Ostkanada Rundreise in 20 Bildern

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Ostkanada Rundreise Herbst in Kanada
Herbst in Kanada

 

Ostkanada ist eine Region, die sehr vielfältig ist. Hier gibt es die größten Städte des Landes ebenso wie kleine, idyllische Dörfer, in denen die Zeit still zu stehen scheint. In den tiefen Wäldern Ontarios und Quebecs kann man sich verlieren. An den Großen Seen fühlt man sich wie am Meer. Tausende von Inseln warten darauf, entdeckt zu werden. Der Sankt Lorenz Strom durchzieht wie eine Lebensader das Land vom Atlantik bis zum Lake Ontario. In den Atlantikprovinzen ist der Ozean nie weit entfernt und bestimmt das Leben der Menschen. Wir sind gerne und häufig in Ostkanada unterwegs und haben auf unseren Reisen viele schöne Orte entdeckt. Folgt uns auf einer Ostkanada Rundreise in 20 Bildern und verschafft Euch einen Einblick in die Schönheiten, die diese Region Kanadas zu bieten hat.

Ostkanada Rundreise in Bildern

Wir beginnen unsere Ostkanada Rundreise in Toronto in Ontario, wo wir vieles entdeckt haben, das eine Reise wert ist. Allein in Toronto kann man einen ganzen Urlaub verbringen. Die größte Stadt Kanadas bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, ist aber auch allein wegen ihrer Bewohner, die aus der ganzen Welt stammen, ein Erlebnis. Es gibt kaum eine Stadt auf der Welt, in der so viele Sprachen gesprochen werden wie in Toronto.

Altes Rathaus
Altes Rathaus in Toronto

 

Es dauert nur etwa eineinhalb Stunden, und man erreicht die Niagarafälle. Bei klarem Wetter kann man sie sogar vom CN Tower aus sehen. Die gewaltigen Wassermassen, die an dieser Stelle über die Niagaraböschung 60 Meter in die Tiefe stürzen, sind ein beeindruckendes Schauspiel, das man am besten von kanadischer Seite aus sieht.

 

Die Horseshoe Falls an den Niagarafällen
Die Horseshoe Falls an den Niagarafällen

 

Auf dem Rückweg lohnt sich ein Abstecher am Niagara River entlang in die Weinregion und nach Niagara-on-the-Lake, ein kleiner Ort am Ufer des Ontario Sees, in dem man noch die Vergangenheit spüren kann. Ein Besuch lohnt besonders in der Vor- und Nachsaison, wenn der Ort ruhiger ist und die Touristen des Sommers ihn nicht überrennen.

 

Whirlpool am Niagara River
Whirlpool am Niagara River

 

Von Niagara geht unsere Reise in die nördlichen Regionen Ontarios zur Georgian Bay, wo ein Rundflug über die 30000 Inseln die Schärenlandschaft am Ostende des Lake Huron besonders schön zeigt. Von dort fahren wir weiter nach Norden und kommen in die malerische Muskoka Region und in den Killarney Provinzpark, dessen Abgeschiedenheit ein ganz anderes Kanada zeigt: hier ist die Natur noch kaum berührt von Menschenhand und eine intensive Stille liegt über dem Land.

 

Morgenstimmung in Muskoka
Morgenstimmung in Muskoka

 

Wir setzen unsere Ostkanada Rundreise fort über Sudbury und Manitoulin Island und gelangen bei Tobermory auf die Bruce Halbinsel mit ihrem faszinierenden Unterwasser Nationalpark. Von dort geht die Reise weiter nach Penetanguishene und Midland in Ontario.

 

Historisches Segelschiff in Penetanguishine
Historisches Segelschiff in Penetanguishene

 

Sehenswert ist dort neben dem hübschen Hafen von Penetanguishene das Indianermuseum in Midland, in dem das Leben der Huronen gezeigt wird, wie es einst war. Wir reisen weiter durch den Algonquin Park nach Ottawa in die Hauptstadt Kanadas.

