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Die verflixte Nacht vor dem Flug

Hoffentlich verschlafe ich nicht !!! © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Hoffentlich verschlafe ich nicht !!!
© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Kennt Ihr das auch: ich höre nachts die Stunden schlagen – um ein Uhr, zwei Uhr, drei Uhr, halb vier Uhr. Immer in der Nacht vor dem Flug. Und wenn ich dann erschöpft einschlafe, bleibt mir gerade noch eine Stunde Zeit im eigenen Bett, bevor der Wecker klingelt. DER Wecker? Oh nein! In der Nacht vor dem Flug stelle ich mir mindestens zwei, und je nach dem Grad der Paranoia sogar noch mehr, alle auf dieselbe Zeit, damit – wenn einer davon versagt (es könnte ja sein, dass gerade heute die Batterie leer wird … ) – alle anderen einen solchen Radau machen, dass ich auch aus dem tiefsten Schlaf aufwache. In der ganzen Zeit schläft meine bessere Hälfte neben mir den Schlaf der Gerechten. Ihn stört das nicht. Ich verstehe das nicht.

Nun bin ich ja kein Anfänger im Reisen. Im Gegenteil! Das Reisen ist mein Beruf, und das schon seit Jahrzehnten. Erst war ich jahrelang als Reiseleiterin unterwegs und nun als Reisebloggerin und -journalistin. Eigentlich sollte ich diese Nacht ja gewohnt sein und sie zumindest in Ruhe angehen. Aber das ist nicht der Fall. Stattdessen habe ich den Eindruck, es wird immer schlimmer.

Das Kofferpacken bin ich gewohnt. Das geschieht meist innerhalb von ein, zwei Stunden. Ich weiß, was ich unterwegs brauche, und es ist kein langes Überlegen nötig, welche Kleider ich mitnehme, und welche nicht. Auch wie ich die Sachen einpacke, darin habe ich Übung. Aber in der Nacht … da kommen mir Zweifel: habe ich das auch wirklich eingepackt? Was, wenn ich etwas vergessen habe. Sind meine Reisepapiere alle in Ordnung? Habe ich nicht doch etwas vergessen?

Und dann erst die Unterlagen für die Reise: habe ich auch wirklich alle Adressen dabei, die ich benötige? Wie steht’s mit den Tickets, den Buchungsbestätigungen und den Reservierungen? Schließlich muss ich ja wissen, wohin wir fahren sollen. Und die Leute in den Hotels wollen bestimmt irgendwelche Buchungsnummern wissen. Habe ich unser Navigationsgerät eingepackt? Und alle Karten dabei, damit wir unterwegs die Orientierung nicht verlieren?

Diese und ähnliche Fragen halten mich in der Nacht vor dem Flug wach. Und je länger sie dauert, umso mehr Fragen und Zweifel fallen mir ein, bis ich schließlich völlig erschöpft einschlafe – bevor alle gestellten Wecker auf einmal zu klingeln beginnen und mich aus meinem unruhigen Schlaf wecken. Ich stelle sie früh genug, dass ich dann noch einmal kurz überprüfen kann, ob ich auch wirklich alles dabei habe, was mir in der Nacht eingefallen ist.

Und so stelle ich sicher, dass ich während meiner Reisen auch alles dabei habe, was ich unterwegs brauche. Wie haltet Ihr das?

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Foto:  © Copyright von Monika Fuchs, TravelWorldOnline

7 Responses

  1. Daniela
    | Antworten

    Ich musste auch schmunzeln, denn mir geht’s genauso. Die Nacht vor einer Reise ist an Schlaf, zumindest an einen erholsamen und entspannten, nicht zu denken. Dafür denke ich auch zu viel. ;-)

    Und mehrere Wecker hab ich auch, wenn auch nur digital, aber ich stelle sie mir in Abständen von 15 Minuten. Schon ein bisschen verrückt, aber gehört für mich auch irgendwie dazu. Schön, dass ich damit nicht alleine bin. ;-)

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Daniela,

      dieses Gefühl, vor einem Flug zu verschlafen, lege ich wohl nie ab. Das habe ich seit meinem ersten Flug. Dafür verschlafe ich dann oft den ganzen Flug :). Das hat ja auch was. So vergeht die Flugzeit viel schneller. :)

      Liebe Grüße,
      Monika

  2. Thomas
    | Antworten

    Und auf dem Weg zum Flughafen noch mehrfach prüfen, ob die Pässe dabei sind, Etix, Buchungen, Geld etc. Ist eine Marotte von mir. Ich gebe es zu. Bin manchmal froh, wenn meine Frau fragt, ob ich alles eingesteckt habe. Ist dann ein Grund nochmals alles zu prüfen. Schlimm ist nur, falls meine Frau die Sachen in der Handtasche hat. Muss dann heimlich durchsuchen, da sie mir nicht alle paar Minuten, die Handtasche zeigen möchte. Bisschen Entspannter ist es ja schon geworden, da für das Fliegen einfach der Pass reicht. Eine Sache weiger also. Dafür neu ist, ob man die wichtigsten Dokumente auch auf dem Tablet dabei hat. Übrigens ansonsten bin ich ganz normal (völlig entspannt, wenn ich dann im Flugzeug sitze).
    Lg
    Thomas

    • Monika Fuchs
      | Antworten

      Da bin ich froh, dass ich nicht die Einzige bin, die Panikzustände vor dem Flug bekommt. Seltsamerweise habe ich die allerdings nur, wenn ich abreise. Bei der Rückreise ist mir das egal – vielleicht, weil ich dann länger im Urlaubsland bleiben könnte ?

  3. Claudi um die Welt
    | Antworten

    Die Aufregung vor der Reise lässt mich immer erst schlaflos rumliegen und erst kurz vor Weckerklingeln einschlafen. Während des Einschlafen-Wollens macht man sich dann Gedanken, ob man mit den wegtickenden Reststunden überhaupt noch wach wird… Aber tatsächlich brüllt mein Handy immer (auch ohne Strom) “What a wonderful world” und ich bin latent ja immer noch so aufgeregt, dass ich pünktlich mit Weckerklingeln im Bett sitze. Und das als notorischer Langschläfer! :D
    Rudimentäre Überbleibsel aus dem Land der Frühaufsteher vielleicht? ;)
    (jetzt hätt ich auch einen eigenen Post dazu schreiben könnenn… :D)

  4. Monika Fuchs
    | Antworten

    ;-) Das Erstaunliche daran ist, dass das auch nach Jahren beruflichen Reisens nicht anders wird – oder vielleicht gerade deshalb?

  5. Udo Weisner
    | Antworten

    Ha, ha Monika, da hast du voll ins Schwarze getroffen. Die Situation kenne ich sehr gut.

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