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Lachsleiter in Whitehorse, Yukon, CanadaWhitehorse Canada Visitor Guide
Die Lachsleiter in Whitehorse wurde 1959 nach der Fertigstellung der ersten Phase des Whitehorse Staudamms gebaut.
Sie wird von der Yukon Fish and Game Association betrieben und finanziert von Yukon Energy, Yukon Renewable Resources, Yukon Tourism und
einem Unternehmen aus British Columbia, Creative Salmon. Alljährlich können so Hunderte von Lachsen zwischen Juli und September das Hindernis des Dammes überwinden
und zu ihren Laichgründen im südlichen Yukon wandern, wo sie ihre Rogen in Bächen wie dem Wolf Creek oder dem Michie Creek ablegen.
Schon vor dem Bau des Damms war dieser Weg sehr schwierig. Andere Fischarten wie z.B. Forellen und arktische Graylings nutzen die Fischleiter
ebenfalls. Mit einer Tiefe von 2,20 m und einer Länge von 366 m ist sie die längste hölzerne Fischleiter der Welt. Wasser, das aus der Leiter strömt, lockt Fische an, die über die Trennwände springen, die die einzelnen "Stufen" voneinander trennen.
Sie können auch durch Unterwassertore von einer Kammer in die nächste schwimmen. Auf halber Höhe der Leiter befindet sich eine große
Kammer, wo ihre Größe und ihr Geschlecht festgestellt werden kann. Dort werden jedes Jahr eine Anzahl von Lachsen entnommen für die
Zucht in der Whitehorse Rapids Fischaufzuchtanstalt. Die Lachse, die diese Fischleiter erreichen, sind einzigartig. Sie legen auf der längsten Lachswanderung der Welt knapp 3000 km von
der Mündung des Yukon bis zu ihren Laichgründen zurück. Wenn im Frühjahr die jungen Lachse den Fluss hinunterschwimmen, müssen sie
gegen eine ganze Reihe von Widersachern bestehen, die ihnen auf ihrem Weg begegnen: die Hechte im Marsh Lake und die Graylinge, Gänsesäger,
Möwen und Hechte im oberen Yukon River. Zu den natürlichen Hindernissen gesellt sich seit Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts der Whitehorse Rapids Damm.
Die Lachse schwimmen entweder durch die Turbinen, über die Abflussrinne oder die Fischleiter. Man schätzt, dass zwischen 20 und 30 Prozent der
Lachse in den Turbinen getötet werden. Auf die Überlebenden wartet die lange und gefährliche Reise durch den Lake Laberge und den
Yukon River hinunter bis zu seiner Mündung.
Wenn sie auf dieser langen Strecke keinem Raubfisch oder Raubvogel zum Opfer gefallen sind, müssen sie vier Jahre im Meer vor
Killerwalen, Robben und Fischernetzen auf der Hut sein. Danach erkämpfen sie sich ihren gefährlichen Weg flussaufwärts vorbei an
Flussfischereien und größeren Raubtieren wie Bären, die am Ufer auf Beute lauern, zurück zur Fischleiter. Wissenschaftler glauben,
dass von fünftausend Lachseiern nur etwa sechs erwachsene Fische nach dieser anstrengenden Reise zu ihren Geburtsstätten zurückkehren. Einige der Rückkehrer sind alte Bekannte. Die Lachszuchtanstalt von Whitehorse entlässt alljährlich Tausende kleiner Lachse oberhalb
des Dammes in den Strom. Diese werden, bevor sie den natürlichen Kreislauf durchlaufen, markiert mit einem winzigen Anhänger und
indem ihnen eine Ecke der Rückenflosse abgeschnitten wird. Die auffallende Flosse kennzeichnet sie als Zuchtlachs, der Anhänger zeigt,
in welchem Gewässer sie freigesetzt wurden. Jeden Sommer werden etwa 30 Prozent der Rückkehrer an der Fischleiter bei Whitehorse als Brutpaare für die Zuchtstation
entnommen. Dabei wird streng darauf geachtet, dass nur Lachse ausgewählt werden, die nicht aus Zuchtanlagen stammen. Deren Eier werden
aufgeteilt und von verschiedenen männlichen Lachsen befruchtet. So wird die Widerstandskraft der Zuchtlachse um ein Vielfaches erhöht.
Dieses Programm scheint erfolgreich zu sein, denn in den letzten Jahren stieg die Zahl der zurückkehrenden Lachse ständig an. Im Jahr
2003 erreichten 3000 Lachse die Fischleiter. Im Vergleich dazu: 1994 betrug die Zahl der Rückkehrer 1500+, 1995 waren es 2100+.
Wildlife Viewing in the Whitehorse Area (pdf.Format)
http://www.travelworldonline.de/lachsleiterwhitehorse.html |
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