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Kaffee & Kultur in einem Cafe in Salzburg

Kaffee Kultur in einem Cafe in Salzburg
Kaffee & Kultur in einem Cafe in Salzburg

 

Sobald man es betritt, weiß man, dass hier österreichische Kultur das Sagen hat: ein Cafe in Salzburg. Nicht jedes Cafe in Salzburg jedoch erfüllt die Erwartungen. Es gibt Cafe Konditoreien, die so gar nichts mit österreichischen Kaffeehäusern zu tun haben. Sie könnten auch in jeder anderen europäischen Stadt stehen.

Ein echtes österreichisches Kaffeehaus jedoch ist anders. Österreichische Kaffee Kultur beinhaltet bestimmte Rituale und Verhaltensweisen seiner Gäste, die anderen Europäern abhanden gekommen sind.

Kaffee & Kultur in einem Cafe in Salzburg

Schon die Menükarte eines Salzburger Kaffeehauses stellt einen Nicht-Österreicher jedoch vor Entscheidungsprobleme. Bestellt man hier doch nicht einfach einen Kaffee. Nein, die Liste der Heißgetränke ist länger und auf jeden Fall differenzierter in der Rezeptur. Ein “Kleiner” oder ein “Großer Schwarzer” werden ebenso angeboten wie ein “Brauner”, ein “Verlängerter” oder eine “Melange”. Dabei sind das sind nur die “normalen” Kaffees. Dazu gesellt sich außerdem eine lange Liste von Kaffeespezialitäten, die dem Cafe Besucher schon beim Lesen das Wasser im Munde zusammen laufen lassen.

Kaffee auf österreichische Art

Man sollte als Nicht Österreicher auf jeden Fall vorbereitet in ein solches Kaffeehaus gehen und sich schon vorher darüber schlau machen, was denn nun eigentlich unter diesen diversen Kaffeeangeboten zu verstehen ist. Daher hier eine kleine Hilfestellung:

Kleiner Schwarzer – damit ist eine kleine Tasse schwarzer Kaffee gemeint
Großer Schwarzer – hier ist etwas mehr schwarzer Kaffee enthalten
ein Brauner – hier handelt es sich um einen Schwarzen mit Schlagobers (Schlagsahne)
ein Verlängerter – das ist ein Schwarzer mit Wasser
Und dann gibt’s noch die Melange – das ist ein Verlängerter mit warmer Milch

Neben den inzwischen auch in anderen Ländern bekannten Spezialkaffees wie Capuccino, Caffe Latte oder Macchiato gibt’s dann auch noch die typisch österreichischen Kaffeekreationen. Diese zeichnen sich durch ideenreiche Kombinationen aus Kaffee, Espresso, Kakao, Likör – Amaretto, Baileys oder ähnlich Leckerem – und viel Schlagsahne aus. Oder – wie man in Österreich sagt – durch Schlag oder Schlagobers.

 

Köstliche Kuchenschnitten
Köstliche Kuchenschnitten

 

Ein Besuch im Kaffeehaus braucht vor allem eines – Zeit!

Kuchen kann man in einem Salzburger Kaffeehaus dazu essen, aber das muss nicht unbedingt sein. Viel wichtiger ist es allerdings, genügend Zeit mitzubringen, um seinen Kaffee zu genießen. Dies kann man alleine tun. Für diesen Fall findet man in einem typischen Cafe bereits am Eingang die neueste Tageszeitung zwischen Holzhalter gespannt. Diese sind meist schon in der Nähe der Garderobenständer aufgehängt. Damit nimmt man sie einfach an den Tisch mit. Oder – noch besser – man genießt den Kaffee in Gesellschaft. Dafür braucht es ebenfalls Zeit. Im Kaffeehaus trifft man sich zum zweiten Frühstück. Oder man bespricht sich mit Freunden oder Geschäftspartnern. Andere genießen einfach eine ruhige Viertelstunde, in der sie sich mit einer Zeitung eine ruhige Ecke suchen. Dazu gibt’s einen guten Kaffee für eine Pause vom hektischen Alltag.

Und was hat das alles mit Salzburg zu tun?

