Gutes Essen, Wein und die Mosel – das Leben genießen in Luxemburg

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Sektflasche
Sektflasche in den Caves St. Martin in Remich

 

Drei Tipps, wie man das Leben in Luxemburg genießen kann, haben wir auf unserer Fahrt durch das Land entdeckt. Was gibt es Besseres als gutes Essen, Wein und einen romantischen Fluss wie die Mosel, um das Leben zu genießen? Entlang der Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg finden wir das alles. Nach unserem Besuch im spektakulär gelegenen Schloss Vianden in den Luxemburger Ardennen fahren wir einige Kilometer nach Süden in einen kleinen Ort namens Wallendorf-Pont, der nur durch eine Brücke von Deutschland getrennt ist.

 

Forelle
Forelle im Restaurant Dimmer in Wallendorf-Pont

Gutes Essen im Landhotel

Das Restaurant Dimmer liegt am Ufer des kleinen Grenzflusses, der Sauer, die hier die beiden Länder voneinander trennt. Als wir dort ankommen, ist das Restaurant noch fast leer. Das ändert sich jedoch schnell, je weiter die Mittagszeit fortschreitet. Offenbar ist das Restaurant in der Gegend recht bekannt, denn obwohl wir an einem Dienstag hier sind, ist es bald bis auf den letzten Platz gefüllt, und auf der Terrasse ist ebenfalls kein Platz mehr zu finden. „Ein gutes Zeichen, was die Qualität des Essens anbelangt“, denke ich bei mir und sowohl Petar als auch ich lassen uns unsere Forelle und unseren Lachs schmecken, die beide hervorragend zubereitet sind. Das einzige, was wir bedauern, ist, dass die Bedienung durch die vielen Gäste so überfordert ist, dass wir keine Nachspeise mehr bestellen können, weil bereits der nächste Termin auf uns wartet. Hier hätten wir gern noch ein Dessert gekostet.

 

Lachs mit Spargel
Lachs mit Spargel im Restaurant Dimmer in Wallendorf-Pont
Sandy Rischette
Auch unserer Begleiterin Sandy schmeckt das Essen im Restaurant Dimmer

 

Restaurant und Hotel Dimmer
Grenzwee, 2-4
L-9392 Wallendorf-Pont
Tel. +352 83 62 29
Hier könnt Ihr auch übernachten:
nähere Informationen, aktuelle Verfügbarkeitsabfrage und bequeme Onlinebuchung*

 

Bootsfahrt
Eine Bootsfahrt auf der Mosel

Eine Bootsfahrt auf der Mosel

Wir setzen unsere Fahrt durch das hübsche Tal der Sauer fort und passieren kleine mittelalterliche Ortschaften, die dazu einladen, sie näher zu erkunden. Unser Ziel liegt weiter im Süden im Tal der Mosel. Auch der Ort Remich ist nur durch einen Fluss von Deutschland getrennt, nur dass es sich diesmal um die Mosel handelt. Er liegt – wie kann es an der Mosel anders sein? – umgeben von Weinbergen, zwischen denen die Mosel, die wir in diesem Jahr bereits auf der deutschen Seite bei Alf näher kennengelernt haben, ruhig dahin fließt. Ein perfekter Ort für Genießer, sollte man meinen, oder? Und was gibt es Schöneres, als einen solchen Fluss und seine Umgebung mit dem Boot zu erkunden? Daher gehen wir an Bord eines der Ausflugsboote, die von Remich aus die Mosel auf- und abfahren, um den Fluss und das Weinanbaugebiet zu sehen. Die Hänge des Moseltals eignen sich besonders gut für den Weinanbau. Kein Wunder also, dass diese Region als Weinanbaugebiet ein internationales Renommee genießt.

 

Weinberge
Weinberge an der Mosel in Luxemburg
Spass
Spass an der Mosel
Remich
Fast mediterran wirkt die Bootsanlegestelle von Remich in Luxemburg

 

Unser Boot steuert zunächst eine Viertelstunde lang in die eine Richtung von Remich aus, dreht dann um, und wiederholt das Ganze in die andere Richtung. Auf der ersten Hälfte der Tour passieren wir Weinberge, die sich unweit des Flusses erheben. Am Ufer können wir Sonnenanbeter dabei beobachten, wie sie den warmen Frühsommertag an ihren Badebuchten genießen, die es an diesem Teil der Mosel immer wieder gibt. Andere suchen sich ein schattiges Plätzchen unter hohen Laubbäumen, um etwas Abkühlung von der heiß vom Himmel strahlenden Sonne zu finden. Wieder andere stürzen sich gleich ins kühle Nass zum Schwimmen oder verfolgen unser Boot mit ihren Yachten oder anderen rasanten Wasserfahrzeugen. Dazwischen passieren wir immer wieder ruhigere Stellen, an denen sich die Häuser und Bäume entlang des Ufers im glatten Wasser der Mosel spiegeln.

