Staubschutz, Cowboyhut
und bunten Hemden. Und die Stadt selbst schmückt sich mit allem, was
mit Viehzucht zu tun hat.
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Einkaufen ist in Calgary ein Vergnügen, das sich an nassen und kalten Tagen anbietet. Das +15-System, gläserne Fußgängertunnels und -brücken, verbinden verschiedene Kaufhäuser in der Innenstadt miteinander, so dass die Kunden auch in den kalten Wintern angenehme Einkaufsbummel machen können.
Kleidung, vor allem Jeans, sind besonders günstig zu bekommen und sind von hervorragender Qualität. Die großen Einkaufszentren bieten Markenware für jeden Geschmack.
Wer Westernkleidung sucht, ist in der Stephens Avenue an der
richtigen Adresse. Hier findet man alles von silbernen oder goldenen
Gürtelschnallen über Westernstiefel bis hin zum Cowboyhut, der je
nach Geschmack schon für unter 50 Can$ zu haben ist. Wer will, kann
sich in einer kostenlosen Zeremonie vom
Calgary Convention and Visitors Bureau, 200-237 8th Ave. S.E.,
Tel. 403-262 4915, Fax 403-266 6340, zum Ehrenbürger von
Calgary küren lassen.
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Palliser Square, Aussichtsdeck Öffnungszeiten: tgl. 7.30 - 24.00 (So. und Nebensaison: 23.00), Restaurant: Tel. (403)266-7171
Der Turm hat eine Höhe von 191 m.
Eine Stunde benötigt das Drehrestaurant für eine volle Umdrehung.
Vom Aussichtsdeck aus hat man einen spektakulären Rundblick auf die
Innenstadt von Calgary, die Weite der Großen Ebenen
und die Bergkette der Rocky Mountains im Westen.
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Mitte Mai - Mitte Oktober, Restaurant, Cafeteria, T. 255-1182, Eintritt
In die Gründerzeit von Calgary führen einen
Bauten aus der Pionierzeit der Stadt, die in der Umgebung des Glenmore
Stausees wieder aufgebaut wurden.
Dazu zählen: ein Hotel, die Oper (1896), der Bahnhof mit Dampflok,
die um den Park fährt, eine hölzerne Ölpumpe und eine Nachbildung
der S.S.Moyle, die vorher auf dem Kootenay Lake in B.C. gefahren ist,
und jetzt Rundfahrten auf dem See macht.
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Neben dem Convention Centre. Öffnungszeiten: tgl. außer montags: von 10.00 bis 18.00 Tel. (403)264-8300
Ausgezeichnete Ausstellungen zur Naturgeschichte, Völkerkunde und
Geschichte der Region.
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Auf der Insel St. George, Parken auf dem Memorial Drive und auf der Insel. Tgl. geöffnet, Cafeteria, T. 265-9310, Eintritt
Tiere aus aller Welt. Besonders interessant ist der Zoo aber wegen des
prähistorischen Parks, in dem man Westkanada zur Zeit der
Dinosaurier vor 65 bis 225 Millionen Jahren rekonstruiert hat.
Saurier stehen zwischen Bergen, Vulkanen, Sümpfen und der Landschaft
des kanadischen Schilds.
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Im 3. Stock (4th Level) des Toronto Dominion Centre zw. 2nd und 3rd St., 7th und 8th Ave.; Eingang durch Eaton's. Tgl. 9.00 - 21.00
überdachter Garten mit Springbrunnen und Wasserbecken, die in
Kaskaden auf die 7th und 8th Ave. zuführen.
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TWO-Tipps zur Reisevorbereitung:
Von Calgary bis Lake Louise
City Guide Banff
Guide Lake Louise
Weiterführende Informationen und Literatur:
http://www.travelworldonline.de/cityguidecalgary.html