 

Parliament in Ottawa
Parliament in Ottawa

 

Ottawa bietet Museen von Weltrang, in denen man Tage zubringen kann. Die Stadt selbst ist überschaubar und besitzt Sehenswürdigkeiten, die sich gut zu Fuß erkunden lassen. Uns zieht es immer wieder nach Ottawa, weil hier im Jahresverlauf sehr interessante Veranstaltungen und Festivals stattfinden wie das Winterlude Ende Januar bis Anfang Februar, das Tulpen Festival im Frühjahr oder der Canada Day am 1. Juli, an dem Kanada seinen Nationalfeiertag begeht. Der wird nirgendwo so schön gefeiert wie in Ottawa.

 

Marche Bonsecours in Montreal
Marche Bonsecours in Montreal

 

Nächstes Ziel unserer Ostkanada Rundreise ist die zweitgrößte Stadt Kanadas: Montreal. In der Vieille Ville, der Altstadt, findet man noch Kopfsteinpflasterstraßen, über die Pferdekutschen nostalgiesuchende Touristen chauffieren. Nur wenige Schritte davon entfernt erheben sich die Hochhäuser im englischen Teil der Stadt. Montreal ist eine Stadt mit zwei Gesichtern: dem malerischen französischen Teil und dem modernen englischen Teil. Einen Besuch wert ist die Stadt auf jeden Fall.

 

Ahornsirup
Ahornsirup

 

In Montreal lohnt es sich, auch einmal die Viertel abseits des Stadtzentrums und der Hauptsehenswürdigkeiten zu besuchen. Wir waren unterwegs auf einer kulinarischen Tour durch die Stadt und haben tolle Einblicke in das Leben vor Ort bekommen. Von Montreal setzen wir unsere Ostkanada Rundreise fort in Richtung Osten und folgen dem Kings Highway entlang des Sankt Lorenz Stroms nach Quebec City, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

 

Place d'Armes in Quebec City
Place d’Armes in Quebec City

 

Die Stadt erinnert mit ihrem historischen Stadtkern von allen kanadischen Städten am meisten an die europäische Herkunft ihrer Erbauer. An vielen Orten kann man das französische Savoir Vivre der Franzosen spüren, die sie errichtet haben. Bis heute zeichnet das den besonderen Charme Quebec Citys aus.

 

Unterstadt in Quebec City
Unterstadt in Quebec City

 

In der Unterstadt von Quebec City fühlt man sich versetzt in einer der bretonischen Hafenstädte, von denen aus die frühen Siedler aufbrachen über den Atlantik auf der Suche nach einem neuen Leben in einem unbekannten Land. Die Straßencafés im Quartier Petit Champlain unterhalb des Cap Diamant erinnern an ihre französischen Vorbilder. Von Quebec gibt es mehrere Möglichkeiten, weiter in die Atlantikprovinzen zu reisen: am Nordufer des Sankt Lorenz Stroms entlang nach Osten und entweder bei Tadoussac oder bei Baie Comeau mit der Fähre übersetzen auf die Südseite des Stroms. Oder man fährt bei Quebec über die letzte Brücke ans Südufer des St. Lorenz und folgt diesem zunächst weiter nach Osten und dann nach Süden bis New Brunswick. Dort lohnt sich die Fahrt entlang der Atlantikküste, an der sich immer wieder schöne Ausblicke aufs Meer bieten wie hier an der Dune de Bouctouche.

 

Dune de Bouctouche
Dune de Bouctouche

 

New Brunswick allein ist mehrere Reisen wert: die Küstenlandschaften entlang des Atlantiks unterscheiden sich stark von dem Landschaftsbild an der Westküste der Provinz. Dieses wird bestimmt von den weltweit größten Gezeitenunterschieden in der Bay of Fundy, die sich täglich zweimal entleert. Das sorgt für ein abwechslungsreiches Naturschauspiel, sieht die Küste doch nach jeder Stunde wieder anders aus. Am beeindruckendsten ist das wohl an den Hopewell Rocks zu sehen.

 

Hopewell Rocks
Hopewell Rocks

 

Es gibt jedoch noch zahlreiche – weniger bekannte – Orte, die einen Besuch in New Brunswick sehr interessant machen. Außerdem lohnt es sich, mit der Küche der Atlantikprovinzen näher zu beschäftigen: nirgendwo in Kanada gibt es so viele Hummer, Muscheln oder Austern auf der Speisekarte wie hier. Diese gibt’s in feinen Restaurants genauso wie zwanglos auf Papptellern serviert wie auf diesem Foto. Frisch sind sie immer!

