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Bereits 7500 v. Chr. lebten an dieser Stelle jungsteinzeitliche Bauern und Hirten, die riesige Gräber errichteten.
Um 700 v. Chr. kamen die Kelten und blieben etwa 1000 Jahre lang ungestört. Etwa um das Jahr 432, als der heilige Patrick in Irland ankam, begann die Christianisierung Irlands, die recht friedlich vor sich ging. Schon bald gab es in der Gegend von Dublin mehrere Kirchen. An der Stelle der heutigen St. Patrick's Cathedral soll der Schutzpatron Irlands frühe Christen getauft haben.
Das keltische Baile Atha Cliath lag an der einzigen Furt über
den Fluss. Dieser frühe Verkehrsknotenpunkt war Ziel der ersten
Wikingerinvasion im 9. Jahrhundert.
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Die Wikinger bauten 841 in der Region von Dublin ihren ersten Hafen. 902 n. Chr. schlossen sich mehrere irische Kleinkönige zusammen und vertrieben sie. Die Nordmänner gaben aber nicht so schnell auf und kehrten 15 Jahre später zurück, um in der Region des heutigen Dublin Castle eine Festung zu bauen. Die Wikinger nannten die Stelle "Dyfflin" oder "Dubh Linn", "dunkler Teich" nach der Mündung des Poddle in den Liffey.
919 wehrten die Wikinger einen Angriff des Königs
von Tara ab. Gleichzeitig vermischten sie sich immer mehr mit den Kelten,
gingen Ehen miteinander ein, gründeten Familien und
übernahmen keltische Lebensart und Bräuche.
Brian Boru, der irischen Hochkönig, besiegte sie schließlich 1014.
Dublin entwickelte sich zu einem
christlichen Vassallenstaat. König Sitric Silberbart ließ eine hölzerne Kathedrale
erbauen, die spätere Christ Church.
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Auseinandersetzungen zwischen den irischen Kleinkönigen, die sich nur sehr selten zu gemeinsamem Vorgehen durchringen konnten, veranlassten den König von Leinster, Heinrich II. von England für seine Sache zu Hilfe zu rufen. Dieser schickte 1169 Richard de Clare, der unter dem Namen Strongbow bekannt wurde. Innerhalb eines Jahres eroberte dieser Dublin und heiratete die Tochter des Königs.
1171 kam Heinrich II. nach Irland, um die immer größeren Ambitionen von Strongbow zu bremsen. Er sprach ihm die Provinz Leinster als Lehen zu. Heinrich blieb vier Monate in Dublin.
Unter den Normannen wurde die Stadt befestigt. Wachtürme
wurden gebaut, und 1205 entstand Dublin Castle.
1220 wurde St. Patrick's in den Rang einer Kathedrale erhoben. 1348
brach die Pest unter der Stadtbevölkerung aus.
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Wie ihre Vorgänger gingen auch die Anglonormannen Ehen mit Iren ein und übernahmen ihre Religion. Einer von ihnen, Thomas Fitzgerald, revoltierte 1534 gegen England. Heinrich VIII. schlug diesen Aufschlag nieder und ernannte sich 1541 zum König von Irland und obersten Kirchenführer. Er beschlagnahmte alles Land für die englische Krone, löste die Klöster auf und ließ alle männlichen Mitglieder der Familie Fitzgerald hinrichten. Damit wurde in Irland der Protestantismus eingeführt.
Unter Elizabeth I. entwickelte sich die Insel zu einer britischen Kolonie. 1592 wurde das Trinity College als protestantische Ausbildungsstätte anstelle eines aufgelösten Klosters errichtet, das sich vorher dort befunden hatte.
Nach der Niederlage des katholischen Königs James II. von England
gegen den holländischen Protestanten Wilhelm von Oranien - seinen
Schwiegersohn - im Jahr 1690 in der Schlacht von Boyne konsolidierte
sich die Macht Englands über Irland.
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1695 führte Wilhelm von Oranien, der
inzwischen als Wilhelm III. die Königswürde in England übernommen
hatte, die Strafgesetze ein. Danach durften Katholiken keine öffentlichen Ämter ausüben,
konnten nicht gewählt werden, waren von Kriegsdiensten ausgeschlossen
und durften nicht als Rechtsanwälte arbeiten.
