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Die Moundbuilder - Prähistorische Indianer in Georgia, USA

Eiszeit
8000 - 1000 v. Chr.
1000 v. Chr. - 900 n. Chr. - Die Waldlandperiode
900 n. Chr. - 1550 n. Chr. - Die Mississippiperiode
Weiterführende Links
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Geschichte Georgia
Indianer

Eiszeit

Die prähistorische Wanderung der Ureinwohner Amerikas über den Kontinent kann nur noch an wenigen archäologischen Fundstücken nachvollzogen werden. Daher sind die Ursprünge der Indianerstämme des Südostens der Vereinigten Staaten von vielen Geheimnissen umgeben.

Die Wissenschaftler glauben, dass die amerikanischen Ureinwohner nach dem Ende der letzten Eiszeit über die Beringstraße in den Kontinent eingewandert sind, und dort zunächst von den Eismassen zurückgehalten wurden. Erst als sich ein Korridor öffnete, wanderten sie weiter in die südlichen Regionen des Erdteils und folgten dabei den Herden urzeitlicher Tiere, die ihre Hauptnahrungsquelle darstellten. Zeugen dafür sind die Steinwerkzeuge, die sie für die Jagd einsetzten, die Pfeil- und Speerspitzen, Stein- und Knochenschaber und Steinmesser.

Aus diesen wenigen Überresten folgern die Archäologen, dass diese frühzeitlichen Bewohner des Südostens der heutigen USA sich von der Jagd und dem Sammeln von Wildfrüchten und Beeren ernährten, wobei den Männern die Aufgabe der Jagd zufiel. Überreste von Jagdlagern auf Hügelkuppen oder an Wildpfaden in Tälern weisen darauf hin. Die Frauen beschäftigten sich mit dem Sammeln von Nüssen, Wildpflaumen und Beeren. Sie waren es, die wetterfeste Unterkünfte errichteten und Kleidung aus den Tierhäuten herstellten.
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8000 - 1000 v. Chr.

Um etwa 8000 vor Christus veränderte sich das Klima. Die urzeitlichen Tiere der Eiszeit wie das Mastodon und anderes Großwild verschwanden und kleinere Tierarten wurden zur Beute der Ureinwohner. Ihre Werkzeuge weisen auf diese Entwicklung hin. Ergänzt wurde die Speisekarte mit Nüssen verschiedener Art und Beeren, die im Herbst gesammelt wurden.

Zwischen 7000 und 3000 vor Christus tauchen größere Grabstätten auf, in denen diese Gruppen ihre Toten formal bestatteten. Meist bestehen diese aus flachen Gruben, in denen bis zu 40 Personen begraben wurden. Manche davon wurden auf natürlichen Erhebungen angelegt. Für andere wurden künstliche Hügel geschaffen. Die Art und Weise, wie die Toten in diesen Gräbern aufgefunden wurden, deutet auf eine Gesellschaft hin, in der alle Mitglieder gleichberechtigt waren. Ein Häuptlingstum scheint unbekannt gewesen zu sein.

Nach dieser Zeit änderte sich das Klima des Südostens erneut. Es wurde feuchter und die Natur lieferte üppigere Nahrungsquellen. Die Menschen begannen, sich länger an einem Ort aufzuhalten und sesshafter zu werden. Wenn überhaupt, dann unternahmen sie nur noch saisonale Wanderungen zu Orten, wo die Nahrungsmittel in größerem Maße vorhanden waren. Der Fischfang und die Vogeljagd scheinen eine zunehmende Rolle gespielt zu haben, wie an neuen Werkzeugen und Jagdwaffen zu erkennen ist. Die Bola, eine Steinschleuder für die Vogeljagd, und Angeln sowie Muscheln in den Lagerstätten deuten darauf hin.

Die wachsende Bevölkerung machte eine komplexere Organisation der Gesellschaft nötig, und es entstanden die ersten Formen von Stammesorganisationen.
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1000 v. Chr. - 900 n. Chr. - Die Waldlandperiode

Archäologisch lässt sich diese Periode der prähistorischen Entwicklung der Indianerstämme des Südostens am besten am Auftauchen von Töpferwaren erkennen. Ackerbau war eine der wichtigsten Neuerungen in jenen Jahrhunderten. Kultiviert wurden verschiedene Pflanzen wie Kürbis und Sonnenblumen sowie Grasarten, die heute als Unkraut gelten, von den Ureinwohnern aber als nahrhaft angesehen wurden.

Handel scheint ebenfalls eine Rolle gespielt zu haben, da Güter aus fernen Regionen in den Fundstätten dieser Periode entdeckt werden, wie z.B. Kupfer aus dem Gebiet des Lake Superior oder Muscheln aus den Zonen um den Golf von Mexiko.

