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Kalifornische Missionsstationen

Monterey Online Stadtführer Monterey Geschichte

Gründe für ihre Errichtung
Junipero Serra, Entdecker und Missionar
Einrichtungen der Missionsstationen
Militärische Durchsetzung der Ziele der Missionare
Säkularisierung der Klöster
Links
Literatur

Geschichte Kalifornien

Gründe für ihre Errichtung

König Karl III. von Spanien erkannte 1768, dass das Land im Norden seines mexikanischen Kolonialreiches fruchtbar und über das Meer leicht zugänglich war. Dort konnte man Städte errichten und sichere Häfen für spanische Schiffe schaffen. Bisher aber gab es nichts davon. Karl III. war über zunehmende Interessen russischer Pelzhändler in diesen Gebieten unterrichtet worden, und es war höchste Zeit, dort spanische Siedlungen zu gründen, oder diese Region fiel an den russischen Konkurrenten.

Karl III. sah Farmen zunächst als ideale Kernzellen künftiger Ortschaften an, denn dort konnten die ersten Bauern angesiedelt werden, die diese in den Anfangszeiten versorgen sollten. Die Stationen sollten alle eine Tagesreise voneinander entfernt liegen in Küstennähe, damit sie auch übers Meer leicht erreichbar waren. Das einzige Problem bei der Sache war, dass es keine Freiwilligen gab, die in diese Gebiete gehen wollten, die ihnen nichts als Arbeit und keinen Reichtum versprachen wie andere Regionen des mexikanischen Reiches. Das Problem wurde gelöst, indem man aus den Farmen Missionen machte. Dort sollten die bekehrten Eingeborenen die Stationen bewirtschaften. Von 1769 bis 1784 wurden insgesamt 21 Missionsstationen errichtet.
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Junipero Serra, Entdecker und Missionar

Der wichtigste Missionar dieser Zeit war Junipero Serra. Er kam bereits 1769 mit der ersten Expedition unter der Leitung von Gaspar de Portola als neuernannter Präsident der geplanten Missionsstationen nach Kalifornien und verbrachte den Rest seines Lebens damit, die Eingeborenen der nördlichsten Provinz des mexikanischen Kolonialreichs zu bekehren.
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Einrichtungen der Missionsstationen

Die Franziskanerpater entwarfen die Stationen und ließen sie dann von den Indianern bauen, die sie zum Christentum bekehren wollten. Allen Missionen lag derselbe Plan zugrunde: sie bestanden aus einem großen Gebäude, das um einen Innenhof herum errichtet wurde. Die Kirche stand meist an einer Ecke dieses Platzes und war immer das größte Gebäude der gesamten Anlage. Alle Räume öffneten sich zum Innenhof hin. Ein Gebäudeteil war für die Frauen bestimmt, die in der Küche der Mission arbeiteten, in den anderen drei Teilen befanden sich die Räume der Priester, Werkstätten, die Küche, Lagerräume und die Verwaltung. Der Rest der Indianer lebte außerhalb der Station in Hütten, von wo aus die umliegenden Felder bearbeitet und die Tiere betreut wurden.

Die eigentliche Arbeit verrichteten die Indianer, die von den Missionaren als Heiden und Wilde betrachtet wurden, die den Spaniern unterlegen waren. Es wurde ihnen von vorneherein klar gemacht, dass die Arbeit bei den Missionsstationen nicht freiwillig war, sondern man sorgte mit militärischer Gewalt dafür, dass diese getan wurde.
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Militärische Durchsetzung der Ziele der Missionare

Anfangs wurden die Soldaten, die die Missionare begleiteten, ausgeschickt, um die Indianer der Umgebung zu den Stationen zu bringen, wo sie bekehrt werden sollten und wo man ihnen die Errungenschaften spanischen Lebens wie z.B. Ackerbau, Viehzucht, handwerkliche Fähigkeiten und vieles andere beibringen wollte. Man war bei der Vermittlung dieses Wissens nicht gerade zimperlich und verachtete die einfache Lebensweise der Eingeborenen, die diese bisher geführt hatten.

Den betroffenen Indianern gefiel es immer weniger, sich dem Willen der Missionare zu beugen und viele flohen. So wurden aus den militärischen Unternehmungen der Soldaten, die zunächst der Erforschung neuer Gebiete dienten und neue bekehrungswillige Indianer zu den Stationen bringen sollten, bald reine Verfolgungsjagden auf Missionsflüchtlinge. Diese berichteten entfernter lebenden Stämmen von ihren Erfahrungen, was es den Missionaren zunehmend erschwerte, diese zu bekehren.

Zudem lernten die Indianer Dinge nutzen, die sie vorher nicht gekannt hatten, und Pferde waren etwas, was sie schnell schätzen lernten. Da sie diese nur von den Spaniern bekommen konnten, holten sie sich diese einfach von ihnen. So steigerte sich die Gewalt gegenüber der einheimischen Urbevölkerung immer weiter, die ihre Ursache im Verhalten und Verständnis der neueingewanderten Europäer in Kalifornien hatte.
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Säkularisierung der Klöster

1834 setzten die inzwischen ins Land gekommenen Farmer und Rancher die Auflösung der Klöster durch. Diese waren durch die Ereignisse in den Jahren zuvor immer mehr verwahrlost. Wohlhabende Grundbesitzer hatten den Einfluss der Missionare immer mehr untergraben und obwohl die Regierung in Mexiko das Missionsland bekehrten Indianern geben wollte, rissen es die reichen mexikanischen Familien an sich.
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Weiterführende Links

Gary S. Breschini, Ph.D., Expeditions Against the Central Valley Indians
California Missions
California Missions - Virtual Tour
Monterey Geschichte

Weiterführende Literatur

http://www.travelworldonline.de/kalifornienmissionen.html

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