Ganz einfach – hier gibt es einige Kaffeehäuser dieser Art. Das bekannteste ist wahrscheinlich das Tomaselli am Alten Markt. Wer hier zur Mittagszeit herkommt und auf einen freien Platz hofft, der stammt jedoch bestimmt nicht aus Salzburg. Hier ist es um die Mittagszeit immer voll – und laut.

Ganz anders ist dagegen das Cafe Bazar auf der Nordseite der Salzach. Neben dem Hotel Sacher Salzburg gelegen, wirkt das Cafe Bazar ruhiger. Hierher kommt, wer gerade auf dem Weg in die Altstadt ist oder seinen Bummel durch die Stadt bereits hinter sich hat und sich ausruhen möchte. Dies kann man auf jeden Fall tun – mit wundervollem Ausblick auf die Staatsbrücke und die Kirchenkuppeln der Innenstadt, die von der Festung Hohensalzburg und vom Mönchsberg mit dem Museum der Moderne überragt werden. Eine wahrhaft imposante Aussicht, bei der man seinen Kaffee schließlich noch mehr genießt.

Ein Besuch in Salzburg ist jedenfalls nicht vollständig, ohne eines seiner Kaffeehäuser besucht zu haben. Erst dann kann man der österreichischen Seele etwas nachspüren.

Ein tolles Cafe in Salzburg? Bitte sehr:

  • Das Cafe Bazar, Schwarzstrasse 3, 5020 Salzburg
  • Cafe im Hotel Sacher, Schwarzstraße 5-7, 5020 Salzburg
  • Das Cafe Tomaselli, Alter Markt 9, 5020 Salzburg

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Reiseorganisation:

 

Anreise mit Flugzeug, Bahn und Fernbus

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Zuletzt aktualisiert am 25. June 2019 um 11:37 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Quelle: eigene Recherchen vor Ort

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Foto © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

27 Responses

  1. Antje
    | Antworten

    Ich bin ja eher Teetrinker, aber in Österreich darf es auch gern mal eine feine Kaffeespezialität sein.

    • Hallo Antje,

      Tee schmeckt mir am besten mit Blick auf die Ost- oder Nordsee. Je weiter südlich wir sind, umso mehr werde ich zum Kaffeetrinker.

      Liebe Grüße,
      Monika

  2. Elena
    | Antworten

    Liebe Mona,
    als Salzburgerin ist das jetzt natürlich ein “Heimspiel” für mich :-) Die genannten Kaffeehäuser sind bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt und im Stil bestimmt das, was man sich außerhalb unserer Grenzen als “typisch österreichisch” erwartet. Aber ich nutze die Gelegenheit und gebe dir und deinen LeserInnen sehr gerne noch 3 Tipps, wo wir Salzburger gerne hingehen:
    220 GRAD (modern/jung): sensationell frühstücken (auch für Vegetarier) und eigene Rösterei
    Cafe Wernbacher: Wer Retro Styling liebt ist hier richtig (Nähe Mirabell Garten) – für viele Salzburger das 2. Wohnzimmer
    Schatz Konditorei: Ein Mini-Kaffeehaus in der Nähe von Mozart’s Geburtshaus mit einem wunderschönen Portal und den unglaublich schmackhaften Cremeschnitten
    Viele Grüße
    Elena

    • Hallo Elena,

      die Konditorei Schatz kenne ich schon – wenn auch nur von außen (bisher). Das Café Wernbacher und 220 Grad kenne ich bisher noch nicht. Die sind schon in meiner To-Do-Liste gelandet. Herzlichen Dank für die Tipps.

      Liebe Grüße,
      Monika

  3. Nicolo
    | Antworten

    Hallo liebe Monika,
    ich empfinde es leider auch so, dass in unserer schnelllebigen Zeit diese Rituale verloren gegangen sind oder nur noch selten zu finden sind. Coffee to go lässt grüßen.

    Vor kurzem habe ich in Den Haag einen High Tea eingenommen. Auch eine wunderschöne Zeremonie bei der ich wirklich runtergekommen bin.

    Ich halte bei meinen Reisen jetzt vermehrt Ausschau nach solch schönen Erlebnissen.

