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Erste Chinesen
Chinesische Fischer
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Robert Louis Stevenson
Das chinesische Dorf
Zunehmende Diskriminierung der Chinesen
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Geschichte Kalifornien
Man weiß, dass Chinesen bereits vor 3 000 Jahren die kalifornische Küste mit ihren Dschunken erreichten, indem sie den Japanstrom nutzten, der sie mit der erstaunlichen Geschwindigkeit von 75 bis 100 Meilen pro Tag vorwärtstrieb.
Nach der Entdeckung durch Engländer und Spanier wurden immer wieder treibende Dschunken in den kalifornischen Gewässern gesichtet und in den Schiffslogbüchern vermerkt. 1774 traf Juan Bautista de Anza ein "seltsames" Schiff in den Küstengewässern an, und 1814 berichtete ein Kapitän Adams davon, ein ruderloses Boot in der Nähe der Küste gesehen zu haben, dessen Beschreibung auf eine chinesische Dschunke zutrifft. Ab und zu findet man chinesische Artefakte in archäologischen Ausgrabungen aus prähistorischer Zeit. Die ältesten derartigen Fundstücke sind wahrscheinlich chinesische Münzen und ein Elfenbeinfächer mit einem Alter von etwa 3 000 Jahren.
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Chinesen waren die ersten, die das reiche Meeresleben der Monterey Bay nutzten. Bereits in den 1850er Jahren machte dies Monterey zu einem der erfolgreichsten Fischerhäfen Kaliforniens.
Die ersten Chinesen ließen sich wahrscheinlich am Point Lobos nieder, einige Meilen südlich der Cannery Row. Dieser ersten Siedlung folgten bald andere in der Umgebung Montereys.
Um 1853 lebten zwischen 500 und 600 chinesische Fischer in der Region. Sie begannen zunächst Abalonemuscheln zu sammeln und fischten bald Kabeljau, Heilbutt, Flunder, Sardinen, Tintenfisch und Hai. Außerdem ernteten sie Austern und Muscheln. Ganze Familien stellten Fischfallen her, spannen Netze und bauten Reusen.
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Um 1900 wurden täglich zwischen 200 und 800 Pfund Fisch zum Fischmarkt in der Clay Street von San Francisco geschickt. Die Chinesen stellten auch Trockenfisch her, verkauften das Fleisch der Abalonemuscheln und Haiflossen. Einen Teil davon vermarkteten sie in den Bergwerken der Sierra Nevada, ein Großteil davon aber ging direkt in die Heimatprovinz der Einwanderer, nach Kanton in China.
Ein typischer Anblick in der Cannery Row von damals waren die großen seetüchtigen chinesischen Dschunken mit ihren Lateinersegeln, die auf ihrer Fahrt von China orientalische Waren mitbrachten und Trockenfisch wieder mitnahmen, der dort als Nahrungsmittel und Dünger verwendet wurde.
Die chinesische Fischerei war so erfolgreich, dass es Ende des 19. Jahrhunderts zu Auseinandersetzungen mit italienisch-amerikanischen Fischern kam, die zu verstärkten Spannungen mit den Chinesen führten.
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Robert Louis Stevenson war fasziniert von den chinesischen Fischern und Händlern:
"...die Boote, die in den Hafen einfahren, sehen seltsam und fremdländisch aus; und wenn man in das Dorf kommt, fallen sofort die Trachten und Gesichter auf, die der eigenen Vorstellung fremd sind. Die Räucherstäbchen brennen, Opiumpfeifen werden geraucht; die Böden sind übersät mit Streifen bunten Papiers - Gebete, die irgendwie ihr Ziel verpasst haben - und ein Mann führt seinen aufrechten Stift von rechts nach links über das Papier, auf das er die Neuigkeiten aus Monterey ans Himmlische Reich China schickt."
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Man konnte das chinesische Dorf gewöhnlich riechen, bevor man es sah, denn Pfähle und Seile waren mit trocknenden Fischen behangen, während Tintenfische auf den Feldern ausgelegt wurden.
1906 brannte das gesamte ursprüngliche Chinesendorf Monterey nieder und ein neues Dorf wurde errichtet. Dort wurde eine Opiumhöhle eingerichtet, die offen betrieben wurde und von den örtlichen Behörden toleriert wurde. Darin lagen die Süchtigen auf traditionellen Bankreihen und zogen an den langhalsigen Opiumpfeifen, die man für zehn Cent füllen konnte.
Am exotischsten war vielleicht das chinesische Neujahrsfest, bei dem Papierdrachen bei Paraden durch den Ort getragen wurden, begleitet vom Krachen von Feuerwerkskörpern und Festessen.
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Wachsende Konkurrenz um die Fischreserven verschärfte die Vorurteile gegenüber den Chinesen und führte zu Gesetzen, die ihnen immer mehr Rechte nahmen. Chinesen wurden mit Misstrauen betrachtet von den neu ins Land gekommenen Amerikanern. Der Wettbewerb zwischen chinesischen und vor allem italienischstämmigen Fischern verstärkte sich zunehmend, bis die Chinesen nur noch nachts fischen konnten und ihren Fang nur noch schwer verkaufen konnten.
Die Stimmung im Ort wandte sich immer stärker gegen die Chinesen, bis 1906 ein Brand in deren Dorf ausbrach, dessen Ursache nicht geklärt wurde. Es wurde zwar ein neues Dorf gebaut, aber die chinesische Fischerei erreichte nie mehr den Status, den sie einmal hatte. Die Nachkommen der chinesischen Fischer begannen sich in den Konservenfabriken der Cannery Row Arbeit zu suchen.
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Chinese Start Monterey Fishing Industry
Geschichte Montereys
Geneva Hamilton, Where the Highway Ends - Cambria, San Simeon and the Ranchos, San Luis Obispo 1974
Cannery Row Historic Newspaper, Winter/Spring 1995-1996
Lydon, Sandy, Chinese Gold: The Chinese in the Monterey Bay Region, Capitola 1985
http://www.travelworldonline.de/montereychinesischefischerei.html