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Ein Restaurant auf Sanibel Island, wo die Einheimischen essen – Island Cow

Petar genießt seinen Strawberry Banana Smoothie © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Petar genießt seinen Strawberry Banana Smoothie
© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Schon unser erster Restaurantbesuch in Sanibel Island hat uns gezeigt, wie sehr sich das Lebensgefühl auf Sanibel Island von dem in Fort Lauderdale und Miami unterscheidet. War es in Miami eine relaxte und jugendliche Leichtigkeit, die das Leben dort kennzeichnete, so waren es in Fort Lauderdale die Eleganz und der Luxus der Superreichen aus aller Welt mit ihren Yachten, den imposanten Villen und den superteuren Shopping Malls. Sanibel Island ist ganz anders. Hier gibt es keine Hochhäuser und keine gewaltigen Hotelpaläste. Und schon gar keine Millionen Dollar teuren Prachtvillen oder Superyachten. Hier ist alles eine – oder sogar mehrere – Stufen kleiner, aber auch heimeliger.

Unser Hotel erinnert eher an ein Motel als an ein Inn mit seinem gemütlichen Zweibettzimmer, dem bequemen Wohnzimmertisch, der gerade groß genug ist für eine vierköpfige Familie und der komplett ausgestatteten Küche. Von unserem eigenen Balkon blicken wir auf eine gepflegte, aber überschaubare Poollandschaft, hinter der sich die Aussicht auf den Golf von Mexiko und den Strand von Sanibel eröffnet. Gemütlich, bequem und überschaubar sind hier die wichtigsten Begriffe, mit denen man auch das beschreiben könnte, wie wir Sanibel Island empfinden nach unserem Aufenthalt in den beiden Großstädten auf der Atlantikseite Floridas.

 

Mit diesem leckeren Strawberry-Banana-Smoothie stimmen wir uns aufs Essen ein © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Mit diesem leckeren Strawberry-Banana-Smoothie stimmen wir uns aufs Essen ein
© Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Und unser erstes Erlebnis mit Einheimischen haben wir im Island Cow Restaurant am Periwinkle Way, der Hauptstraße, die durch Sanibel Island führt. Der dicke Erdbeer-Bananen-Smoothie macht uns Appetit aufs Essen. Aber die Entscheidung fällt uns schwer, ist die Speisekarte im Island Cow doch so riesig, dass man allein eine halbe Stunde benötigt, um wirklich alle Gerichte durchzulesen, die angeboten werden. Die Auswahl erschlägt uns schier: da gibt es Salate von einem einfachen Cesar’s Salad bis hin zum tropischen Fruchtsalat. Es gibt Pasta aller Art, Tacos mit exotischen Füllungen, Gegrilltes, Gebratenes, Gekochtes. Wir finden Spare Ribs, Steaks, mehrere Sorten Fisch, Burger, Sandwiches, Wraps, Suppen, und vieles, von dem wir bisher noch nie gehört haben. Schließlich entscheiden wir uns aus reiner Verzweiflung für gegrillten Grouper (eine lokale Fischsorte) und Gumbo, eine Südstaaten-Spezialität aus verschiedenen Krustentieren, Meeresfrüchten, Hühnerfleisch und Wurst auf Reis.

 

Die tollen Desserts in der Island Cow ©Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Die tollen Desserts in der Island Cow ©Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Während wir auf unser Essen warten, studieren wir schon einmal die Dessertkarte. Schließlich hatten wir heute auf der Fahrt von Fort Lauderdale nach Sanibel Island aufs Mittagessen verzichtet und nun dementsprechend Hunger. Und was da für leckere Sachen draufstanden: ein Pie aus Pekannüssen, Key Lime Pie – DIE Dessertspezialität Floridas, ein “verrückter” Schokoladenkuchen, meilenhohe Erdnussbutter oder gar ein Explosionskuchen. Jeder dieser Namen macht schon neugierig auf das, was sich dahinter verbirgt. Abnehmen kann man mit diesen Desserts sicher nicht. Und wir überlegen schon mal, womit wir unser Mahl in der Island Cow abschließen wollen. Aber da wussten wir noch nicht, was auf uns zu kam.

 

Gegrillter Grouper mit Pommes Frites ©Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Gegrillter Grouper mit Pommes Frites ©Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Petars gegrillter Fisch erwies sich als ein riesiges Stück Fisch auf einem ebenso großen getoastetem Brötchen mit Gemüse und Pommes – eine Portion, an der wir zu Hause mehrere Tage lang essen.

 

Gumbo, eine Südstaaten-Spezialität © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Gumbo, eine Südstaaten-Spezialität © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

Mein Gumbo war eine Art Fisch-, Hühnchen- und Wurst-Eintopf auf einem Bett von Reis in einer ebenso großen Schüssel von einer Dimension, die wir zu Hause nur verwenden, wenn Freunde zu Besuch kommen. Das Essen roch fantastisch und schmeckte so, wie man sich Mutters Küche im amerikanischen Süden vorstellt – einfach nur lecker! Mit unserem geplanten Dessert wurde es allerdings nach diesem gewaltigen Mahl, das wir nur zum Teil verspeisten, nichts mehr. Dafür gab es einfach keinen Platz mehr.

Das Island Cow Restaurant ist offensichtlich auch bei den Einheimischen von Sanibel Island sehr beliebt, denn kaum war ein Tisch leer, wurden schon die nächsten Gäste an den Tisch geführt. Und die Gäste waren ein bunt gemischtes Völkchen: da gab es Familien mit kleinen Kindern, Paare, die es nach einer Radtour hierher verschlagen hatte, eine ältere Dame, die sich die Speisekarte genauestens vom superfreundlichen Kellner erklären ließ und sogar einige Honoratioren der Stadt, ihrer Kleidung nach zu urteilen. Es ging laut zu im Restaurant, aber irgendwie gehörte dies dazu – ein beliebter und guter Ort, um mit Freunden und der Familie ein herzhaftes Essen zu genießen.

Quelle: eigene Recherchen vor Ort mit freundlicher Unterstützung von Lee County Convention and Visitors Bureau

Text: © Copyright  Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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