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Kanadas Single Malt Whisky aus Glenora

Die Maische-Tonne der Destillerie Hier entsteht Kanadas Single Malt Whisky
Die Maische-Tonne der Glenora Distillery Mabou – Hier entsteht Kanadas Single Malt Whisky

 

In der Glenora Distillery entsteht Kanadas Single Malt Whisky

Kanadas Single Malt Whisky brennt man in der Glenora Distillery & Inn auf Cape Breton Island in Nova Scotia. Glenora ist nicht nur eine Whiskybrennerei, sondern bietet auch ein Hotel und ein Restaurant, dessen Küche zu den besten der Insel gehört. Mit viel Geschmack hat man im Tal des McLellan River nahe dem kleinen Ort Glenville unweit von Mabou auf Cape Breton ein Paradies für Whisky-Liebhaber und Freunde kulinarischen Reisens geschaffen, das Seinesgleichen sucht in Nova Scotia und ganz Kanada.

Für uns als Genuss Reiseblogger ist es ein obligatorischer Stopp auf unserer Reise durch Nova Scotias größte Insel. Wir nehmen uns einen halben Tag Zeit und übernachten dort, und das ist gut so. So lassen wir uns auf einer Tour durch die Destillerie erklären, wie man in Kanada Whisky herstellt, erfahren mehr über die Geschichte der Brennerei und haben danach noch Zeit, die schöne Anlage zu genießen.

 

Die Glenora Distillery
Die Glenora Distillery brennt Kanadas Single Malt Whisky
Der McLellan Brook
Der McLellan Brook liefert das Wasser für Kanadas Single Malt Whisky

 

Warum passt Whisky gut nach Nova Scotia?

Die Idee, in Kanada Whisky zu brennen, konnte eigentlich nur auf Cape Breton Island entstehen, einer Insel, in der mehr Gälisch gesprochen wird als in Schottland selbst. Die Insel lockte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Danach kamen zahlreiche gälisch sprechende Katholiken aus Schottland, die ihr kulturelles Erbe bis heute pflegen. Fiddle Musik, schottische Clans, Küchenparties und der Steptanz gehören genauso hierhin wie ein gutes Glas goldenen Whiskys. Daher ist es gar nicht soweit hergeholt, auf Cape Breton Whisky zu brennen.

Bruce Jardine aus dem winzigen Ort Glenville liebte Whisky, und er wagte das Abenteuer. Sprudelnde Bäche fließen durch die sanften Hügel seiner Heimat. Der McLellan Brook liefert das perfekte Wasser, um daraus Whisky herzustellen. Jardine verstand zunächst nichts vom Destillieren des “Uisce Beatha”, des Wassers des Lebens. So nennt man Whisky liebevoll im Gälischen. Daher reiste er auf die Insel Islay in Schottland, wo er bei einer der renommiertesten Whisky Destillerien des Landes, der Bowmore Distillery Unterstützung für seine Pläne fand. Mit Hilfe erfahrener Whiskybrenner baute Jardine seine Destille in den Hügeln seiner Heimat.

Die beiden Brennblasen und zwei riesige Kupfertöpfe, in denen heute der Glenora Whisky, Kanadas Single Malt Whisky, entsteht, stammen von Bowmore. Dessen Fachleute lieferten außerdem das Wissen, um aus Glenora eine erfolgreiche Whiskybrennerei zu machen.

 

Die beiden Brennblasen in der Glenora Distillery
Die beiden Brennblasen in der Glenora Distillery Cape Breton
Neu: Battle of the Glen
Neu: Battle of the Glen

 

Kanadas Whisky stellt man aus Gerste her

Kanadas Single Malt Whisky stellt man aus gemälzter Gerste her. Man brennt ihn zweimal, und er reift mehrere Jahre im Eichenfass. Die Gerste bezieht die Destillerie aus anderen Teilen des Landes. Dort mälzt man sie nach den strengen Vorgaben von Glenora. Im Winter ist die Zeit des Brennens in Glenora. Dann schrotet man das Malz, vermischt es mit dem frischen Wasser des McLellan Brook und kocht es, bis sich der Zucker löst. Die Würze trennt man vom Abfall und bringt sie mit Hefe zum Gären. Danach wird die Flüssigkeit in den Brennblasen zweimal destilliert.

Das Kondensat hat nach dem zweiten Brenngang einen Alkoholgehalt zwischen 65 bis 70% und wird in amerikanische Bourbon-Fässer gefüllt, in denen es mehrere Jahre reift. Dabei verliert es pro Jahr etwa 2% des Inhalts, der durch die Poren des Holzes verdunstet. Um dem Whisky seinen endgültigen Geschmack zu verleihen, reift er weitere Jahre in Sherry-, Rum-, Portwein- oder Weinfässern, bevor er schließlich abgefüllt wird in Flaschen. Davor setzt man noch Wasser hinzu, um den Alkoholgehalt auf trinkbare 40-46% zu reduzieren.

