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Johannesburg, Südafrika
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In der Gegend von Johannesburg gab es verstreute Bantu Siedlungen, das sind Siedlungen afrikanischer Völker, deren Sprache aus der Region des Niger und des Kongo stammt. Luftaufnahmen zeigen noch die Ringe der Kraals, die sich gewöhnlich auf den Koppies, den Hügelkuppen in der Umgebung befanden.
Heute findet man nur noch in Melville Koppies und in der Klipriviersberg Nature Reserve Spuren dieser frühen Siedlungen. Anfang
der 1960er Jahre entdeckte Professor Revil Mason einen Schmelzofen aus der Eisenzeit auf dem Gelände von Melville Koppies. Kohlebruchstücke,
rohe Eisenschlacke und zerbrochene Blasrohre befanden sich in der Nähe. Er schätzte das Alter der Fundstelle auf etwa 1060 n. Chr.
Drei weitere Eisenschmelzen wurden in der Umgebung entdeckt sowie eine ganze Anzahl davon in weiterer Entfernung.
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Am Westkamm der Melville Koppies gibt es eine Höhle, in der sechs Stücke eines zerbrochenen Bogens mit dazugehörigen Pfeilen gefunden wurden, die stark an jene erinnern, die bis vor kurzem in Botswana verwendet wurden. Außerdem fand man einen gekerbten Stein, der vielleicht als Schleifstein für die Pfeilspitzen diente. Das Alter dieser Artefakte wird auf etwa 1000 Jahre geschätzt. Daher müssen dies Gebrauchsgegenstände der Buschmänner gewesen sein.
Diese Buschleute und Khoikhoi lebten vor den Bantu in Südafrika. Die Buschleute oder San waren Jäger und Sammler und waren ein Steinzeitvolk, das Metall erst nach dem Auftauchen der Bantu verwendete. Sie waren Nomaden, die ihre einfachen Unterstände mit sich trugen. Wo möglich nutzten sie Höhlen zum Schutz und ließen ihre wertvollsten Schöpfungen zurück, Felsmalereien und -ritzungen, die von ihrer Kultur und Geschichte erzählen. Sie stellten keine Töpferwaren her. Stattdessen nutzten sie Straußeneierschalen, um ihr Wasser zu lagern.
Körperlich unterscheiden sie sich von den Bantuvölkern darin, dass sie von zierlichem Körperbau sind, hohe Wangenknochen, Pfefferkornhaar und eine hellere Hautfarbe besitzen. Dies zeugt von ihrer Isolation in Südafrika über Tausende von Jahren.
Vor etwa 2000 Jahren verschaffte sich eine Gruppe von abtrünnigen Buschleuten Rinder - wahrscheinlich von ihren Bantunachbarn im Norden. Sie wurden bekannt unter dem Namen Khoikhoi und zogen nach Süden ans Kap auf der Suche nach Weideland, wo sie 1652 auf europäische Siedler stoßen, die sie schließlich ausrotteten.
Nach der Ankunft der Europäer in Südafrika wurden die Buschleute von zwei Seiten bedrängt: durch die Fremden vom Kap und die Bantuvölker,
die aus dem Süden und Osten kamen. Sie wurden in die Wüstenregionen im Norden Südafrikas und Botswanas abgedrängt, wo noch heute kleine
Gruppen von ihnen leben.
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Die Bantu sollen sich an den Soutpansberg Mountains in Limpopo, etwa 400 km nördlich von Johannesburg, um 350 n.Chr. niedergelassen haben. Sie stammten aus Zentralafrika, dem östlichen Nigeria und Kamerun und begannen ihre Wanderung nach Süden etwa 1000 v.Chr. in Richtung Angola und zu den Großen Seen. Dabei folgten mehrere Wanderwellen aufeinander.
Töpferwaren wurden am Soutpansberg und bei Tzaneen und Lydenburg südöstlich des Soutpansberg gefunden. Diese Gruppe ist wahrscheinlich während einer Trockenzeit um 600 n.Chr. verschwunden. Einige Gruppen allerdings waren 500 n.Chr. weiter nach Süden nach KwaZulu-Natal gezogen, und um 700 n.Chr. weiter ans Ostkap.
Auf einer späteren Wanderungswelle zogen die Bantu wieder über den Limpopo und siedelten sich vor etwa 1000 Jahren nördlich des Soutpansberg an. Dies waren die Venda, die als erste schwarzafrikanische Südafrikaner gelten. Sie können ihre Herkunft auf die Errichtung der ersten Eingeborenenhauptstadt auf zwei Hügeln zurückverfolgen: Bambandyanalo und Mapungubwe, beinahe an der Grenze Südafrikas mit Zimbabwe und Botswana, etwa 100 km westlich von Messina in Limpopo.
