Kalifornischer Küstenhandel mit ausländischen Schiffen zu Favoriten hinzufügen |
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Küstenhandel kalifornischer Missionen mit ausländischen Schiffen
Versorgung der spanischen Missionsstationen
Die kalifornischen Missionsstationen mussten ihre gesamte Ausrüstung und den ganzen Nachschub aus Mexiko oder Spanien herantransportieren. Diese Waren konnten nur mit Packpferden auf gefährlichen Wegen durch die Wüsten des amerikanischen Südwestens oder mit spanischen Schiffen entlang der Küste transportiert werden. Die einfachsten Werkzeuge mussten die Missionare auf diese Weise heranschaffen lassen. Packpferdetrecks brachten Samen, Werkzeuge, Kircheneinrichtung, und vieles andere. Die Treckführer erhielten sofort neue Aufträge für die nächste Reise. Spanische Schiffe lieferten größere Güter. Aber sie waren langsam und nicht sehr zuverlässig. Sie entluden ihre Ladung in Monterey oder San Francisco. Von dort aus wurden sie auf Pferde und Maulesel verladen oder auf dem Rücken von Indianern zu ihren Zielorten geschleppt. Die mexikanische Regierung erwartete, dass die Missionen selbst für ihren Lebensunterhalt sorgten, nachdem die ersten grundlegenden Waren wie Samen, Vieh, Werkzeuge und religiöse Gegenstände ins Land gebracht worden waren. Die Patres sandten immer wieder Anfragen nach weiteren Lieferungen nach Mexiko und wurden mit Versprechungen vertröstet. Die angekündigten Waren erreichten die Missionen nie.
Verbot von HandelskontaktenWas lag daher näher, als dass die Missionare versuchten, mit vorbeifahrenden Schiffen anderer Nationalitäten Handel zu treiben. Dies wurde von den spanischen Behörden jedoch streng verboten. Nur mexikanische oder spanische Schiffe hatten die offizielle Erlaubnis, für den Nachschub der Missionen zu sorgen. Diese kamen nach einigen ersten Fahrten nur noch sehr selten nach Kalifornien, obwohl dort ein reicher Handel mit Seeotterfellen hätte locken können, der von russischen Pelzhändlern weiter im Norden schon mit Erfolg betrieben wurde. Die Patres waren schließlich gezwungen, die Indianer in den Missionen auf Seeotterjagd zu schicken. Die Felle boten sie fremden Schiffen an, die an der Küste vorbeikamen. Viele von diesen wollten selbst auf Jagd gehen und die Tiere für den Weiterverkauf erlegen. Die Schiffskapitäne erhielten nicht nur Felle, sondern auch frische Lebensmittel aus den Missionsgärten. Vor allem britische Schiffe betrieben zunehmend Handel mit den Missionen. Amerikanische Schifffahrtsunternehmen machten Halt auf ihrem Weg in den Orient, wo vor allem China ihr Ziel war. Einige Missionen erwirtschafteten Ende des 18. Jahrhunderts sogar mehr Lebensmittel, als sie selbst benötigten. Dies weckte Besorgnis im spanischen Mutterland, das die Häfen an der kalifornischen Küste stärker bewachen ließ. Aber die Anzahl der Soldaten war noch immer zu gering, als dass sie diese Aktivitäten hätten unterbinden können. Ebenso wenig schickte Spanien Nachschub für die Missionsstationen, so dass es keinen Anreiz gab, den illegalen Handel einzustellen. Erste HandelsaktionenDie ausländischen Schiffe ließen sich zunächst nur unter großer Vorsicht auf den Handel mit den Missionaren ein. Ihr Hauptanliegen war der Chinahandel, der größere Profite versprach als das, was sie an der kalifornischen Küste erhielten. Nur wenn es keine andere Möglichkeit gab, liefen Schiffskapitäne großer Reedereien Häfen an der amerikanischen Westküste an. Schiffsreparaturen oder Nahrungsmangel konnten der Grund dafür sein. Anders war dies bei kleinen unabhängigen Schiffen. Diese verachteten die spanische Regierung und fuhren bedenkenlos kalifornische Strände an, um dort ihre Reparaturen zu erledigen. Ihre Schiffe waren leicht zu navigieren, und so machten sich die Kapitäne oft einen Spaß daraus, ihr Versteckspiel mit den spanischen Behörden zu spielen. Ausbau des HandelsAnfang des 19. Jahrhunderts hatte sich ein reger Warenaustausch zwischen britischen und amerikanischen Schiffen und den Stationen entlang der Küste entwickelt. Leder, Getreide, Wein und Otterfelle wurden gegen Waren wie z.B. Stoffe eingetauscht. Schiffe größerer Reedereien, die es bislang vermieden hatten, in diesen Handel verwickelt zu werden, hatten ihre eigenen Methoden entwickelt. Sie nutzen die Lockerung spanischer Gesetze, die es ihnen erlaubte, in bestimmten Häfen Handel zu treiben und importierten dort Waren, für den die Zollabgaben niedrig waren. Dann fuhren sie weiter die Küste entlang bis zu einem vereinbarten Ort, wo sie sich mit Schmugglern trafen und wertvollere Waren wie Felle tauschten. The Search For A Southern Overland Route to California, Harlan Hague
Early History of the California Coast http://www.travelworldonline.de/kalifornienkuestenhandel.html
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