    Sonnige Grüße,
    Nicolo

    • Hallo Nicolo,

      ja, da kann ich Dir nur zustimmen. Umso mehr genießen wir solche Zeremonien, wenn wir sie entdecken. Du hast Recht, High Tea gehört auch dazu. Wir haben den schon an mehreren Orten erlebt. Sogar an solchen, wo wir ihn gar nicht erwartet hätten, wie z.B. in Miami.

      Herzliche Grüße,
      Monika

  4. Susanne
    | Antworten

    Ich sitze gerade bei meinem Morgenkaffee und lese Euren Bericht. Ich trinke gerne Kaffee, habe aber zugegebener Maßen im Ausland immer meine Probleme damit. Es trifft fast nie meinen Geschmack. Der Kaffee ist entweder so klein und stark, dass ich die nächsten Stunden “unter Strom” stehe oder der Kaffee ist mir zu bitter. Da kommt Euer kleiner Kaffeeguide für Salzburg gerade recht. Jetzt sollte beim nächsten Österreich Aufenthalt der “richtige” Kaffee auf meinem Tisch landen.
    Lieben Gruß, Susanne

    • Hallo Susanne,

      das freut mich sehr, wenn Dir unser Kaffeeguide weiter hilft. Wir haben uns früher immer einen kleinen Spickzettel mitgenommen, wenn wir österreichische Cafés besuchten. Die Kaffeeauswahl dort muss man erst einmal kennen. Aber gut finde ich die österreichischen Kaffees eigentlich alle.

      Liebe Grüße,
      Monika

  5. Ralf Falkowski
    | Antworten

    Hallo Ihr zwei, ich war früher sehr oft in Österreich und beim Bestellen fragte man sich immer:

    Welchen Kaffe nehme ich denn? Durch euren Artikel bin ich jetzt bestens für den nächsten Östterreich Urlaub gerüstet.

    und jetzt mache ich mir -zuhause- einen Melange.

    Lg.

    Ralf

  6. Claudia
    | Antworten

    Um die Kaffeehaus-Kultur beneide ich als Norddeutsche ja die Österreicher. Das hat so etwas Charmantes und Gemütliches. Das kommt in eurem Artikel wunderbar rüber, sodass ich eigentlich sofort meine Jacke nehmen und ins nächste Café gehen möchte :)
    Die Erklärungen der Kaffeesorten finde ich auch sehr hilfreich, da steigt man als Außenstehende oft nicht so durch.
    Mein nächster Kaffeehaus-Besuch steht im Mai an, wenn ich mal wieder nach Budapest fahre. Dort werde ich der legendären Konditorei Ruszwurm einen Besuch abstatten und dabei an euren Artikel über Kaffeehaus-Kultur denken. Und vielleicht schaffe ich es irgendwann ja auch mal tatsächlich nach Salzburg…

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Claudia,

      ich denke, die Budapester Kaffeehäuser unterscheiden sich gar nicht so sehr von denen in Österreich. Schließlich gehörten sie zu Zeiten der austro-ungarischen Monarchie ja zusammen. Wenn ich mich an meinen Besuch in Budapest vor vielen Jahren erinnere, hatte ich manchmal das Gefühl, in einem österreichischen Kaffeehaus zu sein. Ich werde auf jeden Fall Ausschau halten nach Deinem Beitrag über Budapest.

      Liebe Grüße,
      Monika

  7. Anita
    | Antworten

    Hallo ihr zwei!
    Ihr lacht mich jetzt vielleicht aus, aber selbst ich als Österreicherin bin mit den Kaffeebezeichnungen in Salzburg und in Wien überfordert ;P Bei mir in Kärnten herrscht nämlich schon sehr stark der italienische Einschlag vor: wir trinken Cappuccino, Caffé Latte, einen Verlängerten, Kleinen Braunen oder Espresso. Keine Einspänner und keine Melange. Und falls ihr mal in Kärnten seid, dann müsst ihr zum Kaffee unbedingt einen Kärntner Reindling essen. Eine traditionelle Süßspeise aus Hefeteig. LG, Anita

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Liebe Anita,

      da bin ich richtig froh, dass es sogar Dir als Österreicherin so geht, Anita. Ich kam mir manchmal schon richtig komisch vor. Den Kärntner Reindling merke ich mir für unseren nächsten Aufenthalt in der Region vor. Dieser kommt bestimmt.