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Irland hatte unter den Strafgesetzen stark zu leiden. Dublins Mittel- und Oberschicht jedoch, zu der viele abwesende englische Landbesitzer gehörten, die nur während der gesellschaftlichen Saison nach Irland kamen, genossen einen angenehmen Lebensstil, der sich stark vom Leben der katholischen Kleinpächter auf dem Land unterschied. Die Reichen Dublins und seiner Umgebung ließen sich prächtige Häuser bauen und holten dafür bekannte Architekten aus ganz Europa in die Stadt. St. Stephen's Green, die Marlborough Street nördlich des Liffey und Ely Place südlich davon waren beliebte Wohnviertel. Aber nicht nur der persönliche Wohlstand wurde gezeigt, auch für die allgemeine Versorgung plante man Einrichtungen. Krankenhäuser wie das Royal Hospital oder das Rotunda Lying-In Krankenhaus, das erste Krankenhaus für werdende Mütter auf den britischen Inseln, wurden gebaut. Im 18. Jahrhundert spielte die Kunst eine Rolle. Händels Messias wurde 1742 in Dublin uraufgeführt. Die Royal Dublin Society, die noch heute besteht, war zur Förderung von Kunst, Wissenschaft und Landwirtschaft gegründet worden. Viele bekannte Wissenschaftler und Schriftsteller studierten am Trinity College, darunter der Philosoph Edmund Burke und der Schriftsteller Jonathan Swift, der Gulliver's Reisen schrieb und von 1713 bis 1745 als Dekan der St. Patrick's Kathedrale arbeitete.
Dublin profitierte von diesem Wohlstand. In dieser Zeit entstanden das Zollgebäude (1791) und die Four Courts (das Gerichtsgebäude von 1786-1802). Von der Wide Streets Commission wurde 1751 die erste Stadtplanung der Welt durchgeführt.
Handel prägte die Stadt. In den 1760er Jahren war der Grand Canal
fertiggestellt worden, auf dem Waren mit Langbooten ins Landesinnere
transportiert wurden, und die Guinessbrauerei nahm 1759 ihren Betrieb auf.
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Erst 1782 wurden die Strafgesetze etwas gelockert und Katholiken durften wieder als Rechtsanwälte arbeiten. Nach dem erfolglosen Aufstand unter dem Dubliner Protestanten Wolfe Tone löste England 1800 das irische Parlament mit dem Unionsgesetz auf und übernahm die Regierungsgewalt über Irland.
Dies löste zunehmende Proteste unter der irischen Bevölkerung aus.
Am wirkungsvollsten war der des katholischen Rechtsanwalts
Daniel O'Connell, "dem Befreier", der friedliche Proteste forderte
und 1828 zum britischen Parlamentsmitglied gewählt wurde, dort aber
als Katholik seinen Sitz nicht einnehmen durfte. Auf Massenproteste
hin wurde 1829 das Emanzipationsgesetz erlassen. O'Connell wurde 1841
erster Bürgermeister von Dublin.
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Eines der herausragenden Ereignisse der irischen Geschichte des
19. Jahrhunderts war die Hungersnot, die das Land von 1845 bis 1848
heimsuchte. Während in dieser Zeit die Kartoffeln - die Hauptnahrung
der Landarbeiter und Kleinpächter - auf den Feldern
verfaulten, wurden andere
landwirtschaftliche Produkte, die auf den Ländereien der reichen
Grundbesitzer angebaut wurden, nach England exportiert. Etwa eine
Million Iren starb
in dieser Zeit an Hunger oder Krankheit, eine weitere wanderte aus
auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen. Viele der Armen vom Land
kamen nach Dublin, um nach Arbeit und Hilfe zu suchen,
und die wohlhabenderen Dubliner zogen in
die Vorstädte. Die Not ließ den Ruf nach besseren Pachtrechten
laut werden, was schließlich in der Forderung nach Unabhängigkeit von
England mündete, das durch unkluge Entscheidungen
zu den hohen Zahlen an Hungertoten beitrug. Immer lauter verlangten
die Iren die Trennung von der Kolonialmacht. Vor allem Charles Stewart
Parnell tat sich als Leitfigur hervor.
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1902 gründete Arthur Griffin die Zeitung Sinn Fein; der Name bedeutet
"Wir allein". Bald darauf gab es eine politische Partei gleichen
Namens. 1913 formierten sich die Irish Volunteers (ein Vorläufer der Irisch
Republikanischen Armee). Die Not der Zeit förderte Ausbrüche
von Gewalt und den Ruf nach Freiheit.
