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Der Hl. ColumbaHerkunft
Der Hl. Columba oder Columcille wurde 521 am Lough Gartan in Donegal geboren. Er war der Urenkel
von Conall, einem Sohn des Hochkönigs Niall of the Nine Hostages. Conall hatte zusammen mit
seinem Bruder Eoghan die Region des modernen Donegal unterworfen und kontrollierte schließlich den Norden
der Region. Die Mutter Columbas stammte aus der Familie des Königs von Leinster. Er wurde von
Gemman, einem Barden, in dem Wissen der Druiden erzogen und von Finnian erhielt er eine
Ausbildung im Christentum.
Klösterliches LebenDiese illustre Herkunft prädestinierte Columba eigentlich zu einer führenden Rolle in der
Herrschaft des Landes. Aber er zog das religiöse Leben vor. Als Prediger gründete er mehrere
Klöster und Kirchen in Irland, u.a. in Derry 546, Durrow 556 und in Glasnevin bei Dublin.
Als dort die Pest ihr Unwesen trieb, kehrte er in seine Heimat zurück.
Streitbarkeit des HeiligenIn den Schriften der Zeit wird Columba als sehr gebildeter Mann und guter Berater beschrieben, der aber voller Ungeduld war und auch vor Streit und Kampf nicht zurückscheute. Als einer seiner Verwandten des Mordes angeklagt wurde, geriet er deswegen in Schwierigkeiten. Columba bot dem Flüchtigen Unterschlupf an. Dieser wurde von den Männern des Hochkönigs Diarmuid entdeckt und hingerichtet. Einige Zeit später beschuldigte Finnian von Moville, sein früherer Lehrer, Columba, eines seiner Manuskripte
abgeschrieben zu haben und wandte sich an Diarmuid um ein Urteil. Der König verlangte von Columba,
dass dieser die Kopie herausgeben solle. Darüber ärgerte sich Columba so, dass er eine Armee gegen den
König aufmarschieren ließ. Der Hochkönig entstammte dem südlichen Zweig des O'Neillklans. Columba
sicherte sich die Hilfe der nördlichen O'Neills und besiegte den König bei Culdrevney im County Sligo.
Als Strafe dafür wurde Columba aus Irland verbannt. Er hatte gegen die Gebote des mönchischen Lebens
verstoßen und war in den Kampf gezogen. Als Strafe sollte er so viele Menschen zu Christentum
bekehren, wie er getötet hatte.
Gründer des Klosters IonaMit einem Gefolge von zwölf Anhängern brach er in den typischen Lederbooten Irlands, den Curraghs, auf nach Schottland. 563 erhielt er die Erlaubnis von Brude, dem König der Pikten, auf einer der Inseln vor der Westküste Schottlands ein Kloster zu gründen. Damit begann die Geschichte des Klosters von Iona, das an der Stelle eines früheren Druidenheiligtums errichtet wurde. Columba fing an, Schotten und Pikten zu bekehren. Schnell entwickelte sich Iona zu einem der größten Zentren keltischen Christentums, in dem die Mission, die Lehre und Kultur die Hauptrolle spielten. Das Kloster beherbergte bald 150 Mönche, die von dort hinauszogen, um neue Klöster zu gründen. Von Iona aus wurde der Großteil Schottlands und das nördliche England missioniert, und der Einfluss des Klosters war bis auf den Kontinent zu spüren. Die Mönche waren in drei Gruppen aufgeteilt: die älteren Mönche, die die Messen zelebrierten und im Skriptorium arbeiteten; die Mönche, die auf den Feldern arbeiteten und die Schüler, die aus ganz Europa nach Iona kamen. 575 kehrte er noch einmal nach Irland zurück. Darüber wird erzählt, dass er sich Grassoden
unter seine Füße band, um irischen Boden nicht zu berühren. Er starb schließlich 597 in Iona.
Die Christianisierung Irlands http://www.travelworldonline.de/columba.html
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