Gemächlich Reisen per Hausboot auf der Saone in Frankreich ist Slow Travel par excellence. Wir tuckern langsam mit unserem Heim für einige Tage auf dem Wasser dahin, genießen Ausblicke auf weite Wiesen und Felder, eine gelegentliche Rinderherde, die in den Bäumen am Flussufer Schatten sucht und ihren Durst mit Flusswasser stillt, Schwäne und Reiher, die über uns ihre Kreise ziehen, und sogar Eisvögel, die blitzschnell im dichten Buschwerk am Flussufer Unterschlupf suchen.

Gemächlich Reisen vom Feinsten – eine erholsame Reise mit dem Hausboot auf der Saone

Eilig sollte man es nicht haben, wenn man sich für einen Urlaub mit dem Hausboot entscheidet. Und Abenteuer und Party Leben sucht man auf der Saone ebenso vergeblich. Dafür findet man Slow Travel, wie es schöner kaum sein kann. Wir fahren mit unserem Hausboot von Gray, wo sich die Bootsmarina von LeBoat befindet, nach Scey-sur-Saone und zurück. Wir haben vier volle Tage Zeit für die Strecke und teilen sie uns so ein, dass wir nach zwei Tagen in Scey-sur-Saone übernachten.

Am ersten Tag – dem aufregendsten, weil wir uns erst ans Bootsleben und die Zusammenarbeit mit unseren Crew-Mitgliedern gewöhnen müssen – fahren wir nur bis Savoyeux, wo wir mittags an der Marina anlegen und dort den Nachmittag mit Radtouren, einem Bummel durch das Dorf Seveux und ausgedehntem Erholen auf dem Deck unseres Hausboots verbringen. Der perfekte Einstieg in eine wunderbare und sehr harmonische Hausboot Tour mit Freunden. Slow Travel, wie es sein soll!

 

Gemächlich Reisen mit dem Hausboot auf der Saone
Gemächlich Reisen mit dem Hausboot auf der Saone

 

Gemächlicher Spaziergang durch Ray sur Saone

Am zweiten Tag unserer Hausboot Reise auf der Saone machen wir einen Abstecher in einen Nebenarm der Saone in das charmante Dorf Ray sur Saone, das wir uns auf einem gemächlichen Spaziergang anschauen. Bei Chez Yvette gönnen wir uns einen erfrischenden Drink, bevor wir zurückkehren zum Boot. Einige von uns schwimmen noch eine Runde im Fluss, andere gönnen sich ein Sonnenbad an Deck, bevor wir am frühen Nachmittag weiter fahren nach Scey-sur-Saone. Diesmal sind wir zu spät dran, um im Ortszentrum noch einen Anlegeplatz zu finden. Und so kehren wir um und verbringen die Nacht in der Marina außerhalb des Ortes.

Abstecher sorgen für Abwechslung

Obwohl wir die Strecke zurück nach Gray bereits kennen, ist sie abwechslungsreich. Wir lassen uns Zeit – Slow Travel eben – und machen einen fünf Kilometer langen Abstecher in einen Nebenarm der Saone nach Traves, der uns fast glauben lässt, zwischen Mangroven unterwegs zu sein. Allein die uralten Buchen und Laubbäume entlang der Strecke machen diese Fahrt zu einem tollen Erlebnis. Schön ist auch die Marina von Traves. Die kleinen Schönheiten des Ortes entdecken wir bei genauerem Hinsehen, bevor es nach einem Drink an der Bar der Marina wieder zurück geht zur Saone.

Wild Übernachten an der Saone

Auch diese Nacht finden wir keinen Liegeplatz an den Anlegestegen in Rupt-sur-Saone. Stattdessen legen wir “wild” am Ufer an und verbringen eine Nacht bewacht von einem Schwanenpaar, das vor unserem Hausboot seine Runden im Wasser dreht. Am nächsten Tag fahren wir gemächlich zurück nach Gray – mit einer letzten Badepause in Rigny, einem kleinen Dorf unweit unseres Reiseziels. Ganz im Sinne von Slow Travel. Wer also einmal wirklich entspannen will, dem empfehlen wir eine Hausboottour mit Freunden, mit denen man sich gut versteht. So macht das gemächliche Reisen auf dem Fluss großen Spaß.

Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns bei LeBoat und Tourisme Franche Comté für die Einladung zu dieser Reise. Unsere Meinung bleibt jedoch unsere eigene.

 

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Video: © Copyright Petar Fuchs, TravelWorldOnline