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Irischer WhiskeyWhiskey - schon lange ein beliebtes Getränk
Wer Whiskey zum ersten Mal hergestellt hat und wo dies geschah - in Schottland oder Irland - ist genausowenig bekannt wie das Datum seiner Erfindung. Schon im 16. Jahrhundert war er bei der besseren Gesellschaft unter Königin Elizabeth I. sehr beliebt. Auch die Königin selbst war dem hochprozentigen Destillat angeblich nicht abgeneigt. Im 17. Jahrhundert wurde die Herstellung mit einer Steuer belegt, was dazu führte, dass Potheen, illegal gebrauter Whiskey auf den Markt kam, der heute noch in Irland verkauft wird. Steuereintreiber wurden speziell für die Kontrolle von Whiskeydestillen eingesetzt, um die Bezahlung der 1661 eingeführten Whiskeysteuer zu kontrollieren. Ende des 17. Jahrhunderts gab es bereits mehr als 2000 Brennereien, und die Beliebtheit des Getränks nahm zu. Ende des 18. Jahrhunderts wurde er von allen gesellschaftlichen Schichten getrunken. Die Höhe der Steuern trieb viele der kleineren Brennereien in den Ruin, und es überlebten nur die heute noch bekannten wie Powers, Jameson, Roe oder diejenigen in Nordirland, zu denen die älteste noch existierende Whiskeybrennerei gehört: Bushmills. Dort konzentrierte man sich zunehmend auf die Produktion eines leichteren Getränks, das vor allem in England immer mehr Abnehmer fand. Der Absatz auf dem europäischen Markt verstärkte sich noch, als in der Cognacregion Frankreichs eine Krankheit die Produktion jenes hochprozentigen Getränks behinderte. Aber Irland blieb nicht verschont von den Folgen der Antialkoholikerbewegung, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts in vielen englischen Kolonien auszubreiten begann. Auf der irischen Insel war es ein Kapuzinerpater, Father Mathew, der in den 40er und 50er Jahren das Land bereiste und gegen den Genuss von Alkohol wetterte. Überall entstanden Prohibitionsgesellschaften, und der Genuss von alkoholischen Getränken sank um 35%. Konkurrenz erwuchs den irischen Whiskeyproduzenten in Schottland. Die Iren zogen zwar ihr traditionell hergestelltes Produkt vor, das leichter und voller schmeckt als schottischer Whisky, mussten aber einen Teil ihres Geschäfts an die Produzenten auf der anderen Seite der irischen See abgeben. Einen weiteren Schlag erlebte die irische Whiskeyindustrie, als sich die Prohibition in den Vereinigten Staaten durchsetzte. Der gesamte amerikanische Markt ging verloren. In diesen Jahren entstand in den illegalen Brennereien Kentuckys eine weitere Konkurrenz auf amerikanischem Boden - nach dem Ende der Prohibitionsjahre fand irischer Whiskey dort keine Abnehmer mehr, da Bourbon dort inzwischen so verbreitet war, dass man am irischen Original kein Interesse mehr zeigte. 1966 schlossen sich die wenigen übrig gebliebenen Whiskeydestillen Irlands zusammen und
gründeten die Irish Distillers Company, die 1989 in die Hände von Pernod-Picard übergegangen ist. Geheimnisse der WhiskeyherstellungGuter Whiskey wird aus fermentiertem Getreide in Holzfässern destilliert. Whiskey minderer Qualität kann auch aus Kartoffeln, Rüben oder anderem Wurzelgemüse hergestellt werden. Im Gegensatz zum schottischen Whisky wird beim irischen kein Torf bei der Destillation verwendet. Er hat einen vollen, süßen Geschmack. Bei Bushmills wird für die Herstellung von Malzwhiskey Gerste im Ofen gemälzt, das heisst man lässt die Gerstenkörner keimen und trocknet sie dann in geschlossenen Öfen. Danach wird das Getreide gemahlen und mit warmen Wasser versetzt. Dabei entsteht Zucker aus der Stärke, der für die Gärung wichtig ist. Diese Flüssigkeit wird in Behälter gepumpt, in denen sie gärt. Der Prozess wird eingeleitet, indem Hefe beigegeben wird. Nach etwa zwei Tagen ist der ganze Zucker vergoren und die Flüssigkeit kommt in die eigentliche Destille. Dort wird der Alkohol vom Wasser getrennt. In einem großen Kupferkessel wird die Flüssigkeit aufgekocht und der Alkohol steigt als Dampf auf, wird kondensiert und fließt zurück in die Destille für den nächsten Destillationsprozess. Bei Bushmills wird dieser Prozess dreimal durchgeführt. In der schottischen und amerikanischen Produktion geschieht dies nur zweimal. Nach der Destillation wird der Whiskey in Fässern aus der Sherryproduktion gelagert - je länger,
desto besser wird er. Weiterführende Literatur und Links:
whiskyworld.de - oder Trinken Sie keinen Whisky ?
whiskyworld.de bietet über 1600 verschiedene Produkte rund um den Whisky an - vom Scotch über Zigarren bis hin zu Seidenkrawatten. Ein Shop nicht nur für Highlander ! http://www.travelworldonline.de/whiskeyirland.html
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