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Küstenseefahrt in Kalifornien und
die Entdeckung der Monterey Bay

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Juan Rodriguez Cabrillo
Sir Francis Drake und andere
Die Manilagalleonen
Sebastian Viscaino
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Literatur

Geschichte Kalifornien

Schon 50 Jahre nach Christoph Columbus begann die europäische Erforschung der Westküste Nordamerikas. In den Jahren dazwischen hatten sich die Europäer in der Neuen Welt niedergelassen.

Alles, was über das Kalifornien vor 1769 bekannt ist, weiß man aus Berichten von sechs Expeditionen: Cabrillo von 1542-43, Drake 1579, Gali 1584, Cermeno 1595, Vizcaino 1602-1603, und Carreri 1696.

Juan Rodriguez Cabrillo

Die portugiesische Expedition unter Juan Rodriguez Cabrillo verließ Jalisco 1542 mit zwei Schiffen, legte am 28. September in der San Diego Bay an, und erreicht wegen stürmischen Wetters die Bucht von Monterey erst am 16. November. Damit ist Cabrillo der erste Europäer, der die Gegend von Monterey zu Gesicht bekommt.
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Sir Francis Drake

Francis Drake kam bei der zweiten Weltumsegelung 1578 ums Kap Horn in den Pazifik auf der Suche nach einer Asienroute und um spanische Schiffe zu überfallen. Er segelte die Golden Hind von Oaxaca aus nach Norden auf der Suche nach einem Seeweg nach Asien. Dabei passierte er die Bucht von Monterey und war weiter nördlich durch extrem kaltes Juniwetter gezwungen, sich dem Land zu nähern und sein Schiff zu reparieren. Die Stelle befand sich etwas nördlich des heutigen San Francisco. Das umliegende Land nahm er im Namen Königin Elisabeths I. in Besitz.
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Die Manilagalleonen

Zur gleichen Zeit erforschte Spanien den südostasiatischen Raum und suchte Handelsrouten dorthin. Es war die Epoche der Manilagalleonen. Das waren etwa 30 m lange Karavellen mit drei Masten mit Rahsegeln und vier Decks, auf denen die Waren verstaut wurden. Heimathafen der Galleonen war Acapulco. Zwischen den neuen Handelspartnern und der Pazifikküste wurden jedes Jahr Schiffe hin und her geschickt, auf die sich nach 1566 das Interesse der spanischen Krone konzentrierte, denn die Handelsgüter waren vor allem Silber und andere Luxusgüter, die sie nach Asien brachten, und Seide und Gewürze des Orients, die nach Neu-Spanien gebracht wurden. Die Erforschung der kalifornischen Küste wurde erst einmal verschoben.

Der Profit dieser Seefahrten war gewaltig. Die Hinreise nahm etwa zweieinhalb bis drei Monate in Anspruch. Schwieriger war die Rückfahrt. Hier folgte man dem Japanstrom, kam damit aber auch in stürmische Gewässer und in den Nebel an der kalifornischen Küste. Nicht selten brauchte man für die Rückfahrt sieben Monate. Die von den Philippinen zurückkehrenden Schiffe gelangten meist auf der Höhe Baja Californias wieder ans amerikanische Festland, suchten dort nach Wasser und drehten dann nach Süden ab. Dabei blieb Kalifornien meist unbeachtet.

Erst Francisco Gali, der 1584 von Macao über Japan zurückkehrte, gelangte viel weiter nach Norden, erreichte die kalifornische Küste, wahrscheinlich bei Cape Mendocino und segelte von dort aus an der Küste entlang nach Mexiko. Vermutlich war er nicht der erste, der das mit einer Manilagalleone getan hatte.
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Sebastian Vizcaino

1602 brach Sebastian Vizcaino mit vier Schiffen zu einer Fahrt entlang der kalifornischen Küste auf. Eines der Schiffe mussten sie bald nach der Abfahrt aufgeben. Vizcaino war der Erste, der am 17. Dezember 1602 in der Bucht von Monterey an Land ging und der Region den Namen gab. Er benannte sie nach Don Gaspqr de Zuniga y Acevedo, Graf von Monte Rey und Vizekönig von Neuspanien, der die Expedition ausgeschickt hatte. Sie errichteten hier ihr Kirchenzelt unter einer Eiche, deren Zweige das Wasser erreichten, und die sich zwanzig Schritte von einer Süßwasserquelle entfernt befand. Die meisten Seeleute litten bereits an Skorbut, viele waren schwer krank und 16 waren bereits gestorben.

Am 29. Dezember schickte man die Kranken mit einem der Schiffe zurück nach Acapulco. Nur neun von den Männern an Bord sollten diese Fahrt überleben. Die beiden letzten Schiffe segelten von Monterey aus weiter nach Norden, wo sie endgültig voneinander getrennt wurden. Beide jedoch kehrten zurück nach Mexiko. Die San Diego gelangte bis zum Cape Mendocino und kehrte von da aus zurück nach Mazatlan. Die Tres Reyes erreichte wahrscheinlich das südliche Oregon und drehte dort um, weil die Besatzung krank war. Nur fünf Mitglieder der Crew überlebten diese Fahrt.

Vizcaino hat auf seiner Fahrt nichts Neues entdeckt, dafür aber die Küste Kaliforniens genau kartografiert. Seine Beschreibung der Bucht von Monterey war begeistert, aber die spanische Krone war nicht daran interessiert. In den nächsten 166 Jahren wurde die kalifornische Küste von den verantwortlichen Kolonialherren ignoriert.
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Weiterführende Links

Monterey County Historical Society, Coastal Navigation and Exploration of the Monterey Bay Area
Monterey Geschichte



Weiterführende Literatur:

Egon Olessak, Kalifornien, München 1983

http://www.travelworldonline.de/seefahrtmontereybay.html

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