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Monterey Geschichte - Geschichtsüberblick zu Favoriten hinzufügen
Gründung Montereys
Amerikanische Präsenz
Entwicklung Montereys
Robert Louis Stevenson
John Steinbeck und die Cannery Row
Das Militär in Monterey
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Literatur
Geschichte Kalifornien
1769 passierte Don Gaspar de Portola die Gegend auf der Suche nach der Bucht von San Francisco. Er stellte zwei hölzerne Kreuze auf den Hügeln hinter Monterey auf und kehrte nach San Diego zurück. Der Missionar Junipero Serra hörte von Portolas Entdeckung und war sicher, dass dieser die Bucht gefunden hatte, die Vizcaino über eineinhalb Jahrhunderte vorher so begeistert beschrieben hatte.
Im März 1770 marschierte Portola wieder nach Norden, während Pater Serra auf einem Schiff in Richtung Norden fuhr. Als er in Monterey ankam, hisste Portola die Flagge König Karls III., warf Steine in die Luft und zog etwas Gras heraus. Damit nahm er das Land nach der spanischen Sitte in Besitz.
Pater Serra baute die Mission San Carlos Borromeo im heutigen Carmel, während Portola das Presidio errichtete. Die Mission war die zweite und bald auch die wichtigste der 21 kalifornischen Missionen, von der aus alle anderen verwaltet wurden. Von hier aus wurden weitere Expeditionen in das spanische Territorium unternommen. Ende des 18. Jahrhunderts kamen die ersten britischen und amerikanischen Schiffe zu kurzen Besuchen nach Monterey.
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1842 stellten Amerikaner Mexikos Herrschaft über Monterey zum ersten Mal in Frage, als Commodore Thomas Ap Catesby Jones in der Bucht landete und am Zollhaus hörte, dass die U.S.A. und Mexiko im Krieg miteinander lägen. Commodore Jones marschierte daraufhin zum Presidio und forderte die Insassen zur Kapitulation auf. Der Kommandant übergab die Kontrolle kampflos und die amerikanische Flagge wurde über dem Presidio aufgezogen, ohne dass ein Schuss gefallen war. Am nächsten Tag erfuhr Commodore Jones, dass er einer Falschmeldung gefolgt war, gab das Presidio zurück und entschuldigte sich. Monterey gehörte noch immer zu Mexiko.
Vier Jahre später jedoch kehrten die Amerikaner endgültig nach Monterey zurück. Commodore John Drake Sloat nahm Monterey widerstandslos ein und das gesamte Gebiet von Kalifornien fiel in amerikanische Hände. Es gab so wenig Widerstand von mexikanischer Seite, dass eine Gruppe von Californios, die von Sutters Fort aus losgezogen waren, um sich dem Widerstand gegen die amerikanische Machtübernahme anzuschließen, reumütig dorthin zurückkehrten, weil sie keine Front gefunden hatten, an der sie hätten kämpfen können. Der Goldrausch folgte, und Kalifornien wurde 1850 zum amerikanischen Bundesstaat mit Monterey als seiner ersten Hauptstadt.
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In den Folgejahren kaufte ein schottischer Unternehmer namens David Jacks Grund und Boden um Monterey auf. Er war einer der ersten Millionäre Kaliforniens und wollte Monterey zu einem wohlhabenden Badeort ausbauen. Er hatte wenig Freunde wegen seines Geschäftsgebarens, das viele Stadtbewohner als unehrlich betrachteten. Aber er schloss das vielleicht beste Geschäft seines Lebens mit den Eisenbahnbaronen Leland Stanford, Mark Hopkins, Collin P. Huntington und Charles Crocker ab. Er verkaufte einen Großteil seines Grundbesitzes auf der Halbinsel und eine Schmalspurbahn an diese Männer und verdiente dabei 5$ pro Morgen Land, für das er nur 12 Cents bezahlt hatte.
Stanford, Hopkins, Huntington und Crocker waren auch als die "Big Four" bekannt. Sie formten die Pacific Improvement Company, um ihren Besitz an der Southern und Central Pacific Railroad, an Städten, Nutzwäldern und Kohlebergwerken zu festigen. Die Großen Vier verwirklichten Jacks Plan, Monterey zu einem exklusiven Badeort auszubauen.
