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Eukalyptus Bäume & Trees zu Favoriten hinzufügen
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Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es Eukalypten in Amerika, die die heimischen Pflanzen verdrängen. Eukalypten sind sehr widerstandsfähig und können auch unter widrigsten Umständen überleben.
Ein Eukalyptus kann völlig niederbrennen und unverändert wieder wachsen. Ursache dafür ist der Lignotuber, eine Knolle im Wurzelbereich, in der sich Doppelgängerkeime befinden. Sofort nach dem Brand übernimmt der stärkste Keimling mit den Wurzeln alle Merkmale des verbrannten Originalbaums. Er übernimmt die genetische Veranlagung und die Standort-Erfahrungen seines Vorgängers und wird zu dessen identischer Kopie.
Ein Eukalyptus hat raffinierte Strategien, wie er seine Samen davor schützt, von Tieren gefressen zu werden. So wirft er Unmengen tauber Samenimitationen ab, die den Tieren ebenso schmecken, und darin versteckt seine wirklichen Samenkörner.
Eukalypten begnügen sich mit sehr schlechten Böden und können daher fast überall angesiedelt werden. Dabei breiten sie sich ohne Rücksicht auf einheimische Pflanzen aus. Wenn es sein muss, kommen 20 m hohe Bäume mit Stämmen von 80 cm Durchmesser mit Wurzeltiefen von weniger als 30 cm aus. Eukalypten machen sich sogar ihre Jahreszeiten selbst. Sie wachsen an nasskalten Herbsttagen ein wenig und blühen, ohne Schaden zu nehmen, an warmen Wintertagen.
Blue Gum, Black sowie Silver Peppermint, Swamp Gum, Messmate Stringybark, Blackbutt, Marri und Jarrah gehören zu den 500 Eukalyptusarten. Kennzeichnend für diese Wälder sind Baumbestände mit einer Höhe von bis zu 30 Metern. Selbst Experten haben Mühe, die unterschiedlichen Eukalyptusbäume zu bestimmen. Neben der Rinde helfen beim Identifizieren der Art Knospen, Fruchtstände, Farbe der Blüten, Form und Farbe der Blätter sowie die Kenntnis über die bevorzugten Standorte. Tasmanian Blue Gum hat herzförmige, blaugrün-schimmernde, junge Blätter. Die Blätter der Peppermint sondern ein aromatisches Öl ab, das nach Pfefferminze riecht. Blackbutt schält seine durch ein Buschfeuer verbrannte Rinde in langen Streifen im unteren Stammbereich ab. Messmate ist an den weinglasgeformten Früchten (gumnuts), seiner zerfurchten, braunen Rinde und der asymmetrischen Blattform zu erkennen. Die Rinde des Swamp Gum ist im unteren Stammbereich faserig-rau. Im oberen ist sie glatt und grau-weißlich. Die Samenkapseln des Baumes haben die Form einer Birne.
Alle Eukalyptusbäume in den U.S.A. sind eingeführt worden. Sie kommen ursprünglich nur in
Australien vor. Manchmal dienen sie als Windschutzgürtel.
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Eukalypten sind ökologisch umstritten. Eukalypten sind schnellwachsende Bäume, die nutzbringend verwendet werden können. Sie haben aber auch viele Nachteile für die Ökosysteme, in denen sie gepflanzt werden.
In einer Studie der FAO, eine Einrichtung der Vereinten Nationen, heißt es, dass Eukalypten durch ihr schnelles frühes Wachstum mehr Wasser verbrauchen und den Wasserfluss weniger gut regeln als natürliche Wälder. Eukalypten wachsen besonders in jungen Jahren sehr schnell. Das liegt daran, dass es in ihrer Heimat Australien wenig Grün gibt, das den Tieren dort als Nahrung dienen kann. Die Bäume wehren sich gegen das Abfressen durch Kängurus dadurch, dass sie möglichst schnell außer Reichweite der Tiere wachsen. Daher schält sich auch ihre Rinde ab. Bei älteren Bäumen kann man diese abgeschälte Rinde nicht mehr sehen.
Wo viele Eukalypten wachsen, wird der Wasserertrag reduziert und der Grundwasserspiegel sinkt. Außerdem haben die starken Oberflächenwurzeln mancher Eukalyptusarten zur Folge, dass sie mit anderem Bodenbewuchs und benachbarten Pflanzen konkurrieren, vor allem dort, wo nur wenig Wasser vorhanden ist. Daher sieht man in Eukalyptenbeständen oft keinen Unterwuchs
Es gibt Hinweise, dass einige Eukalyptusarten Gifte produzieren, die das Wachstum von Kräutern
verhindern. Die Anzahl und Vielfalt von Tieren in exotischen Eukalyptuswäldern ist geringer als
in natürlichen Wäldern.
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Einige Eukalyptusarten produzieren unter Stress eine gummiartige Substanz, was ihnen den Namen "gum tree" verliehen hat. Dieses Sekret wird zur Herstellung von Mundwasser, aber auch als Mittel gegen Durchfall verwendet.
Eukalypten produzieren ätherische Öle. Ihre Blätter sind von Tröpfchen duftender Öle bedeckt, die mit Dampf destilliert werden und als Medizin oder für die Reinigung genutzt werden. Öle anderer Arten werden als Zusätze bei der Parfumherstellung oder für Mückenschutzmittel genutzt.
Wieder andere dienen als Markierung für gutes Grundwasser. Einige liefern Honig mit besonderen Geschmacksrichtungen. In Australien wird in Dürrezeiten wird das Laub als Futter für Vieh verwendet.
Manche Arten liefern ein sehr hartes, haltbares Holz, das sich besonders gut für den Hausbau
eignet, das es sehr schwer entzündlich ist. Daraus stellt man vor allem in Australien auch Möbel her.
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