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Butter selber machen im Butterfass – So geht’s

Selbst gemachte Butter schmeckt
Selbst gemachte Butter schmeckt

Butter selber machen im Hofmuseum Läufer in Klietz

Wie man Butter selber machen kann im Butterfass, das hat mir vor vielen Jahren meine Großmutter gezeigt. Als Kind saß ich oft in ihrer Küche und sah ihr beim Buttern zu. Das ist allerdings lange her. Daher freute es mich umso mehr, dass wir dies auf unserer Reise als Küchenspione im Hofmuseum Läufer in Klietz sehen sollten. Nur oft kommt es anders als gedacht. Dummerweise stürzte ich bei unserem Rundgang durch Klietz über einen Baum und verletzte mir den Arm. Daher verbrachte ich die Zeit, die ich eigentlich beim Buttern verbringen wollte, im Wartezimmer des Dorfarztes. Petar hat trotzdem ein tolles Video gedreht, in dem Frau Läufer zeigt, wie man Butter selber macht.

Was benötigst Du, um Butter herzustellen?

Du brauchst als Erstes Milch oder Sahne. Wenn Du die beste Butter selber machen willst, besorgst Du Dir am besten Rohmilch direkt vom Bauern. Diese ist am ergiebigsten. Der Rahm aus Rohmilch enthält ca. 50% Fett. Die Rohmilch gießt Du in ein Butterfass. Dieses lässt Du über Nacht stehen. In dieser Zeit bildet sich eine Schicht Rahm an der Oberfläche. Diesen schöpfst Du ab fürs Buttern.

 

Das brauchst Du, um Butter selber zu machen

 

Bekommst Du keine Rohmilch, geht das Buttern auch mit Vollmilch oder Sahne. Diese nimmst Du vor dem Buttern etwa zwei Stunden aus dem Kühlschrank. Mit kalter Milch oder Sahne gelingt das Buttern nicht. Vollmilch enthält ca. 3,5 % Fett. Bei Sahne sind es etwa 32%. Je höher der Fettgehalt, umso mehr Butter erhältst Du. Die Milch oder Sahne gießt Du einfach ins Butterfass.

Butter machst Du am besten in Handarbeit

Du kannst zwar die Milch oder Sahne auch mit einem Rührgerät schlagen. Aber wenn Du die Butter manuell rührst, wird die Butter besser und aromatischer. Es nimmt Zeit in Anspruch, bis aus flüssiger Sahne die Buttermilch getrennt ist. Zunächst hast Du das Gefühl, es funktioniert nicht. Dann merkst Du plötzlich, dass die Flüssigkeit eindickt. Nach etwa einer Viertelstunde trennt sich schließlich das Milchfett von der Milch. Die flüssige Buttermilch kannst Du vorsichtig abgießen.

 

So macht man Butter selbst
So macht man Butter selbst

 

So wäschst Du die Butter

Deine Butter ist noch nicht fertig. Jetzt musst Du den Großteil der restlichen Buttermilch auswaschen. Das tust Du, indem Du die Butter in ein offenes Gefäß gibst. Dann fügst Du kaltes Wasser oder Wasser mit Eiswürfeln hinzu. Dieses drückst Du mit einer Butterpaddel so lange aus, bis eine milchige Flüssigkeit im Gefäß ist. Diese schüttest Du weg. Dann fügst Du erneut (Eis)Wasser dazu und wiederholst den Vorgang solange, bis das Wasser, das durch diesen Vorgang übrig bleibt, fast klar ist.

Im Geschmack verfeinern

Jetzt hast Du perfekte Butter. Diese kannst Du als normale Butter fürs Brot verwenden. Wenn Deine Butter möglichst wenig Restmilch enthält, kannst Du sie zum Backen oder Braten verwenden. Du kannst sie außerdem mit Salz, Kräutern oder Knoblauch verfeinern und Deine eigene Butterkreation daraus machen. Bei den Zutaten kannst Du Dich im Kräutergarten bedienen oder verschiedene Salzmischungen verwenden.

 

 

Butter dekorieren

Wenn Du Butter selber machst, kannst Du diese anschließend attraktiv dekorieren. Am einfachsten geht das mit zwei Holzformen, in die Du die Butter füllst. Diese drückst Du zusammen und erhältst so ein hübsches Huhn, wie uns dies Frau Läufer in ihrem Museum zeigt. Alternativ kannst Du auch neuere Hilfsmittel verwenden. So kannst Du die Butter z.B. in einen Metallring pressen und mit einem Stempel verzieren. Oder Du nimmst hölzerne Butterpaddel und nutzt deren Rillen als Dekoration.

Wie haltbar ist selbstgemachte Butter?

Frisch zubereitete Butter hält sich etwa zehn Tage im Kühlschrank. Am besten bewahrst Du sie in einer speziellen Butterdose mit Deckel auf. So bleibt sie streichzart und muss nicht erst weich werden vor dem Verzehr. Hast Du mal mehr Butter gemacht, als Du sofort verbrauchen kannst, dass lässt sie sich auch gut einfrieren. So kannst Du Butter auch nach einem Jahr problemlos essen.

 

Frau Laeufer im Hofmuseum
Frau Laeufer im Hofmuseum

 

Weitere Tipps für die Butterherstellung

Bist Du im Elb-Havel-Winkel unterwegs, kannst Du Dir weitere Tipps für die Butterherstellung von Frau Läufer in ihrem Hofmuseum holen. Sie weiß viel darüber. Außerdem kannst Du in ihrem Museum noch andere traditionelle Arbeiten kennenlernen. Bei ihren Führungen wird gemeinsam gebacken, gebuttert, genagelt, gesponnen, gewebt und Plattdeutsch gesprochen. So kannst Du wunderbar hinter die Kulissen der Elb-Havel-Region blicken und mehr über das Leben in dieser Gegend erfahren.

Es genügt, wenn Du Dich bei Frau Läufer telefonisch anmeldest: Tel. 03 93 27 – 247

Die Adresse des Hofmuseums teilt sie Dir gerne mit.

 

 


Reiseorganisation:

Anreise

Der nächstgelegene Flughafen ist Berlin Tegel. Von dort geht es mit der Bahn in den Elb-Havel-Winkel. Alternativ könnt Ihr per Auto oder Rad anreisen.

Mietwagen:

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Unterkünfte in Klietz:

Unterkünfte in Klietz* könnt Ihr über unseren Partner booking.com buchen.


So macht man Butter selber
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Weitere Genuss Reisetipps gibt’s hier. Slow Traveller finden hier weitere Anregungen.

Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns bei der Leader Aktionsgruppe Elb-Havel-Winkel für die freundliche Unterstützung dieser Pressereise. Unsere Meinung bleibt jedoch unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

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