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Der Antrag auf Selbstregierung wurde vom englischen Parlament schon vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs angenommen, mit seiner Einführung wollte London jedoch bis nach dem Krieg warten, denn es befürchtete, dass sich die Iren auf die Seite der Feinde schlagen würden und England von Osten und Westen bedroht werden könnte. Eine kleine Gruppe von irischen Intellektuellen glaubten jedoch, dass man die Gunst der Stunde nutzen sollte, solange England angreifbar war, und daher riefen Patrick Pearse und seine Anhänger am Ostermontag 1916 eine provisorische Regierung vom Postamt in Dublin aus. Die Rebellen, zu denen auch eine Frau - Gräfin Constance Markievicz - gehörte, besetzten mehrere Gebäude in der Innenstadt, während ihr Aufstand von der Dubliner Bevölkerung fast unbemerkt vor sich ging.
Nach einigen Tagen wurde die Rebellion mit unverhältnismäßiger Gewalt
durch britische Truppen niedergeschlagen.
300 Menschen waren getötet und die Innenstadt Dublins verwüstet
worden. Die Rädelsführer wurden im Kilmainham Gefängnis
hingerichtet. Diese Aktion machte aus den Rebellen Märtyrer und
mobilisierte das Volk, das sich bis dahin zurückgehalten hatte.
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Bei der Wahl von 1918 gewann die Sinn Fein Partei drei Viertel der irischen Sitze. Diese neuen Parlamentarier weigerten sich, ihre Plätze im englischen Parlament einzunehmen und trafen sich stattdessen im Mansion House in der Dawson Street. Der neue Finanzminister des Dail Eireann (des irischen Parlaments) war Michael Collins, der auch die Freiwilligenarmee anführte. Am 21. November 1920 ließ Collins 14 britische Undercoveroffiziere in Dublin töten. Die Briten erschossen daraufhin 12 Zuschauer bei einem gälischen Fußballspiel im Croke Park Stadion. Andere kleine Scharmützel brachen in der Stadt aus. Bald darauf wurde ein Waffenstillstand ausgehandelt, und beide Seiten unterzeichneten den Angloirischen Vertrag.
Dieser verlieh Irland begrenzte Unabhängigkeit, aber sechs Ulsterprovinzen
blieben ausgeschlossen, weil London der Ansicht war, der
dortigen protestantischen Mehrheit nur so das Überleben sichern zu können.
Auch verlangte man den Parlamentsmitgliedern einen Treueschwur
auf den englischen Monarchen ab. Eine Gruppe des
irischen Parlaments unter Eamon De Valera akzeptierte den Vertrag
nicht, und im Juni 1922 brach der Bürgerkrieg aus. Der Gerichtshof
wurde von Gegnern dieser Übereinkunft besetzt. Daraufhin bombardierte
die Armee unter Collins das Gebäude.
Die Regierung des Freistaats ging rücksichtslos gegen die
Vertragsgegner vor, aber Collins wurde schließlich selbst ein
Opfer der Auseinandersetzungen, als er aus dem Hinterhalt
erschossen wurde. Im Mai 1923 befahl De Valera ein Ende des Kampfes
und trat aus der Sinn Fein Partei aus.
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De Valera gründete die Fianna Fail, die "Krieger Irlands". 1932 gewann diese Partei die Mehrheit der Stimmen und De Valera hatte bis 1973 mit kurzen Unterbrechungen den Posten des Premierministers inne. Seine Politik vertrat katholische Werte. Während des Zweiten Weltkriegs blieb Irland neutral.
1949 übernahm die Fine Gael für kurze Zeit die Regierung, die Nachkommen
der Vertragsbefürworter. Während ihrer Regierungszeit wurden die letzten
kolonialen Bindungen an England
gelöst, als Irland den Commonwealth verließ. Dublin hielt sich
aus der Lage in Nordirland heraus, wenn auch die IRA 1966 die Nelsonsäule
in die Luft sprengte oder 1972 die britische Botschaft in Dublin in
Brand setzte wegen des Todes von 13 Teilnehmern eines Protestmarsches
in Londonderry in Nordirland.
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1991 wurde Dublin zu Europas Kulturstadt, was zum Ausbau von Temple
Bar führte. Vor allem das Südufer des Flusses ist ausgebaut worden,
was die Unterschiede zwischen den Stadtteilen nördlich und südlich
des Flusses verstärkt. Kriminalität und Drogenprobleme nehmen zu.
Trotzdem ist Dublin heute eine aufstrebende, lebendige
Stadt. Vor allem die progressive Präsidentschaft von Mary Robinson
machte Dublin zu einer modernen und kosmopolitischen Stadt. Die
europäische Jugend trifft sich heute in Dublin.
Homepage Dublin top
http://www.travelworldonline.de/geschichtedublin.html