Das Monterey, das einmal ein schläfriges mexikanisches Dorf der Fischer, Farmer und Künstler gewesen war, verschwand. Mit dem Zusammenbruch des Walfangs stützte nur noch unbedeutender Handel die Wirtschaft des Ortes. Die Sardinenfischer und Farmer konnten nicht für ausreichend Bargeld sorgen.
Das Hotel, das die Großen Vier planten, sollte die Wirtschaft von Monterey wieder stützen. Das Hotel sollte Bahnkunden anlocken und Jobs für die örtlichen Bewohner in den Küchen, Ställen und Läden schaffen. Innerhalb von nur 100 Tagen wurde das Hotel Del Monte gebaut.
1880, 110 Jahre nach der Landung Junipero Serras, öffnete es seine Tore. Gäste reisten aus San Francisco mit dem "Lightning Express"-Zug über Watsonville an. Das Hotel gibt es heute nicht mehr, aber Monterey ist noch immer ein bekannter Badeort.
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In dieser Zeit (1879) kam ein 29-jähriger Schotte in Monterey an: mittellos, krank und in eine verheiratete Frau verliebt. Robert Louis Stevenson war auf der Suche nach Fanny Osbourne, die er zwei Jahre früher in Frankreich getroffen hatte. In den drei Monaten seines Aufenthalts schrieb er Artikel für örtliche Zeitungen und arbeitete in einem Restaurant, wo er Geschichten erzählte. 1880 heiratete er Fanny.
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Früher hieß die Straße Ocean View Avenue. Sie wurde später nach dem Titel von John Steinbecks Novelle Cannery Row ("Die Straße der Ölsardinen") umbenannt. In der Geschichte beschreibt er das Leben der Männer und Frauen, die in den Konservenfabriken dieser Gegend arbeiteten.
"Cannery Row ist mehr als nur eine Straße, es ist die Gegend der Ölsardinen und Konservenbüchsen, ist ein Gestank und ein Gedicht, ein Knirschen und Knarren, ein Leuchten und Tönen, ist eine schlechte Angewohnheit, mein Traum. Cannery Row - in Monterey, Kalifornien, zusammen - und auseinandergeschleudert - besteht aus Alteisen, Blech, Rost, Hobelspänen, aufgerissenem Pflaster, Baustellen von Unkraut und Kehrichthaufen, aus Fischkonservenfabriken in Wellblechschuppen, aus Wirtschaften, Hurenhäusern, Chinesenhütten, Laboratorien, Läden voll Kram, aus Lagerhäusern und faulen Fischen. Die Einwohner? Huren, Hurensöhne, Kuppler, Streuner und Spieler, mit einem Wort: Menschen; man könnte mit gleichem Respekt sagen: Heilige, Engel, Gläubige, Märtyrer - es kommt nur auf den Standpunkt an."
So beginnt Steinbecks Darstellung der Cannery Row. Während des Zweiten Weltkriegs war Monterey einer wichtigsten Ölsardinenlieferanten der Welt. 200000 t wurden pro Jahr konserviert. Durch Überfischung verschwanden die Fische jedoch nach 1945. Die Konservenfabriken wurden geschlossen und kamen herunter, bis sie in den 70er Jahren restauriert und zu Einkaufszentren und teuren Restaurants ausgebaut wurden.
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Das Presidio Montereys ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts Militärstützpunkt. Vor allem während des Zweiten Weltkriegs wurde es stark ausgebaut. Heute gibt es darin die größte Militär-Sprachenschule der Welt, das "Defense Language Institute", an dem 120 Fremdsprachen gelehrt werden. Deutsch steht dabei an dritter Stelle. Die Methoden der audiovisuellen Sprachlehre und des elektronischen Sprachlabors wurden hier zum ersten Mal angewendet.
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Küstenseefahrt in Kalifornien und die Entdeckung der Monterey Bay
Chinesische Fischerei bei Monterey
Monterey County Historical Society, Local History Website
Highway Nr. 1 - Big Sur
Bosley, Ferguson, Jensen, Sinclair, Kalifornien & Westküste USA, Berlin 1990
Egon Olessak, Kalifornien, München 1983
http://www.travelworldonline.de/montereygeschichte.html