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Der Giant's Causeway

Der Giant's Causeway an der Antrimküste in Nordirland

Tourismus und Legenden

Geschichten um die Entstehung der Basaltsäulen gibt es schon seit Urzeiten. In den Mythen Irlands heißt es, dass der Riese Finn MacCool die stufenförmigen Basalttreppen angelegt hat, um so trockenen Fußes von Irland nach Schottland zu gelangen, um seinen schottischen Rivalen Benandonner zu erreichen. Auf schottischer Seite gibt es in der Fingalshöhle auf der Insel Staffa ähnliche Felssäulen.

Der Giant's Causeway ist heute eine der touristischen Hauptattraktionen Nordirlands. Das war nicht immer so. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war diese geologische Formation kaum bekannt. Erst als eine lokale Künstlerin, Susanna Drury, die Basaltsäulen malte, begannen sich Geologen über den Ursprung dieser Erscheinung Gedanken zu machen.

Im 19. Jahrhundert stieg das Interesse an dieser Stelle und Touristen kamen an die Antrimküste. Die ersten von ihnen reisten mit dem Boot oder zu Pferde an. Als die Bahnlinie von Belfast nach Portrush fertig war, nahmen die Besucherzahlen zu. 1883 brachte eine Schmalspurbahn interessierte Reisende von Portrush nach Bushmills, die 1887 bis zum Giant's Causeway erweitert wurde.

Die Namen, die die verschiedenen Felsformationen heute tragen, wurden von den Fremdenführern jener Zeit vergeben und haben mit ihrer Entstehung nicht viel zu tun.
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Geologische Entstehung

Vor etwa 60 Millionen Jahren, als sich die Säugetiere auf der Erde ausbreiteten, begann Nordamerika sich von Europa zu lösen. Dies führte zu verstärkten vulkanischen Aktivitäten in Grönland, Island, den Färöer Inseln, im Westen Schottlands und im Nordosten Irlands. Entlang einer Bruchstelle, die westlich von Schottland und nordöstlich von Irland verlief, brach die Erdkruste auf und es entstanden Risse, durch die große Lavaströme in das Kalkgestein durchdrangen. Im Laufe von etwa zwei Millionen Jahren entstand so ein Plateau aus diesem Basaltgestein, das bis heute einen Großteil der Grafschaft Antrim bedeckt.

Nach dem Ende dieses Lavaausflusses befand sich Nordostirland in einer Zone der Erde, in der suptropisches Klima vorherrschte. Verwitterungskräfte schufen eine rötlich-braune Erde, die als Laterit bezeichnet wird und reich an Eisen und Aluminium ist. Spuren davon sind entlang der Straße zu sehen, die vom Besucherzentrum am Giant's Causeway hinunter zu den Basaltsäulen führt.

Der Giant's Causeway an der Antrimküste in Nordirland

Entlang dieser Straße liegen runde Blöcke nicht verwitterten Basalts, die als "Augen des Riesen" bezeichnet werden. Weiter unten befinden sich runde Basaltblöcke, die in den Lavaströmen liegen. Dies bezeichnet man als "sphäroide" oder "Zwiebelhaut"-Verwitterung.

Die eigentlichen mehreckigen Säulen des Giant's Causeway, von denen es schätzungsweise 40000 gibt, sind während einer Zeit entstanden, in der keine großen Lavaströme auftraten. An manchen Stellen entlang der Antrimküste kam es zu kleineren vulkanischen Eruptionen, bei denen sich die Lava in Kanälen und Tälern anstaute und Lavaseen entstanden. Diese Lava kühlte sehr langsam ab, und so konnten die auffallenden Basaltsäulen entstehen, für die der Giant's Causeway so bekannt ist. Dort konzentrieren sie sich, aber es gibt noch andere Stellen entlang der Antrimküste, wo solche Säulenformationen zu sehen sind wie beispielsweise in der Nähe von Coleraine.
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Fauna und Flora

Botanisch interessant ist das Gebiet um den Giant's Causeway wegen der Meerzwiebel und dem Seeschwingel, die hier wachsen.

Die Felsen bieten Ornithologen die Möglichkeit, zahlreiche Seevögel zu sehen. Am häufigsten ist der Eis-Sturmvogel, der gerne auf den Felssäulen nistet. Basstölpel tauchen im Meer nach Fischen. Felsentauben findet man oft in Höhlen entlang der Küste. Aber auch Lummen, Tordalks, Austernfischer, Kormorane, Möven und Krähenscharben trifft man hier an. Rothalstaucher, Groß-Nordtaucher und Eiderenten halten sich in den Buchten auf.

Unter den Säugetieren sind Fuchs, irische Hasen und Kaninchen, Dachse und der graue Seehund häufige Besucher.
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Besucherzentrum

Giant's Causeway
Ganzjährig tgl.. Parkgebühr. Tel. 01265/731582, Fax. 01265/732963

Besucherzentrum
Juli - August, tgl. 10.00 - 19.00 Uhr, Juni, tgl. 10.00 - 18.00 Uhr, Mai, tgl. 10.00 - 17.30 Uhr,
Sept. - Okt. tgl. 10.00 - 17.30 Uhr, März - April, Mo. - Fr. 10.00 - 17.00 Uhr, Sa. - So. 10.00 - 17.30 Uhr,
Nov. - Feb. Mo. - So. 10.00 - 16.30.
Bus zum Causeway (geringe Gebühr, 1,2 km), Diashow.
Führung nach vorheriger Vereinbarung. Tearoom. Wechselstube. Souvenirladen. Touristeninformation. Tel. 01265/731855.

Minibus Shuttle zum Causeway
Während der Saison. 15 Min. Tel. 01265/731582.
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Wanderwege

Giant's Causeway
Für die 1,2 km lange Teerstraße zu den Basaltsäulen benötigt man etwa 20 Minuten in jede Richtung.

Eine Alternative bietet der North Antrim Cliff Path, der am oberen Klippenrand entlangführt, bis er über Treppen steil nach unten abzweigt. Folgt man ihm bis ans Meer und biegt dort links ab, dann gelangt man zu den auffälligsten Formationen und zurück zur Teerstraße.

Benbane Head
Wer mehr Zeit hat, kann den 8 km langen Weg zum Benbanes Head und zurück wählen. Dafür folgt man an der oben beschriebenen Teilung des Pfads dem oberen Klippenweg und biegt bei Hamilton's Seat zum Meer hinunter ab. Dort kann man entlang der Küste zurücklaufen. Dieser Weg ist stark verwittert und die Stufen am Benbanes Head sind steil. Gutes Schuhwerk ist unerlässlich, und Kinder sollten nur in Begleitung ihrer Eltern gehen.

Wanderweg bis Dunseverick Castle
Wer eine Ganztagestour unternehmen möchte, folgt bei Hamilton's Seat dem Küstenpfad, der nach zwei weiteren Stunden bei Dunseverick Castle wieder auf die Straße (B 146) stößt.
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Weiterführende Literatur

top Homepage

http://www.travelworldonline.de/giantcauseway.html

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