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Kootenai Brown
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John George "Kootenai" Brown war ein Hansdampf in allen Gassen. Er war Glücksritter, Armeeoffizier, Bergführer, Goldsucher, Postreiter, Pony Express
Reiter, Büffeljäger, Wolfjäger, Regierungsbeamter, Umweltschützer und der erste Superintendent des Waterton Parks in Alberta.
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Geboren wurde er in Ennistymon in County Clare, Irland während der Großen Hungersnot im Jahr 1839. Seinen Erzählungen nach, die nicht immer ganz
der Wahrheit entsprachen,
entstammte er einer angloirischen Familie, die traditionell in der britischen Armee diente. Auch er erhielt seine Ausbildung in Oxford und diente
anschließend bei der königlichen Leibwache. Am Hofe geriet er in einen Skandal und wurde eilig nach Indien geschickt, wo er erneut in einen Zwist
mit einem Armeeoffizier geriet. Nachdem er diesen wegen einer Auseinandersetzung um eine Frau tötete, floh er aus Indien nach Südamerika und
durchquerte Panama auf dem Weg nach San Francisco. Von hier aus zog er weiter zum Mississippi, wo er auf einem Mississippidampfer arbeitete und
sich schließlich als Scout für General Custer verdingte.
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Gesichert ist, dass er einige Jahre in Williams Lake und im Kootenai Distrikt in British Columbia nach Gold suchte. Durch seine Kontakte mit den Kootenai Indianern erhielt er auch seinen Spitznamen. In dieser Zeit verdingte er sich als Büffeljäger, handelte mit Whiskey und lernte vom Land zu leben. Er handelte mit den Indianern, betrieb einen Glücksspielsaloon und arbeitete als Jagdführer. Damals begann er sich für den Schutz der Umwelt und der Tierwelt zu interessieren.
Zunächst jedoch zog es ihn nach Fort Garry, Manitoba (das heutige Winnipeg), wo er einige Zeit als Pony Express Reiter Post und Vorräte nach
Dakota und Montana transportierte. Auf einem seiner Ritte wurden er und sein indianischer Begleiter von einer Gruppe Sioux Indianer überfallen.
Glücklicherweise konnte sein Freund die Sioux davon überzeugen, dass er ein Halbblut sei, so dass er anstatt skalpiert zu werden von den
Kriegern Sitting Bulls gefangengenommen wurde. Nachts gelang es ihnen, ohne Post und Kleider zu entkommen und barfuss zu fliehen. 1868 gelangte
er so nach Fort Stevenson, Montana.
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1869 vermählte sich Brown mit Olive Lyonnais, einer Mischlingsfrau, und beteiligte sich an der Büffeljagd ihres Stammes. Nach dem Verschwinden
der Büffel begann er Wölfe in Giftfallen zu erlegen, um Olive und ihre beiden Töchter zu ernähren. 1878 war klar, dass die alte Lebensweise des
amerikanischen Westens verschwand, und Brown ließ sich mit seiner Familie am Kootenai Lake nieder, wo er einen kleinen Handelsposten
gründete und sich als Führer für Jäger und Besucher in der Region seinen Unterhalt verdiente. Kurz nach der Geburt ihres Sohnes Leo starb seine
Frau Olive, und Brown heiratete Nee-pa-tha-qua-ka-soon, eine Cree Indianerin.
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Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte Brown Gold am Cameron Creek, einem kleinen Bach in der Kootenai Region, die Prospektoren und
später Ölsucher in das Gebiet lockte. Er selbst schöpfte Öl vom Fluss ab, füllte es in Flaschen und verkaufte es an umliegende Siedlungen. 1901
wurde die erste Forststraße ins Cameron Creek Tal gebaut, und im selben Jahr wurden die ersten größeren Ölfunde in Alberta gemacht. Erst als
ein Busdienst von der Great Northern Railway, die Montana mit Jasper verband, eingerichtet wurde, kamen die ersten Touristen.
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Zwanzig Jahre lang jagte und fischte er und arbeitete als Packer und Führer für alle möglichen Leute. Weitere Siedler kamen in die Region, und einer von ihnen, Frederick Godsal, der bald ein enger Freund von Kootenai wurde, unterstützte ihn in seinem Bestreben, das Gebiet unter Naturschutz zu stellen. Sie wandten sich an die kanadische Regierung mit der Bitte, die Region um den Waterton Lake mit dem Glacier National Park in Montana zu einem internationalen Friedenspark zu vereinigen. 1895 wurde ein Forstreservat eingerichtet und Brown zu dessen Fischereibeauftragten und später Wildschutzbeauftragten ernannt. 1910 erhielt das Gebiet den Rang eines "Dominion Parks", und ein Jahr später wurde es zum Nationalpark. Damals erhielt es auch den Namen Waterton Lakes nach einem englischen Naturkundler und Forscher namens Charles Waterton, der nie in Kanada gewesen war. Erst 16 Jahre nach Kootenais Tod wurde der Glacier National Park/Waterton National Park International Peace Park im Jahr 1932 geschaffen.
Brown starb am 18. Juli 1916 im Alter von 71 Jahren in seinem Haus am Wateron Lake. Sein Grab liegt an der Hauptstraße zur
Ortschaft Waterton. Dort ist er zwischen seinen beiden Frauen und angeblich mit einer Flasche "Moonshine"-Whiskey auf seiner Brust begraben worden.
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Waterton Lakes National Park
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