Wie schenkt man ein Guinness ein?

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Ein perfektes Guinness - achtet auf das Kleeblatt im Schaum © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Ein perfektes Guinness – achtet auf das Kleeblatt im Schaum

 

Wie schenkt man ein Guinness richtig ein?

Eines bietet das Guinness Storehouse in Dublin, Irland, nicht: Einblicke in die aktuellen Produktionsprozesse des irischen Traditionsbieres. Ein Besuch im Guinness Storehouse ist ein Besuch im Museum, in dem sich alles um das dunkle Ale aus Irland dreht. Über mehrere Stockwerke erstrecken sich die Ausstellungsräume historischer Dokumente, Bierbottiche, Gärkanister und lustiger Werbeideen, die die Guinness-Brauerei in Dublin im Laufe ihrer jahrhundertealten Geschichte verwendet hat. Darunter ist unter anderem auch der Pachtbrief, in dem Arthur Guinness das Gelände der Brauerei für die nächsten 9000 Jahre gepachtet hat – ein weitblickender Mann, wie sich herausstellte. Auf diesem Areal liegt heute eine der größten Bierbrauereien der Welt mitten in Dublin, der Hauptstadt Irlands.

 

Arthur Guinness © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Arthur Guinness

 

Auf dem Weg durch die Stockwerke des Guinness Storehouse erfahren wir mehr darüber, was das Besondere an Guinness ist und worin es sich von den üblichen Stouts und Bieren der britischen Bierszene unterscheidet. Dabei spielt das Wasser aus den nahegelegenen Wicklow Mountains eine große Rolle, aber auch die verschiedenen Behandlungsarten der Gerste, die im Brauprozess verwendet werden: rohe Gerste, gemälzte Gerste und – und das ist typisch für Guinness – geröstete Gerste. Dazu kommen Hopfen und Wasser, die zusammen schließlich das dicke, dunkle Bier ergeben, für das Irland bekannt ist.

 

Dieses Wasser kommt aus den Wicklow Mountains © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Dieses Wasser kommt aus den Wicklow Mountains

 

Wir besuchen das Guinness Storehouse einen Tag nach dem St. Patrick’s Day Wochenende – offensichtlich die Zeit mit den meisten Besuchern. Man erzählt uns, dass allein an diesen drei Tagen mehr als 25.000 Besucher durch das Ausstellungsgelände der Brauerei gezogen sind. Alle mit einem Ziel: der Gravity Bar im obersten Stock, einer glas-umsäumten Bar, die einen Rundumblick auf Dublin und die Umgebung bietet. Bei klarer Sicht hat man von hier aus einen Blick auf die Wicklow Mountains im Süden Dublins. Allerdings verstecken die sich im feinen Frühlingsregen vor unseren Augen, und so richten wir unseren Blick lieber auf das Glas Guinness in unserer Hand. Anfangs tat ich mich schwer mit dem würzigen Bier – es wollte mir nicht so recht schmecken. Aber nach einigen Versuchen gewöhnte ich mich an den eher herben Geschmack, und ich denke, wenn unsere Irland Reise noch einige Tage länger gedauert hätte … wer weiß, vielleicht wäre ich sogar ein Fan des irischen Gebräus geworden. Vielleicht ein Grund, wieder zu kommen?

 

Flach anlegen © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Flach anlegen

 

Eines habe ich gelernt bei unserem Besuch in der Guinness Brauerei: wie man ein Guinness richtig zapft und einschenkt. Das will geübt sein, denn schließlich will man den dicken weißen Schaum, der sich leicht über den Rand des Glases nach oben wölbt erreichen. Dazu lege ich zunächst das Glas flach unter den Zapfhahn und richte es anschließend langsam auf, bis es aufrecht unter dem Hahn steht.

 

Senkrecht stellen © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Senkrecht stellen

 

Dann lässt man das Glas eine Minute ruhen, bis sich der Schaum oben sammelt und das Bier im unteren Teil des Glases klärt.

 

Das Bier muss sich setzen © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Das Bier muss sich setzen

 

Danach hält man es noch einmal unter den Zapfhahn und füllt das Glas, bis sich die feste Schaumhaube über dem Glasrand leicht nach oben wölbt. Geübte Bierzapfer können dabei das Glas so drehen und wenden, bis sie zum Beispiel ein Kleeblatt oder andere „Malereien“ im Schaum hinterlassen. Aber das ist etwas für Könner. Ich gebe mich zufrieden mit meiner schönen dicken Schaumschicht.

 

Mein Versuch - nicht schlecht, oder? © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Mein Versuch – nicht schlecht, oder?

 

Wenn auch der Besuch im Guinness Storehouse nicht das war, was wir uns erwartet hatten – nämlich ein Besuch in der heutigen Guinness Brauerei mit einer Führung durch die „heiligen Hallen der Bierkunst“ – sondern eher ein Ausflug in die Vergangenheit des irischen Bierbrauens und der Guinness Geschichte, so hatten wir doch einige Stunden Spaß bei unserem Rundgang durch die Hallen des Biertempels, und das sogar mit eigenem Bierausschank. Dies sollte man wissen, bevor man das Storehouse besucht. Mancher Bierpurist kann so vorher entscheiden, ob ihm dies den Besuch wert ist, oder ob er lieber sein Guinness im nächstgelegenen Pub trinkt.


Reiseorganisation:

Anreise
Lufthansa und Air Lingus fliegen nach Dublin.

Mietwagen:
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Dublin Prepaid Card:
Bei einer Dublin Prepaid Card* sind neben Eintritten in zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Museen, den Hop on Hop off Touren mit Bus und Boot auch der Air Shuttle inbegriffen. Ihr könnt diese Karte bequem über unseren Partner Get Your Guide buchen.

Dublin Sightseeing Touren:
Neben den Hop on Hop off Stadtrundfahrten gibt es noch andere Sightseeing Bootstouren in und um Dublin*, für die Ihr ebenfalls Tickets über Get Your Guide buchen könnt und so lange Wartezeiten in Dublin vermeidet.

Transfers:
Reserviert Eure Transfers vom Flughafen nach Dublin oder zu Eurem Hotel* hier.

Tickets und Eintrittskarten:
Tickets für diverse Sehenswürdigkeiten und die Book of Kells Early Access Tour* gibt’s hier.

Hotels in Dublin:
Hotels in Dublin* könnt Ihr über unseren Partner booking.com unter diesem Link buchen. Hotels in Irland* gibt’s unter diesem Link.


Quelle: eigene Recherchen vor Ort mit freundlicher Unterstützung der Reise durch Failte Ireland

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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2 Antworten

  1. Monika Fuchs
    | Antworten

    Macht Spaß, es ist so eine Art interaktives Museum, in dem’s um alles geht, was Guinness angeht: die Personen, den Brauprozess, und natürlich das Bier selbst.

  2. Claudi um die Welt
    | Antworten

    9000 Jahre! 😀 Der Mann war echt clever!
    Ich habe bisher das Storehouse immer als Tourifalle abgetan. Dass hier nicht wie in einer schottischen Whiskey-Destille der Brau-Prozess vorgestellt wird, sondern eine Museum… macht’s für mich doch interessant.
    Wenn ich das nächste Mal in Dublin Zeit totzuschlagen habe, könnte ich ja mal Biereinschenken lernen!
    LG Claudi

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