Rijksmuseum in Amsterdam – ein Muss für jeden Holland-Liebhaber

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Rembrandts Nachtwache - umschwärmt von den Besuchern des Rijksmuseum in Amsterdam
Rembrandts Nachtwache – umschwärmt von den Besuchern des Rijksmuseum in Amsterdam

 

Das Rijksmuseum in Amsterdam sollte jeder besuchen, der sich für Holland, seine Kunst und seine Geschichte interessiert. Wir nutzen den Abflugtag unseres Aufenthalts in Amsterdam für eine Stippvisite bei Hollands großen Meistern wie Rembrandt und Vermeer, deren Meisterwerke wir aus der Ferne betrachten, tauchen ein in die Geschichte der Holländisch Ostindischen Kompanie und die Zeit der holländischen Kolonien in aller Welt und sehen eines meiner Lieblingsporträts von Vincent van Gogh. Weil zur Zeit unseres Aufenthalts eine Sonderausstellung mit den Werken Rembrandts angeboten wird, beginnen wir unsere kulturelle Tour durch Hollands hohe Malerei mit einer informativen und amüsanten Bootstour durch die Kanäle von Amsterdam auf den Spuren des großen Malers. Geführt wird sie von einer Schauspielerin und Stadtführerin, die Hendrickje Stoffels personifiziert, mit der Rembrandt nach dem frühen Tod seiner Gattin Saskia ein Verhältnis begann. Auf sehr unterhaltsame Weise bringt uns „Hendrickje“ ihr Leben mit dem großen Maler nahe, dessen Tochter sie als uneheliche Liebschaft gebar, und wir erhalten einen faszinierenden Einblick in das Leben der Familie Rembrandt van Rijns. (Wenn Ihr diese interessante Bootstour erleben wollt, solltet Ihr einen Ausflug nach Amsterdam bis zum 17. Mai 2015 einplanen. Danach wird sie nicht mehr angeboten.)

Holländische Meister im Rijksmuseum in Amsterdam
Holländische Meister im Rijksmuseum in Amsterdam

Rembrandt van Rijn und Vermeer im Rijksmuseum in Amsterdam

Gut gerüstet mit dem Hintergrundwissen, das uns „Hendrijckje Stoffels“ an Bord der Rembrandt Cruise vermittelt hat, besuchen wir die Ehrengalerie des Rijksmuseum in Amsterdam, dessen Hauptwerk – die Nachtwache von Rembrandt van Rijn – wir jedoch wegen der großen Anzahl der Besucher nur von weitem sehen können. Lieber besuchen wir die weniger belebten Nebenräume, in denen wir weitere Werke Rembrandt sehen wie sein berühmtes Selbstporträt. „Hendrickje“ hatte uns auf der Bootstour von Rembrandts roter Knubbelnase vorgeschwärmt, die wir darauf in voller Schönheit bewundern können. Andere Meisterwerke im Rijksmuseum in Amsterdam wie „Die Frau, die einen Brief liest“ oder „Das Milchmädchen“ von Johannes Vermeer zeugen von der großen Kunstfertigkeit holländischer Meister des 17. Jahrhunderts.

Viele Werke der Künstler jener Zeit vermitteln einen guten Einblick ins Leben Hollands, darunter „The Fête Champêtre“ von Dirck Hals, in dem eine offenbar lustig feiernde feine Gesellschaft das Leben auf dem Land genießt. „Der fröhliche Fiedler“ von Gerard van Honthorst spricht begleitend zu seiner Musik gern dem Alkohol zu, wie sowohl seine Miene als auch das Glas in seiner Hand beweisen.

Holländische Handelsschiffe
Holländische Handelsschiffe

Einblicke in die Geschichte der Holländischen Ostindienkompanie

Als Freundin europäischer Siedlungsgeschichte in allen Regionen der Welt finde ich besonders die Ausstellungen über die Holländische Ostindienkompanie interessant: gezeigt werden Bilder und Zeichnungen, die den Weg der Holländer auf der Nordroute durch die Arktis nach Westen ebenso zeigen wie ihre Routen um die Südspitze Afrikas nach Südostasien. Da wehren holländische Seeleute einen Polarbären mit dem Speer ab, der ihnen gefährlich nahe kommt. Hendrick Cornelisz Vrooms Gemälde von 1599 zeigt die erfolgreiche Rückkehr der zweiten holländischen Expedition nach Ostindien. Faszinierende Einblicke in eine Zeit, als die Erde noch nicht in ihrer Gänze bekannt war!

