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Yukon Life
Die Schmetterlingswanderung

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...Tags drauf war der Butterfly Walk angesagt. Dabei fiel mir ein, dass ich ja so endlich mal die Tour vom Keno Hill über den Monument Hill, Faro Gulch, Wernecke Camp bis Keno City machen könnte. Um 14 Uhr trafen wir uns mit etwa 20 Leuten vor dem Museum, hauptsächlich Touris. Bruce vom Government erklärte allerhand über Schmetterlinge, obwohl er sich mehr mit Pflanzen auskannte, dem Schmetterlingsfachmann aber der Wagen zusammen gebrochen war. Witzig fand ich, dass er die Schmetterlinge mit dem Netz fängt, dann kühlt - weil sie dann nicht mehr fliegen können -, auf eine Pflanze setzt und schließlich fotografiert.

Ich wurde von einem Ehepaar aus Saskatchewan, das jetzt im zweiten Sommer den Campingplatz am Wasserflughafen in Mayo leitet, mitgenommen. Die ganze Kolonne stoppte etwa 300 Meter vor dem Gipfel des Keno Hill. Linkerhand liegt hier eine Art alpine Wiese, die wie für Schmetterlinge geschaffen ist. Da es allerdings windig war und die Sonne nicht schien saßen die Jungs und Mädels Schmetterling alle zu Hause vor dem Fernseher und guckten Fußball-WM. Bruce erklärt uns die verschiedenen Pflanzen, wir folgten ihm und traten sie dabei alle platt.

Die Patterson Range

Es ging weiter zum Gipfel, doch auch hier waren keine Schmetterlinge, so dass wieder Pflanzen erklärt wurden. Okay, der richtige Zeitpunkt um sich abzusetzen. Ich lief auf dem Silver Basin Trail an der alten Hütte vorbei und machte ein paar Abstecher, um ins Silver Basin-Tal zu gucken. Ich sah auch die Patterson Range, mit meinem Kumpel dem Mt. Patterson von der Kanutour auf Beaver und Stewart River im letzten Jahr. Am alten Dodge vorbei wanderte ich bis zur Felswand. Dort stöberte ich ein Schneehuhn auf. Dahinter musste ich den Faro Gulch runter klettern und mich anschließend bergab durch die Büsche schlagen. Ich sprang eben über den Bach und dann ging es wieder aufwärts. Schon nach kurzer Zeit fand ich den Weg und das Laufen wurde einfacher, dafür nahmen mich die Mücken aufs Korn. Ein paar Tropfen Muskol halfen dem ab.

Zwischendurch hatte ich eine schöne Aussicht auf Gambler, Ladue und Hanson Lakes sowie das McQuesten Valley und die Berge dahinter. Problemlos kam ich bis zum Wernecke Camp, wo ich nach meinen Berechnungen sogar wirklich landen sollte. Überraschung. In einem namenlosen Tümpel weit unterhalb sah ich drei Elche grasen. Auf dem Rückweg nach Keno City kam die Sonne noch raus und ich sah jede Menge Schmetterlinge. Leider war nun kein Fachmann mehr bei mir, der mir erklären konnte, was das für Typen waren. Nach insgesamt etwa fünf Stunden wandern erreichte ich Keno City.

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