Bambandyanalo befand sich an der Stelle, an der das frühe Shona Königreich entstand und etwa 200 Jahre später wurde Mapungubwe besiedelt. Heilige Rituale entwickelten sich, die sich vor allem mit der Kunst des Regenmachens befassten - Vorläufer von Modjadji, der lokalen Regenkönigin, die ihre Herkunft auf eine Prinzessin aus Zimbabwe aus dem 17. Jahrhundert zurück verfolgen kann.
Das Königreich Mapungubwe ist direkt verwandt mit den Shona von Zimbabwe, den Tswana Botswanas und den Sotho in Südafrika. Diese Völker zogen wahrscheinlich aus Ostafrika nach Süden, als dort trockenere Bedingungen herrschten. Dabei nahmen sie ihre Rinder und Eisen mit.
Die Menschen von Mapungubwe bauten einen blühenden Handel mit arabischen und Swahili Händlern in Sofala in Mozambique auf. Sie verkauften Gold und Elfenbein im Tausch gegen indische Glaskugeln, Stoffe und chinesisches Porzellan.
Um 1300 n.Chr. verloren sowohl Mapungubwe als auch Bambandyanalo an Bedeutung, und die Siedlungen verschwanden. Kurz davor zogen die Menschen weiter nach Süden, erreichten die Soutpansberg Region um 1300 n.Chr. und zogen weiter nach Magaliesberg, wo sie gegen 1400 n.Chr. ankamen. Diese Siedlungen erstreckten sich schließlich bis zum Witwatersrand.
Sie waren Hirten und zogen, als die Weiden um Magaliesberg nicht mehr zu nutzen waren, weiter ins Grasland unterhalb von Melville Koppies. Dort fanden sie Eisenvorkommen in den Felsvorsprüngen der Koppies und errichteten die Eisenschmelzen, die vor kurzem entdeckt wurden.
Luftaufnahmen vom Klipriviersberg zeigen 19 Eisenzeitsiedlungen von ungefähr 1500 n.Chr. In der weiteren Umgebung fand man insgesamt 90 Siedlungen, was auf eine große Hirtengemeinschaft hindeutet. Wahrscheinlich befasst sich die südliche Gruppe mehr mit Landwirtschaft und Viehzucht, während die nördliche Gruppe sich auf den Eisenabbau und Rinderzucht spezialisierte.
Um 1800 n.Chr. bauten sie ihre Häuser aus Steinmauern und nutzten Kuhdung als Brennstoff. Diese Tswana lebten auf den Koppies, errichteten Steinmauern um ihre Kraals in der Form von Sonnenblumen. Rinder, ihr wertvollster Besitz, wurden im inneren Kreis ihres Kraals gehalten, wo sie vor Raubtieren sicher waren. In jeder Ausbuchtung der Grenzmauer befand sich ein Haus eines Haushalts, und dazwischen lagen kleinere Einfriedungen für kleinere Tiere wie Kälber, Ziegen und Hühner.
Die äußeren Mauern erreichten Höhen von bis zu 1,5 m. Ausgrabungen zeigen, dass diese Menschen Sorghum anbauten, Rinder, Schafe und Ziegen züchteten und Wild jagten.
Diese frühen Siedlungen waren anfällig gegen Witterungsänderungen, und die Bevölkerungsanzahl schwankte stark. Die früheren
Siedlungen verschwanden, und erst im 18. Jahrhundert kamen sie zurück in die Region.
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Diese Siedlungen erstreckten sich von Northcliff und Lonehill im Norden über Melville im Westen und Bruma im Osten bis Klipriviersberg im Süden. Sie lebten friedlich miteinander und betrieben Handel. Das änderte sich 1823, als der Krieger Mzilikazi, der vom mächtigen Zulukönig Shaka und seinen Kriegern verstoßen worden war, sich in der Gegend niederließ. Mzilikazi stellte eine Armee zusammen aus besiegten Stämmen und errichtete seine erste Hauptstadt nahe Heidelberg, etwa 80 km südlich von Johannesburg.
Seine Kontrolle reichte von Heidelberg nach Westen, und 1827 hatte er eine neue Hauptstadt in Magaliesberg errichtet, 80 km nordwestlich von Johannesburg. Um 1829 besaß er eine Armee von 6000 bis 8000 Mann.
Dann trugen mehrere Faktoren dazu bei, dass diese Menschen vertrieben wurden. Möglicherweise war eine Trockenheit eine der Ursachen. Außerdem kamen die Voortrekker in die Gegend, und als Folge davon war Mzilikazi 1837 gezwungen, weiter nach Norden, nach Zimbabwe zu ziehen.
Die Voortrekker beanspruchten große Landflächen für ihre Farmen und bearbeiteten das Land zusammen mit den Überresten von Mzilikazis
Anhängern, den Ndebele. All dies änderte sich 1886, als Gold am Witwatersrand entdeckt wurde.
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Joburg's earliest settlers
Jo'burg's best-kept secret
A walk on the veldt side of Jo'burg
http://www.travelworldonline.de/johannesburg_fruehe_siedler.html
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