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Rodeoreiten in Kanada und USA zu Favoriten hinzufügen



Rodeos

Der Roundup

Roundups waren die wichtigste Arbeit für den Cowboy des Wilden Westens. Sie fanden zweimal pro Jahr statt: im Frühjahr, wenn die neugeborenen Kälber gekennzeichnet wurden, und im Herbst, um die Tiere von der Hauptherde zu trennen, die auf dem Markt verkauft werden sollten.

Dabei mussten die Cowboys ihre Fähigkeiten beweisen. Die Herden wurden zusammengetrieben, einzelne Tiere mussten ausgesondert werden, Wenn die Kälber sofort nach dem Aussortieren gebrandmarkt werden sollten, fing ein Cowboy das Kalb um den Kopf mit dem Lasso ein und ein anderer warf sein Lasso um einen Hinterfuß. Mit dem Seil band er dem Tier die Hinterbeine zusammen, rang es auf den Boden und brannte ihm das Zeichen seiner Mutter ein.

Alle diese Aufgaben verlangten große Geschicklichkeit von Reiter und Pferd, die auch in Wettkämpfen gemessen wurden, aus denen sich schließlich das Rodeo entwickelte.
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Rodeo

Heute werden die Fähigkeiten der Cowboys in Rodeos zur Schau gestellt, eine für den Westen Kanadas und der USA typische Sportart. In zahlreichen kleinen Orten dieser Regionen gibt es alljährlich solche Veranstaltungen. Williams Lake in British Columbia und Calgary in Alberta sind kanadische Hochburgen des Rodeo. Wenn in Calgary jeder Bewohner mit weißem Cowboyhut zur Arbeit im Büro kommt, ist es wieder soweit: Zeit für die Calgary Stampede. In Cody, Montana, gibt es sogar eine regelrechte Rodeosaison, während der regelmäßig diese Wettbewerbe ausgetragen werden.

Mut müssen dabei nicht nur die Cowboys auf ihren wertvollen Quarterhorses, sondern auch die für ihre Sicherheit sorgenden Rodeo Clowns mitbringen. Es ist sicherlich nicht einfach, einem bockenden Bullen gegenüberzustehen, der nichts anderes im Sinn hat, als der ungewohnten Situation zu entkommen.

Ähnlich wie beim Stierkampf im Mittelmeerraum handelt es sich beim Rodeo um eine Mutprobe, die aber im Gegensatz zum europäischen Mannbarkeitsritual aus einer praktischen Tätigkeit entstanden ist - dem Umgang mit Rindern in den Weiten des amerikanischen Kontinents.

Wie beim Stierkampf erhitzen sich die Gemüter über bestimmte Gepflogenheiten im Umgang mit den Tieren. Dies ist nicht Gegenstand dieses Artikels. Ob Rodeos einen Besuch wert sind, muß jeder für sich entscheiden. Hier soll allein über die Hintergründe der Entwicklung dieser typisch amerikanisch- kanadischen Sportart und ihre Regeln berichtet werden.
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Rodeopferde

Broncos sind keine angenehmen Zeitgenossen. Sie bocken und dulden nur ungern Reiter auf ihrem Rücken, wobei sie versuchen, diese so schnell wie möglich abzuwerfen. Dabei hilft ein sehr eng geschnallter Gurt um ihren Hinterleib nach. Sie werden speziell für solche Veranstaltungen gezüchtet. Schon bei der Zuchtauswahl legt man besonderen Wert auf Bockigkeit und Widerspenstigkeit des Tiers. Dafür haben sie das Privileg, dass sie nur für einige Minuten im Jahr eingesetzt werden, durchschnittlich für etwa 50 Auftritte von maximal acht Sekunden auf den zahlreichen Rodeos in den Vereinigten Staaten und vor allem in Kanada.

Die zweite Art von Rodeopferden sind die sogenannten Quarterhorses, sehr wertvolle Tiere, bei deren Zucht vor allem auf den Gehorsam und die Lernfähigkeit des Zuchttieres geachtet wird. Sie werden eingesetzt, wenn es darum geht, auch ohne Reiter bestimmte Arbeitsgänge auszuführen, z.B. wenn Kälber mit dem Lasso gefesselt werden. Dann müssen sie wie angegossen stehenbleiben, um dem Cowboy dadurch zu helfen, dass sie an Ort und Stelle das Kalb halten, und dürfen sich erst wieder bewegen, wenn ihnen der Befehl dazu erteilt wird.
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Calgary Stampede und andere

Bei den modernen Rodeos, die heute in Kleinstädten des westlichen Kanada und der USA stattfinden, die aber auch Großveranstaltungen wie die Calgary Stampede sein können, geht es heute mehr um sportliche Ehre als um den Beweis der Geschicklichkeit für die Aufgaben, die Cowboys traditionell ausüben mussten. Viele junge Leute aus den Viehzuchtregionen der beiden Staaten wetteifern inzwischen darum, Bester in einer von sechs Disziplinen zu sein, und riskieren dabei oft Kopf und Kragen.
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Bareback Riding

Beim Reiten ohne Sattel, dem "Bareback Riding", muss der Reiter mindestens 8 Sekunden auf einem bockenden Pferd ohne Sattel sitzen. Dabei darf er sich mit nur einer Hand an einem Gürtel festhalten, während die andere frei in die Luft gestreckt werden muss und weder seinen Körper noch den des Pferdes berühren darf. Bewertet werden die Haltung des Reiters, das Temperament des Pferdes und die Zeit, die sich der Gebeutelte auf dem wild gewordenen Tier halten kann.