 

Hummer von der Atlantikküste
Hummer von der Atlantikküste

 

Von New Brunswick fahren wir über die Confederation Bridge nach Prince Edward Island. Diese Insel rühmt sich eines sehr fruchtbaren Bodens, der sich hervorragend für den Anbau von Kartoffeln eignet. Kleine schmucke Dörfer säumen die Küstenlinie der Insel, und auch die Hauptstadt Charlottetown hat etwas Kleinstädtisches. Uns gefällt an Prince Edward Island die Ruhe, die diese Insel ausstrahlt, ebenso wie ihre Küstenregionen mit den vielen langen Sandstränden, den einsamen Buchten und den Leuchttürmen, die auch den stärksten Stürmen trotzen.

 

Kunsthandwerk in Prince Edward Island
Kunsthandwerk in Prince Edward Island
Stürmisches Wetter über Prince Edward Island
Stürmisches Wetter über Prince Edward Island

 

Wir setzen unsere Ostkanada Rundreise mit der Fähre fort und setzen über nach Pictou in Nova Scotia. Nach einem Besuch bei der Hector, dem Nachbau eines Schiffes, mit dem die frühen Schotten an dieser Küste ankamen, geht’s weiter nach Cape Breton Island, eine Insel, die am Cabot Trail eine der schönsten Küstenlandschaften Ostkanadas aufweist. Wer sich Zeit nimmt, kann auf Cape Breton Island tolle Wanderungen unternehmen, Wale beobachten, abgelegene Buchten entdecken, historische Dörfer erkunden und vieles mehr.

 

Roadtrip auf dem Cabot Trail in Kanada Copyright Monika Fuchs
Roadtrip auf dem Cabot Trail in Kanada

 

Wir kehren Cape Breton Island den Rücken und fahren weiter an die Südküste Nova Scotias. Nicht weit hinter Halifax treffen wir auf einen der schönsten Leuchttürme des Landes: in Peggy’s Cove thront er auf einem Felssockel über dem tiefblauen Meer und weist den Seefahrern den Weg.

 

Leuchtturm von Peggys Cove
Leuchtturm von Peggys Cove

 

Hafen von Peggys Cove in Nova Scotia
Hafen von Peggys Cove in Nova Scotia

 

Nova Scotia bietet mit seiner rauen, dem Atlantik zugewandten Südseite, dem lieblichen und fruchtbaren Annapolis Tal und der Nordküste an der Bay of Fundy viele unterschiedliche Regionen, die es zu erkunden lohnt – Stoff für viele Reisen allein in diese Provinz. Wir machen uns auf unser Ostkanada Rundreise hier wieder auf den Rückweg nach Halifax und fliegen weiter nach Neufundland, eine Insel, die ihren ganz eigenen Charakter und unglaublich gastfreundliche Einwohner hat. Wir waren bisher nur einmal auf dieser Insel, aber es zieht uns bereits wieder dorthin. Das schönste Foto, das wir von unserer ersten Neufundlandreise mit nach Hause gebracht haben, stammt aus Trinity, einem kleinen Ort an der Inselküste, den im Juli Millionen von Lupinen in ein Blumen-Wunderland verwandeln.

 

Trinity in Neufundland
Trinity in Neufundland

 

In zwanzig Bildern können wir kaum alle Schönheiten zeigen, die Ostkanada vorzuweisen hat. Schon gar nicht sollte man eine Ostkanada Rundreise planen, die alle diese Orte in einer Reise zusammen fasst. Dafür sind sie viel zu interessant. Außerdem gibt es dazwischen noch so viel mehr zu entdecken. Uns fasziniert Ostkanada so, dass wir dort seit Jahren immer wieder zurückkehren auf der Suche nach weiteren Orten, die es zu erkunden lohnt. Die nächste Reise ist bereits in Planung.


Reiseorganisation:

Anreise:

Ostkanada ist mit Fluggesellschaften wie Air Canada, Lufthansa, Condor oder Iceland Air zu erreichen.

