|
|||
Jack London Napa ValleyJack London war wohl einer der amerikanischen Schriftsteller, die den Pioniergeist der Amerikaner am besten eingefangen haben. Sein eigenes Leben stand den Abenteuern, die er in seinen Büchern und Artikeln beschrieb, in nichts nach. Sein Leben
Jack London wurde 1876 in San Francisco geboren. Er soll der uneheliche Sohn von William Henry Chaney sein, einem Astrologen. Seine Mutter, eine Spiritistin, heiratete John London kurz nach der Geburt von Jack. Er erhielt nur eine knappe Schulausbildung, obwohl er ein begeisterter Leser war, und er verbrachte einen Großteil seiner Jugend an den Hafenanlagen von Oakland, Kalifornien, wo er in einer Vielzahl von Jobs tätig war, von denen einige - wie das Austernfischen - illegal waren. 1893 arbeitete er auf einem Schiff, das zwischen der Arktis und Japan nach Robben jagte. Von 1894 bis 95 reiste er als Gelegenheitsarbeiter durch ganz Kanada und die USA und wurde in New York City wegen Landstreicherei eingesperrt. Seine Erfahrungen und seine Lektüre (einschließlich des "Kommunistischen Manifests") überzeugten ihn, dass er ein Sozialist war und bei der Rückkehr nach Kalifornien schrieb er sich kurz an der Universität von Kalifornien ein. Dort versuchte er auch, seine frühen Schriften zu verkaufen. Danach nahm er sein ruheloses Wandern wieder auf, arbeitete als Goldsucher am Klondike im Yukon Territorium (1897-98).
Bei der Rückkehr nach San Francisco begann er Geschichten, Romane und Artikel zu verkaufen, von denen sich viele mit
seinen Erlebnissen im Norden befassten. Am bekanntesten davon sind Der Ruf der Wildnis (1903), Der Seewolf (1904)
und White Fang (1906). 1902 besuchte er die Slums von London, und das inspirierte ihn zu seinem Buch The People of
the Abyss (1903). 1904 berichtete er über den Russisch-japanischen Krieg für die Hearstpresse und 1913 über die
mexikanische Revolution für Collier's. 1907 segelte er in einem kleinen Segelboot in den Südpazifik, eine Reise,
die er in The Cruise of the Snark (1907) beschrieb. Sein Wanderleben war die Hauptquelle für seine Schriftstellerei,
besonders für seine leicht autobiographischen Werke Martin Eden (1908-09) und John Barleycorn (1913). Von 1905 an
hatte er seinen Wohnsitz auf Glen Ellen, Kalifornien, aber er war oft auf Vortragsreisen unterwegs. Seine Arbeit
brachte ihm über eine Million Dollar ein, aber er schien nie mit seinem Erfolg zurechtzukommen. Er vertrat
ausdrücklich sozialistische Werte sowohl in seinen Romanen als auch in seinen Artikeln. Er war Alkoholiker und wurde von
1909 an von einer Reihe von Krankheiten geplagt; abhängig von Schmerztabletten starb er 1916 wahrscheinlich an einer
selbst eingenommenen Überdosis Morphium. Jack London im Napa ValleyIm Nordteil des Napa Valley besaß Jack London eine Ranch. 1903 kam er zum erstenmal hierher, 1905 zog er mit seiner zweiten Frau Charmian, die bis zu ihrem Tod 1955 hier lebte, in diese Gegend. Damals war London schon bekannt geworden durch sein Werk Der Ruf der Wildnis. Die Londons bauten ihre Ranch, die Beauty Ranch bei Glen Ellen, im Lauf der Zeit immer weiter aus, bis sie schließlich über 600 ha umfasste. London genoss hier die Natur und konnte schreiben. Aber er widmete sich auch der Landwirtschaft. Sein Lebensmotto hat er 1916 einmal einem Reporter gesagt (sinngemäß): "... Die einzige Funktion des Menschen ist zu leben, nicht zu existieren. Ich werde meine Zeit nicht verschwenden, meine Tage zu verlängern. Ich werde meine Zeit nutzen."
In den Bergen hinter seiner Ranch ist er auch begraben.
Jack London Site - Deutschland, Alles was man zu diesem Schriftsteller wissen muss. http://www.travelworldonline.de/jacklondonnapa.html
|
|
|