Die zweite Hälfte unserer Bootsfahrt führt uns unter der Brücke zwischen Remich und der deutschen Seite hindurch und vorbei an einer ganzen Reihe von Weingütern, die mit gepflegten Villen und schönen Weinstuben zum Verweilen einladen. Den zweiten Teil unserer Moseltour hätte ich gerne noch fortgesetzt, aber auch hier drehte das Boot nach einer Viertelstunde wieder um und brachte uns zurück an die Bootsanlegestelle in Remich.

 

Caves St. Martin
In den Caves St. Martin in Remich in Luxemburg

Wein aus den Höhlen von Caves St. Martin

Was wäre eine Genießertour durchs Moseltal ohne Weinprobe? Das sagen wir uns und besuchen ein ganz besonderes Weingut: die Caves St. Martin in Remich. Die Gründer dieses Weinguts erkannten Anfang des 20. Jahrhunderts, dass sich der Felsen südlich von Remich hervorragend für den Ausbau von Schaumweinen, den Luxemburger Crémants, eignet und legten ein etwa ein Kilometer langes Tunnelsystem in diesem Felsen an. Darin reifen bis heute die hervorragenden Weine der Caves St. Martin in den kühlen Temperaturen der unterirdischen Gänge heran, die nach der traditionellen Methode hergestellt werden, die vor Jahrhunderten der Benediktinermönch Dom Pérignon entwickelt hatte. Bis zu 50.000 Flaschen müssen in diesen Kellern Jahr für Jahr von den Kellermeistern per Hand gedreht werden, um die hauseigenen Schaumweine Brut, Demi-Sec und Rosé-Brut zu kreieren.

 

Caves St. Martin
Die Caves St. Martin in Remich, Luxemburg

 

Wir treffen uns mit der Besitzerin der Caves St. Martin, und sie führt uns durch die kühlen Gänge. Sie zeigt uns die Betontanks, in denen die regionalen Hausweine heranreifen und die Metalltanks, die den Spitzenprodukten des Weinguts vorbehalten sind. Auf unserem Rundgang zeigt sie uns Flaschen, in denen wir die Hefe sehen können, die sich im Laufe des Reifeprozesses im schräg gestellten Flaschenhals ansammelt, und wir sehen, wie man die Weine früher mühsam mit Hand abgefüllt und verkorkt hat. „Diese Arbeit übernehmen heute entsprechende Maschinen“, erklärt sie uns. „Eingefroren wird der Hals der Flasche aber noch heute. Erst dann kann man die Hefe gänzlich entfernen. Und womit wir die Flaschen dann auffüllen, das bleibt unser Geheimnis“, lacht sie verschmitzt, während sie uns die Crémants des Weinguts kosten lässt. Dass der Geschmack von Wein nicht immer vom Preis abhängt, zeigt sich in diesem Fall: mir schmeckt der preisgünstigere Crémant St. Martin Brut viel besser als der teure Rosé Brut. Das bestätigt wieder einmal, dass Weingenuss Geschmackssache ist, denn auch unsere Begleiterin gibt zu, dass ihr der Brut besser schmeckt.

 

Edelstahltanks
In diesen Edelstahltanks reifen die Crémants der Caves St. Martin heran
Hefe im Flaschenhals
Im Flaschenhals sammelt sich die Hefe
Abfüllanlage
Früher hat man mit dieser Anlage die Flaschen abgefüllt
Pinot Noir
Der Pinot Noir aus dem Weingut St. Martin

 

Wären wir allein auf Reisen gewesen, hätten wir uns sicher noch die Zeit genommen, um im Pavillon der Caves St. Martin die Weine des Guts bei einem guten Essen und mit Blick auf die friedlich vorbei fließende Mosel zu genießen. Da unser Aufenthalt in Luxemburg aber begrenzt war, machten wir uns von hier auf den Weg zurück in die nahe gelegene Hauptstadt.

Das Weingut Caves St. Martin findet Ihr hier:

Caves St. Martin
53, rte de Stadtbredimus
L-5570 Remich
Tel. +352 23 69 97 74

Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns bei Visit Luxembourg für die freundliche Einladung zu dieser Reise. Unsere Meinung bleibt unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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