      Liebe Grüße,
      Monika

  8. Mario
    | Antworten

    Hallo Monika,

    bei mir fragen die Bedienungen auch mehrmals nach, da ich immer einen “Kaffee” bestelle. Was wäre jetzt die korrekte Bezeichnung für eine Tasse Kaffee mit einem Schluck Milch?

    Gruss Mario

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Mario,

      in dem Fall würde ich – je nach Kaffeedurst – entweder einen “Kleinen” oder “Großen Schwarzen” bestellen. Milch gibt’s ja immer dazu. Dann kannst Du Dir den Schluck Milch selbst hinzufügen.

      Herzliche Grüße,
      Monika

  9. Outdoor-Hochgenuss
    | Antworten

    Ja, die vielen verschiedenen Kaffeespezialitäten sind in Österreich wirklich sensationell. Leider gibt es noch zu wenige milch- bzw. glutenfreie Tortenspezialitäten und somit gehört der Kaffeehausbesuch eher seltener zu unseren Lieblingsbeschäftigungen in den schönen Städten.

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Da verpasst Ihr aber etwas, Silke und Thomas. In den Cafés gibt’s ja auch noch andere Sachen. Schon allein die Atmosphäre finde ich klasse.

  10. Andreas
    | Antworten

    Salzburger Kaffeehäuser: Endlich klärt jemand einmal auf welche Sorten in österreichischen Kaffeehäusern serviert werden. Die Auswahl ist so groß, dass man gleich durcheinander kommen kann. Kleiner Schwarzer, Großer Schwarzer, Brauner Kaffee, Verlängerter und Melange.

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Andreas,

      das haben wir aus reinem Eigennutz getan, den wir sind selbst immer wieder durcheinander gekommen. Und wie Sabine unten schon gesagt hat, reagieren nicht alle österreichischen Ober freundlich, wenn man ständig nachfragt, was nun eigentlich der Unterschied zwischen den verschiedenen Kaffees ist.

      Liebe Grüße,
      Monika

  11. Sabine
    | Antworten

    Was ich an der österreichischen Kaffekultur besonders mag: es wird immer auch ein Glas Wasser zum kaffee serviert. Das hat einfach Stil!

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Das ist wahr. Allerdings sind mir die vielen verschiedenen Kaffeevariationen dann doch lieber :)

  12. Sabine
    | Antworten

    Oh ja. Da kann man schon mal durcheinander kommen oder einfach zu viele Fragen stellen. Ich erinnere mich an ein Wiener Kaffeehaus in dem der Ober schon sehr genervt war, dass ich nicht wusste, welche Bezeichnung für welche Kaffeeart steht. Danke für die Erklärung!
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Das kenne ich nur zu gut, Sabine. Uns ging es bei unseren ersten Besuchen in Österreich nicht anders.

      Liebe Grüße,
      Monika

  13. Gemütlich eine gute Tasse Kaffee trinken und dazu eine Zeitung (oder mehrere) lesen – das Paradies! Ich finde auch, dass das in einem österreichischen Kaffeehaus besonders gut geht.
    Beim Lesen fragte ich mich: Gibt es einen Grund, dass ihr Kaffee Kultur auseinander schreibt?

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Julia,

      vielleicht sollte ich zwischen Kaffee und Kultur noch ein & setzen :) ?

      Liebe Grüße,
      Monika

  14. Nachtfalke
    | Antworten

    Der Unterschied liegt in der Ähnlichkeit:
    Ob es einen Unterchied gibt zwischen einem Wiener Café oder einem Salzburger Kaffeehaus? Darüber ließe sich wahrscheinlich tagelang sinnieren …
    Interessant finde ich den Hinweis auf die “Österreichische Kaffeehauskultur” – die eigentlich nichts anderes ist als die Wiener Kaffeehauskultur unter einem anderen Namen. Wozu diese Verallgemeinerung? Auch darüber ließe sich lange nachdenken – klar: auch wieder im Kaffeehaus …

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