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Die deftige Küche in Franken entdecken

Fränkische Rostbratwürste © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Fleisch und Wurst sollte man mögen, wenn man die Küche Frankens kennenlernen will – denn die gehören hier zu den traditionellen Spezialitäten dazu. Wer kennt sie nicht, die Nürnberger Bratwürste? Aber wusstet Ihr, dass es da große Unterschiede gibt? Die meisten fränkischen Bratwürste werden aus Schweinefleisch hergestellt, gewürzt mit Salz und Pfeffer und – das macht sie besonders – mit Majoran. Diese Art der Wurstherstellung stammt aus der Ansbacher Gegend. In der Region um Kulmbach hingegen fügt man den Bratwürsten noch ein Großteil Kalbfleisch dazu.

 

Saure Zipfel, Bratwürste im Essigsud
© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Je nach Gebiet werden die fränkischen Bratwürste unterschiedlich serviert. In Nürnberg gibt es sie, wenn man sie am Stand kauft, in einem Brötchen oder wie man auf Fränkisch sagt, in einem “Weckla”, mit mittelscharfem oder scharfem Senf. Süßer Senf oder Ketchup sind verpönt bei Traditionalisten, stehen aber meist zur Auswahl. Bestellt man sie im Restaurant, können bis zu sechs Bratwürste samt Beilagen aufgetragen werden, abhängig von der Länge der Würste, die sich je nach Region unterscheidet. Oder man bestellt sie auf andere Art zubereitet, zum Beispiel als “Saure Zipfel”. Dafür lässt man die Bratwürste etwa 20 Minuten lang in einem sauren Sud aus Essigwasser mit Ziebelringen, Salz und Pfeffer, in Scheiben geschnittenen gelben Rüben, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren ziehen. Serviert werden sie meist mit Sauerkraut wie diese im Freilichtmuseum Bad Windsheim.

 

Fränkischer Brotzeitteller
© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Typisch für die fränkische Küche sind die vielfältigen Wurst- und Schinkensorten, die man am besten zusammen mit einem frisch gebrauten Glas Bier probiert. Auf einem Brotzeitteller erhält man gewöhnlich die lokalen Wurstspezialitäten und Schinkensorten mit Leberwurst, Fleisch- oder Stadtwurst, geräuchertem Schinken, Griebenschmalz, verschiedenen Käsesorten und Essiggurken wie auf diesem Teller. Dazu gibt es frisches Bauernbrot oder Roggenbrot.

Wer kennt sie nicht, die Fleischspezialitäten aus Franken? Am typischsten ist wohl das “Schäufele”, die Schweineschulter, die wegen ihrer Form so genannt wird. Oder der fränkische Sauerbraten mit Blaukraut, der seinen charakteristischen Geschmack durch einen Lebkuchen erhält, der als Soßenbinder verwendet wird. Dazu gibt’s Kartoffelknödel. Wer’s noch deftiger mag, für den ist sicher eine fränkische Schlachtschüssel mit Blut- und Leberwurst auf Sauerkraut das Richtige.

 

Zander auf Gemüsebett © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Und wer gar keine Lust auf die üppigen Fleischgerichte Frankens hat, für den bieten sich Fischgerichte an, wie der Zander auf Gemüsebett wie im Foto. Typischer ist allerdings der Karpfen, ist doch vor allem das Tal der Aisch zwischen Bad Windsheim und Neustadt a.d. Aisch als Karpfenland bekannt. In zahlreichen Teichen werden hier schon seit Jahrhunderten die Fische gezüchtet. Im Karpfenmuseum von Neustadt erfährt man alles über die lange Geschichte, auf die die Karpfenzucht in dieser Region Frankens zurückblicken kann. Und natürlich gibt es in den Restaurants  der Gegend Karpfen auf traditionelle Art, aber auch in ungewöhnlicher Form serviert. Wer’s selbst mal probieren will, sollte sich allerdings dessen bewusst sein, dass Karpfen hier nur in den Herbst- und Wintermonaten (den Monaten mit “r”) auf dem Speiseplan stehen.

 

 

Auch in Regensburg gibt’s deftige Würstchen. Was es dort sonst noch zu entdecken gibt, findest Du in diesem Artikel: Regensburg im Frühling

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Foto:  © Copyright von Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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