Noch im 19. Jahrhundert lebten die wenigen Akadier, die es geschafft hatten, der Deportation durch die Briten im Jahr 1755 zu entgehen und in die Wälder New Brunswicks zu fliehen, in einfachen Blockhütten, in denen der Boden aus gestampfter Erde bestand. Erst im Laufe der Jahrzehnte wagten sie sich aus ihren versteckten Dörfern an die Küste vor, wo sie zwar von den englischen Nachbarn nicht mehr verfolgt wurden. Trotzdem waren sie bis weit ins 20. Jahrhundert hinein benachteiligt, vor allem wegen ihrer französischen Sprache. Gab es doch keine Bildungseinrichtungen, die ihnen höhere Bildung in ihrer Sprache vermittelten. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbesserte sich ihr Los. Dies können Besucher im Village Historique Acadien in Caraquet in New Brunswick sehr gut nachvollziehen, hat man dort doch authentische Häuser aus dem den letzten beiden Jahrhunderten rekonstruiert und wieder aufgebaut, die deutlich zeigen, wie sich der Alltag in akadischen Dörfern verändert hat.