Rundreise mit Mietwagen oder Wohnmobil:

Ostkanada erkundet man am besten auf einer Rundreise im Mietwagen oder mit dem Wohnmobil*.

Tourenvorschläge für Ostkanada* gibt’s unter diesem Link.


Quelle: eigene Recherchen vor Ort.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos © Copyright MonikaFuchs, TravelWorldOnline

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10 Antworten

  1. Elena
    | Antworten

    Wunderschön, Ihr Lieben .. Macht so richtig Lust auf die bevorstehende Entdeckungsreise nach Kanada !!! Und wer weiß- vielleicht geht sich ein Treffen im Herbst 2016 doch aus ..? 🙂

    Liebe Grüße & frohe Ostern,

    Eure Elli!

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Freut mich, wenn Dir die Fotos gefallen, Elli. Und über ein Treffen würden wir uns sehr freuen 🙂

      Liebe Grüße,
      Monika und Petar

  2. Alexa
    | Antworten

    So schöne Bilder! Ich wollte schon immer nach Kanada, nach diesem Bericht will ich noch ein bisschen mehr hin 😉 Wunderschönes Land!
    Liebe Grüße
    Alexa

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Liebe Alexa,

      das kann ich nur bestätigen. Kanada ist ein sehr lohnendes Reiseziel.

      Liebe Grüße,
      Monika

  3. Laura
    | Antworten

    Hach eure tollen Bilder haben meine Kanadasehnsucht zusätzlich befacht. Kanada steht auf der Liste meiner Wunschreiseziele definitiv ganz weit oben. Die weite, abwechslungsreiche Landschaft muss ein Traum sein.

    Aber da es bestimmt noch eine Weile dauert bis es mit mir und Kanada klappt, stöbere ich einfach noch ein bisschen bei euch um meine Sehnsucht zu stillen 🙂

    LG Laura
    Laura kürzlich veröffentlicht…Mein Winterhighlight: Auf Spuren der sanften Riesen in der Wisent-WeltMy Profile

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Laura,

      ja, mit Kanada ist das so eine Sache. War man einmal da, will man immer wieder hin :). Zumindest uns geht’s so – und das seit vielen, vielen Jahren. Die Landschaften, die Städte, die Menschen – alles ist so interessant und gastfreundlich, dass man süchtig danach wird.

      Liebe Grüße,
      Monika und Petar

  4. Steffi
    | Antworten

    Hallo Ihr Zwei,

    na da habe ich ja einiges zu tun um all Eure Kanada Berichte zu lesen.
    Großartig, die tollen Bilder und Texte steigern meine Vorfreude noch mehr!

    Ich werde vor meiner Reise jetzt definitiv noch viel öfter bei Euch vorbei schauen 🙂

    Viele Grüße
    Steffi

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Steffi,

      frag gerne, wenn Du Tipps brauchst. Wir kennen Kanada inzwischen recht gut, obwohl man das Land wohl nie komplett kennen kann. Dafür ist es einfach zu groß :).

      Liebe Grüße,
      Monika und Petar

  5. Nina
    | Antworten

    Wow, ich habe euren Blog eben erst entdeckt -tolle Fotos!
    Letztes Jahr im Sommer war ich auch mehrere Monate in Kanada unterwegs, im Osten war ich auch -mir hat Nova Scotia super gefallen, mein absolutes Highlight war aber Neufundland. Vielleicht treffen wir uns mal dort!

    Liebe Grüße aus Portugal!

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo liebe Nina,

      ein Treffen in Kanada kann gut sein! Wir sind jedes Jahr dort. Das Land lässt uns einfach nicht los, so schön ist es. Was Neufundland anbelangt, kann ich Dir nur zustimmen. Wir waren vor einigen Jahren im Juli dort, und waren erst etwas enttäuscht, als wir kaum noch Eisberge vor der Küste sahen. Trinity im Lupinenmeer hat uns dann allerdings überwältigt. Das war soooo Klasse! Neufundland ist sicher zu jeder Jahreszeit sehenswert.

      Liebe Grüße,
      Monika und Petar

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