 

Pub und Restaurant in der Glenora Distillery
Pub und Restaurant in der Glenora Distillery Mabou

 

2000 gab es den ersten Whisky aus Kanada

Es dauerte mehrere Jahre, bis die ersten Flaschen von Kanadas Single Malt Whisky aus Glenora abgefüllt werden konnten. Im Jahr 2000 war es dann soweit: 12.000 Flaschen wurden angeboten, von denen fast die Hälfte schon vor dem Verkauf bestellt waren. Die ersten Flaschen Glen Breton Rare allerdings wurden nummeriert, signiert und in Holzschachteln verpackt, und werden mit den Jahren zu begehrten Sammlerobjekten. Inzwischen gibt es neunjährige und zehnjährige Whiskys aus der Glenora Destillerie. Das Wine Enthusiast Magazine zählt den Glen Breton Rare sogar zu den 50 Top-Bränden der Welt.

 

McLellan Brook fließt durch Glenora
McLellan Brook fließt durch Glenora

 

So produziert man Kanada Whisky

Bei der Führung durch die Destillerie erklärt man uns, wie die Herstellung des Whiskys abläuft. Um den Prozess zu sehen, muss man allerdings im Winter hierher kommen, denn nur während der Wintermonate findet der eigentliche Brennvorgang statt. Auch das Lager der alten Whiskyfässer sehen wir nicht bei der Führung. Dieses befindet sich an anderer Stelle. Stattdessen dürfen wir Kanadas Single Malt Whisky kosten. Er rinnt uns rau die Kehle hinunter und ist nicht so mild wie der dreimal destillierte irische Whisky, aber er schmeckt uns gut und wärmt schnell von innen.

 

Der tolle Garten von Glenora
Der tolle Garten von Glenora

 

Glenora bietet auch eine schöne Umgebung

Bevor wir uns zum Dinner im Restaurant von Glenora niederlassen, machen wir noch einen Spaziergang über das Gelände, das heute neben der Destillerie ein Hotel und eine gepflegte Gartenanlage umfasst, durch die der McLellan Brook fließt. Mit viel Geschmack hat man hier ein Ensemble geschaffen, das nicht nur zur Verkostung von Kanadas Single Malt Whisky einlädt, sondern zu einem erholsamen Aufenthalt, in dem sich der schottische Spirit Cape Bretons auf sehr angenehme Art und Weise genießen lässt.

 

Wunderbares Lobster Trio
Wunderbares Lobster Trio
Frischer Thunfisch - Catch of the Day
Frischer Thunfisch – Catch of the Day
Leckeres Mandelhühnchen
Leckeres Mandelhühnchen

 

Wie steht’s mit einem Gläschen Whisky am Abend?

Zum Abschluss des Tages darf Kanadas Single Malt Whisky natürlich nicht fehlen. Er bildet den perfekten Abschluss unseres köstlichen Abendessens, das wir im Restaurant von Glenora genießen: Ein Lobster Trio zur Vorspeise mit Hummersalat, -sushi und Hummer Wonton, einem wundervollen Thunfisch, dem frischen Fisch des Tages, und Hühnchen im Mandelmantel. Hier genießen wir das beste Abendessen auf unserer Rundreise durch Cape Breton. Und Dir rufen wir ein begeistertes “Slainte” – “Prost” – zu mit dem tollen Whisky aus Glenora!



Reiseorganisation:

Anreise:

Air Canada, 

,
und Icelandair fliegen von Deutschland aus verschiedene Flughäfen im Osten Kanadas an.

Glenora Distillery & Inn
13727 Route 19
Glenville, Nova Scotia

Wohnmobil:

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Mietwagen:

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Hotels:

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Reiseführer:

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Weitere Reisetipps zu Kulinarik und Genuss findest Du in unserem Genuss Reiseblog.

Tipps zu Wein und Getränken findest Du unter Weintourismus – Weingebiete.

Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns bei Tourism Nova Scotia für die freundliche Einladung zu dieser Reise. Unsere Meinung bleibt unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

 

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Monika und Petar Fuchs in Graz

Monika Fuchs und Petar Fuchs sind die Herausgeber des Slow Travel und Genuss Reiseblogs TravelWorldOnline Traveller. Sie veröffentlichen dieses Blog seit 2005.

Ihre Themen sind

Monika Fuchs ist Autorin und Fotografin des Blogs und schreibt als freie Journalistin für DIE ZEIT Online und Reisemagazine wie 360° Kanada, 360° USA, touristik aktuell, etc. Außerdem verfasst sie Reiseführer über Destinationen und Genuss Reiseziele in aller Welt. Petar Fuchs produziert die Videos auf diesem Blog sowie auf YouTube.

Weitere Informationen über Monika und Petar Fuchs.

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