Eine auffällige Erscheinung der Waldlandperiode sind die Grabhügel oder Mounds, die auf eine komplexere Gesellschaftsform hinweisen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden diese Hügelgräber immer größer und eindrucksvoller. Exotische Handelswaren aus Kupfer, Silber und Muscheln wurden bedeutenden Personen als Grabbeigaben mitgegeben.

Nach 400 n. Chr. ebbte diese Entwicklung plötzlich ab. Gräber, Wohnbereiche und exotische Produkte verschwanden zusehends.
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900 n. Chr. - 1550 n. Chr. - Die Mississippiperiode

Zwischen 800 und 900 nach Christus nehmen die Einflüsse aus den Mississippiregionen auf die Indianer des mittleren Südostens zu, die sich zu einem Höhepunkt zwischen 1200 und 1500 steigern.

Mais wurde als neue Nahrungsquelle eingeführt. Durch ausreichende Versorgung mit Mais, Bohnen und Kürbis konnten Lebensmittellager angelegt werden. Neue Jagdwaffen waren Pfeil und Bogen, die das Jagdglück erheblich erhöhten. Gebrauchsgegenstände wurden verfeinert - so konnten beispielsweise widerstandsfähigere Koch- und Essutensilien hergestellt werden in vielen verschiedenen Formen. Zu verdanken waren diese Neuerungen vor allem wachsenden Handelsbeziehungen mit den Bewohnern des Mississippiraums.

Die Siedlungen dieser Zeit konzentrierten sich in den fruchtbaren Schwemmlandregionen entlang großer Flüsse, wo die Böden den Anbau von Mais, Bohnen und Kürbissen erleichterten. Fischfang und Jagd sowie das Sammeln von Wildfrüchten und Beeren erweiterten den Speisezettel der Menschen der Zeit.

Nun konnten sie sich in größeren Ortschaften ansiedeln, die zu Zentren des Stammeslebens und der religiösen Zeremonien wurden. Die Wohnhäuser waren um einen zentralen Platz gruppiert. Ein bis zwei große abgeflachte Hügel sind typisch für solche Orte. Darauf befanden sich vielleicht religiöse Kultplätze oder die Häuser einflussreicher Mitglieder des Dorfes. Priester und Häuptlinge haben das Leben der anderen Gemeinschaftsmitglieder bestimmt. Kriege scheinen eine Rolle gespielt zu haben, da größere Hügel häufig Verteidigungsanlagen besitzen.

Die Nahrungsmittelüberschüsse waren so groß, dass sie in zentralen Lagern gesammelt werden konnten und von dort für verschiedene Zwecke verwendet wurden. Einmal dienten sie als Notrationen für schlechte Zeiten. Zum anderen tauchten Handwerksspezialisten auf, die sich mit bestimmten Materialien beschäftigten wie Holz, Töpferwaren, Stein oder Muscheln. Weitere Überschüsse wurden für Feste verwendet.

Um 1250 war es üblich, dass sich Farmen um palisadengeschützte Zeremonialzentren verteilten. Gegen Ende dieser Periode wurden wertvolle Gegenstände mit führenden Personen des Stammes begraben. Das deutet auf die große Bedeutung dieses Personenkreises in der Gesellschaft jener Zeit hin. Kriege wurden untereinander ausgetragen - wahrscheinlich um sich die besten Anbauregionen zu sichern.

Als Mitte des 16. Jahrhunderts die Spanier im Südosten der heutigen USA ankamen, war dieses Gebiet fast menschenleer. Früher gingen die Wissenschaftler davon aus, dass eingeschleppte europäische Krankheiten für diesen Umstand verantwortlich waren. Aber Radiokarbonmessungen haben bewiesen, dass die Bevölkerung der Region bereits mehr als einhundert Jahre vor Ankunft der Europäer drastisch zurückgegangen war. Warum, ist bis heute ein ungelöstes Rätsel.
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Weiterführende Links:

The Paleoindian Period (ca. 13,000 B.C.to 7,900 B.C.) (engl.)
Department of Anthropology, University of Memphis, Prehistory of the Mid-South (engl.)
The Archaic Period (ca. 8000 B.C. - 1000 B.C.) (engl.)
The Woodland Period (ca. 2000 B.C.- A.D. 1000) (engl.)
Ocmulgee National Monument (Mississippiperiode) (engl.)
The National Park Service: Ancient Architects of the Mississippi (engl.)
The Moundbuilders (engl.)
The Mississippian and Late Prehistoric Period (A.D. 900 - 1700) (engl.)
Ruckers Bottom Mississippian Village (Ölgemälde)
Lower Mississippi Delta Mound Complex
Art of the Moundbuilders (engl.)

Weiterführende Literatur:

In Partnerschaft mit Amazon.com
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http://www.travelworldonline.de/moundbuilders.html

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