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Bereits zwei Monate nach Baubeginn fuhr eine Lok über die ersten vier Meilen Gleisstrecke. Danach wurde der Bau zunehmend schwieriger. Die Bahn überwindet auf ihrem Weg über den Pass einen Höhenunterschied von 945 m mit Steigungen von bis zu 3,9 %.
Die Männer "Big Mikes" ließen sich an Seilen von senkrecht aufragenden Klippen herab und sprengten und hackten sich ihren Weg durch Granit. Es gibt wahrscheinlich keinen anderen Tunnel auf der Welt, der unter so großen Schwierigkeiten entstand wie der bei Meile 16. Um diesen zu schaffen, mussten Maschinen und Ausrüstung über einen 300 m hohen Steilhang hoch gehievt und knapp 2700 Pfund Schwarzpulver in die Felswand getrieben werden. Die Explosion war bis nach Skagway zu spüren.
Nach Beendigung der Bauarbeiten waren 450 Tonnen Sprengstoff verbraucht worden. Schwere Schneefälle und Tiefsttemperaturen von - 51 Grad C hatten die Arbeit behindert. Allein das Gerücht neuer Goldfunde in der Nähe von Atlin hatten ausgereicht, dass die Arbeiter in Scharen wegliefen.
Zwei Arbeitsgruppen waren eingesetzt: die eine sprengte sich ihren Weg durch den Fels nach Norden,
wärend die andere von Whitehorse aus nach Süden vorrückte. Am 29. Juli 1900 trafen sich die
beiden Trupps in Carcross, wo der Eisenbahnpräsident Samuel H. Graves den letzten Nagel in die Gleise
schlug.
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