Wir erfahren mehr über die Handelsaktivitäten der Holländisch Ostindienkompanie mit Asien und ihre Beziehungen mit den Indianern im Westen, von ihren Verwicklungen in den Zuckerhandel mit den karibischen Inseln und ihre unrühmliche Verwicklung in den Sklavenhandel.

Vincent van Gogh im Rijksmuseum in Amsterdam
Vincent van Gogh im Rijksmuseum in Amsterdam

Die Zeit vor unserem Abflug am Abend reicht noch für einen kurzen Rundgang durch die frühen Renaissance-Werke im unteren Stock des Rijksmuseum in Amsterdam und einem Pflichtbesuch bei Vincent van Goghs berühmten Selbstporträt, vor dem erfreulicherweise nur wenige Besucher versammelt sind, so dass wir die Möglichkeit haben, selbst ein Foto davon zu machen. Vielleicht liegt’s daran, dass das Gemälde nicht die großen Dimensionen von Rembrandts Nachtwache hat und daher nicht so auffällt? Auf jeden Fall freue ich mich sehr darüber, dieses Meisterwerk van Goghs im Original gesehen zu haben.

Wie so oft bei solchen Museen von Weltrang können wir bei unserem Besuch nicht alles sehen. Wir werden dies jedoch gerne bei einem Aufenthalt in der Zukunft nachholen.


Praktisches für einen Besuch im Rijksmuseum in Amsterdam:

Wenn Ihr – wie wir – einen Abendflug ab Amsterdam habt, dann lässt sich dieser Tag sehr leicht mit dem Besuch des Museums verbinden. Wir geben unser Gepäck am Flughafen auf und fahren mit dem Bus 197 direkt von der Schiphol Airport Plaza zum Rijksmuseum. Die Rembrandt Cruise legt am Pier an der Rückseite des Museums ab. Wir gehen durchs Museum und boarden dort die 75 Minuten dauernde Bootsfahrt.

Danach schauen wir uns die Teile der ständigen Ausstellung an. Tickets für Sonderausstellungen reserviert man besser vor.

Das Museum schließt um 17.00 Uhr, so dass wir bequem in einer halben Stunden zurück am Flughafen sind und dort unseren Rückflug kurz vor 21.00 Uhr erreichen.

Informationen zum Museum, die aktuellen Öffnungszeiten und Informationen zu Sonderausstellungen findet Ihr unter diesem Link.


Wie die anderen Teilnehmer unserer Bloggerreise nach Holland Amsterdam erlebt haben, könnt Ihr hier nachlesen:


Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns beim Rijksmuseum in Amsterdam und Rembrandt Cruises für die Einladung und Simone von Nach Holland für die tolle Organisation dieser Reise.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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3 Antworten

  1. Claudi
    | Antworten

    Also, das nächste Mal muss ich doch ins Rijksmuseum!
    Die Nachwache muss überwältigend sein 🙂

    Liebe Grüße
    Claudi
    Claudi kürzlich veröffentlicht…Fotos: Das graublaue Leiden (Holland)My Profile

    • Hallo Claudi,

      ich kann das Museum nur empfehlen. Nicht nur die Nachtwache ist toll. Von der haben wir wegen der Menschenmassen, die davor standen, nicht allzuviel mitbekommen. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir an dem Sonntag vor dem Königstag dort waren. Aber in den Nachbarräumen gab es noch viele andere sehenswerte Gemälde aus der Zeit, z.B. von Vermeer.

  2. […] sehe auf der Uhr, dass ich für die Late Rembrandt-Ausstellung wirklich zu spät bin. Monika von TavelWordlOnline Traveller . Aber Hendrickje hat uns einige Spätwerke auf der Cruise gezeigt und hier im Rembrandthuis zu […]

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