Überbeine an den Unterarmknochen der Reiter sind oft die Folge dieser extremen Belastungen.
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Stefan und Manfred Endres www.west-kanada.de © Copyright

Saddle Bronc Riding

Dieser Wettbewerb unterscheidet sich vom Bareback Riding dadurch, dass auf einem gesattelten Pferd um die Dauer des Ritts gekämpft wird. Der Reiter hält sich an einem Halfterstrick fest. Kandare und Trense werden nicht verwendet. Die Bewertungskriterien entsprechen denen beim Bareback Riding.
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Bull Riding

Wagemutiger noch müssen die Reiter sein, die sich in diesem Wettkampf messen. Sie bekommen es mit aggressiven Brahmanbullen zu tun, auf denen sie ebenfalls 8 Sekunden ausharren müssen, um in die Qualifikation zu kommen.

Gefährlich wird es bei dieser Disziplin, wenn der Reiter abgeworfen wird, denn der Bulle wird den am Boden Liegenden sofort angreifen. Dann schreiten bereitstehende Rodeoclowns ein, die das Tier von seinem Opfer ablenken sollen.
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Steer Wrestling

Beim "Steer Wrestling", beim Ringen mit dem Stier, wirft sich ein Mann auf einen etwa 400 Pfund schweren Jungstier und versucht ihn an den Hörnern zu Boden zu ringen. Die Regel, dass der "Bulldogger" den Stier dabei in die Unterlippe beissen musste, ist inzwischen abgeschafft. Heute geht es um die Dauer des Wettkampfs.

Der Rekord bei der Calgary Stampede liegt bei 3,6 Sekunden.
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Calf Roping

Dies ist ein Geschicklichkeitswettbewerb von Pferd und Reiter. Der Teilnehmer versucht in Rekordzeit, ein fliehendes Kalb mit dem Lasso einzufangen, es niederzuwerfen und an drei Beinen zu fesseln.

Hier muss das beteiligte Pferd in dem Augenblick regungslos stehenbleiben, in dem der Reiter von ihm abspringt, um das Kalb zu binden. Zeiten unter acht Sekunden sind Weltbestleistungen.

Gute Quarterhorses, die für diesen Wettkampf eingesetzt werden, können 15000 Dollar und noch mehr kosten. Sie gehören den Cowboys, die an diesen Austragungen teilnehmen und müssen aus deren eigener Tasche finanziert werden. Selbst wenn die Wettkampfteilnehmer zu den Gewinnern gehören, müssen sie von diesen Geldern alle Ausgaben bestreiten - Krankenhauskosten, Versicherung, die Ausgaben für die Reise zum nächsten Rodeo, Futter für die Tiere, Meldegebühren, und alles, was sonst noch so anfällt.
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Chuckwagon Racing

"Küchenwagenrennen", die Chuckwagon Races, sind das seltsamste Spektakel eines Rodeo. Dies sind Wettrennen mit schwer lenkbaren, schweren Wagen, die zu Viehtriebszeiten mitgeführt wurden, um die Cowboys auf ihren oft langen Wegen mit Essen zu versorgen. Die Anforderungen an die Geschicklichkeit von Kutscher und Pferden sind in diesem Wettbewerb extrem.
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Moderne Rodeos

Auch wenn heutige Rodeos oft den Anstrich einer Kirmes haben, sind sie doch aus den traditionellen Aufgaben eines Berufes hervorgegangen, der mit dem "Wilden Westen" Amerikas und Kanadas untrennbar in Verbindung gebracht wird.

Die Wettbewerbe, die dabei ausgetragen werden, erinnern an diese Zeit und sind fast so etwas wie lebendige Geschichtspflege dieser beiden noch jungen Staaten. Wenn auch die Geschichte dieser Länder noch kurz ist, so hat sich daraus doch etwas Eigenständiges entwickelt, das man in dieser Form in kaum einem anderen Land der Welt findet.

Außerdem bereiten sie Spaß - dem Zuschauer wahrscheinlich mehr als dem Beteiligten, aber auch die müssen ihren Grund haben, warum sie sich diesen Torturen unterwerfen. Wer einmal die Gelegenheit hat, sich ein Rodeo anzusehen, sollte sich diese nicht entgehen lassen.
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Reisetipps für Cowboy- und Westernfreunde:

Ranchurlaub in der Chilcotin Region
Ranchurlaub in Kanada

Links und Literaturhinweise für weiterführende Recherchen:

Calgary City Guide
Rodeo Canada
Pro Rodeo

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Literatur:

http://www.travelworldonline.de/rodeousa.html

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