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Die Revolte von Sir Cahir O'Doherty

Fehden zwischen irischen Anführern

Heute denkt man leicht, dass die Iren schon immer gegen die englischen Herren gekämpft haben. Dem war nicht so. Es kam häufig vor, dass irische Grundherren miteinander rivalisierten und dafür englische Unterstützung suchten.

So war es auch im Falle der O'Dohertys von der Halbinsel Inishowen im Norden Irlands. John O'Doherty führte Ende des 16. Jahrhunderts eine der mächtigsten Familien dieser Region an und wollte sichergehen, dass sein Besitz nach seinem Tod an seinen Sohn überging. Die traditionellen Gesetze Irlands verlangten, dass darüber innerhalb der Familie abgestimmt wurde. Dies umging er, indem er seine Ländereien Königin Elisabeth I. übergab, die sie ihm prompt wieder übertrug. Er wurde zum Ritter geschlagen und erhielt nach englischem Recht die Zusicherung, dass sein Sohn direkter Erbe seines Besitzes wurde.

1595 rebellierte Irland und im Laufe dieser Auseinandersetzungen wurde John O'Doherty dazu gezwungen, sich gegen die Engländer zu stellen, da man seinen Sohn entführt hatte. Er fiel bei den Kämpfen und sein Bruder wurde zu seinem Nachfolger ernannt. Sein Sohn Cahir und dessen Anhänger wandten sich daraufhin an den englischen Gouverneur, um sein Erbrecht durchzusetzen. Dieser genehmigte dies, und es kam zu einer kurzen Periode des Friedens.
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Englische Fehlentscheidungen

Die Ruhe sollte nicht lange andauern. Sir Cahir erfuhr, dass der beste Teil seiner Ländereien, der wertvolle Fischereirechte beinhaltete, einem verdienten englischen Soldaten verliehen werden sollte. Er protestierte bei den zuständigen Stellen dagegen.

Sir George Pawlet, der neue Gouverneur, war ihm nicht mehr so wohlgesonnen wie sein Vorgänger und beschuldigte O'Doherty, eine Rebellion gegen die Engländer anzustiften. Diese ungerechtfertigte Behauptung und die Angst, seine Ländereien zu verlieren führten dazu, dass O'Doherty tatsächlich darüber nachdachte, zu rebellieren. Ungeschicktes Verhalten des Gouverneurs brachte das Fass schließlich zum Überlaufen, und am 18. April 1608 begann O'Doherty mit seinen Anhängern eine bewaffnete Revolte. Am selben Tag trafen Anweisungen des Königs ein, dass er sein Land zurückerhalten sollte, aber es war bereits zu spät.
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Die Revolte der O'Dohertys

Die Angreifer besetzten Culmore Fort und marschierten weiter nach Derry, wo sie den Gouverneur töteten. Sie eroberten die beiden Festungen der Stadt und brannten diese am folgenden Tag nieder. Der Plan war, mit Unterstützung des Anführers der O'Donnells Lifford zu erobern. Dieser jedoch paktierte mit den Engländern.

O'Doherty nahm Doe Castle ein, eine der großen Festungen im Norden Irlands, indem er dessen Bewohner mit einer List davon überzeugte, dass Wölfe ihr Vieh angriffen. Als die Wächter herauskamen, um die Tiere zu schützen, wurden sie getötet und die Burg wurde eingenommen. O'Doherty zog weiter, um Lifford selbst zu erobern, entschied dann aber, dass dies zu schwierig war.

In der Zwischenzeit waren englische Truppen ungehindert nach Norden gezogen, hatten festgestellt, dass Derry völlig zerstört war und zogen weiter zum Culmore Fort, wo ein Verbündeter O'Dohertys gewarnt wurde und mit soviel Munition und Beute wie möglich über das Wasser floh. Die Engländer marschierten weiter zu O'Dohertys Burg und zerstörten diese.

O'Doherty zog sich zurück in die Region von Lough Veagh, die damals noch stark bewaldet war. In den Wäldern fand er Schutz. Von dort aus unternahm er einen Angriff auf Kincard und zerstörte die Stadt, während gleichzeitig die Engländer systematisch alle Hochburgen niedermachten, in denen O'Doherty hätte Unterstützung finden können.

Nahe Kilmacrenan trafen die beiden Gruppen schließlich aufeinander. Beim Kampf wurde Sir Cahir getötet und sein Kopf wurde nach Dublin gebracht, wo er am Schloss von Dublin als abschreckendes Beispiel gezeigt wurde.
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Niederschlagung des Widerstands

Seine Anhänger wurden einige Tage später gefangen genommen. Die Sieger erhielten stattliche Summen als Belohnung für ihren Sieg. O'Donnell, der sich geweigert hatte, die Rebellen zu unterstützen, wurde vor Gericht gestellt. Da sich aber keine Geschworenen fanden, die ihn nach damaligem Recht hätten verurteilen können, wurde er in den Tower von London gesteckt, wo er ohne Gerichtsurteil bis zu seinem Tod im Jahr 1626 blieb.
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Literatur

http://www.travelworldonline.de/odohertyrevolte.html

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