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Salzburg Läden mit Tradition

Läden mit Tradition in Salzburg Ein alter Gerber Lehrbrief
Ein alter Gerber Lehrbrief – gesehen in einem der Läden mit Tradition in Salzburg

 

Einst ratterten Holzkarren über das Kopfsteinpflaster der Steingasse hinein nach Salzburg. Steinerne Vorsprünge an den Häusern entlang der Straße deuten darauf hin, dass die Lenker dieser Karren nicht immer achtsam mit den Häusern umgingen, an denen sie vorbeifuhren. Die Steinboller sollten verhindern, dass die Wagenräder die Hauswände in der engen Gasse beschädigen. Postkutschen brachten ihre Passagiere bis zur Kreuzung mit dem Stefan-Zweig-Weg und bogen dort ab über eine Brücke über die Salzach, die es heute nicht mehr gibt. Wolf Dietrich von Raitenau, seines Zeichens Fürsterzbischof von Salzburg von 1587 bis 1612, ließ sie im Zuge der Barockisierung der Altstadt abreißen. Die Steingasse liegt am Nordufer der Salzach unterhalb der Stadtmauer, die über den Kapuzinerberg verläuft. Sie ist durch die Salzach von der Altstadt getrennt. Der Fluss fungierte lange Zeit als Duftgrenze in der Stadt, waren hier und in der Lederergasse doch die Gerber, Färber und Fleischer angesiedelt, die in den Gewölben ihrer jahrhundertealten Häuser ihr Gewerbe ausübten. Dass darunter auch das halbseidene Gewerbe war, zeigt das “Maison de Plaisir”, das ich zufällig bei unserem Rundgang entdecke. Unangenehme Gerüche und Personen am Rande der Gesellschaft sollten von der feinen Gesellschaft auf der anderen Seite der Salzach ferngehalten werden, und so fungierte der Fluss gleichermaßen als Geruchsgrenze wie als soziale Trennlinie im Gesellschaftsgefüge der Stadt. Wir sind unterwegs in den Straßen Salzburgs auf der Suche nach alten Traditionsbetrieben und Läden mit Tradition und wollen mehr erfahren über die Familien, deren Handwerksbetriebe und Geschäfte schon seit Generationen vom Vater auf den Sohn – oder die Tochter – weiter vererbt wurden.

 

Die alte Zunfttruhe der Gerber
Die alte Zunfttruhe der Gerber – gesehen in einem der Läden mit Tradition in Salzburg

 

Unser Rundgang zu den Läden mit Tradition in Salzburg

Unser Rundgang durch Salzburg zu den Läden mit Tradition beschränkt sich auf die Steingasse, die Getreidegasse, den Alten Markt und die Ecke, wo die Brodgasse in den Alten Markt mündet. Während am Nordufer der Salzach die Gewerbebetriebe angesiedelt waren, deren Arbeit mit üblen Gerüchen verbunden war, befinden sich in den Straßen am anderen Salzachufer und in der Altstadt jene Läden mit Tradition, die feine Gewürze, Stoffe, Spitzen, handgefertigte Schirme, edle Trachtenkleidung und teure Köstlichkeiten aus Schokolade verkaufen. Die Schilder der Gilden über den Läden in der Getreidegasse deuten auf die Vielfalt des Angebots hin, das die feine Dame und der feine Herr hier schon zu Mozarts Zeiten vorfand und heute noch vorfindet. Wir besuchen einige dieser Betriebe und lassen uns von ihren jetzigen Inhabern Geschichten aus der Familientradition erzählen.

Das “Haus des Vergnügens” lassen wir links liegen, auch wenn es noch immer zwischen 14.00 und 4.00 Uhr morgens geöffnet hat. Ob man hier von Familientradition reden kann, ist eher fraglich. Stattdessen gehen wir weiter zur ehemals wichtigsten Straßenkreuzung am nördlichen Salzachufer, wo der kurze Stefan-Zweig-Weg von der Steingasse in Richtung Fluss abzweigt. Dies war einmal einer der wichtigsten Plätze der Stadt. Kaum zu glauben, wenn man sieht, wie klein dieser ist. “Zu Zeiten Mozarts lebten nur etwa 15.000 Menschen in Salzburg”, erklärt uns Cornelia Thöni, die uns diese Seite von Salzburg zeigt. “Da war der Platz ausreichend, damit man sich hier treffen konnte, um frisches Fleisch einzukaufen, Lederwaren zu holen oder Stoffe färben zu lassen.”

 

Hat sich hier die Gilde der Gerber getroffen?
Hat sich hier die Gilde der Gerber getroffen? Gesehen in der Werkstatt eines der Salzburger Läden mit Tradition
Diese Gerbersfrau bringt Speis und Trank
Diese Gerbersfrau bringt Speis und Trank – so war es einst in den Salzburger Läden mit Tradition

 

Die Gerberei Schliesselberger – Rotgerber seit 1455

Nur wenige Schritte weiter, da wo die Lederergasse von der Linzergasse den Berg hinunterführt, befindet sich das Haus der Rotgerberfamilie Schliesselberger. Typisch für die Salzburger Läden mit Tradition: Auf dem Firmenschild über dem Eingang in den Laden, der heute Koffer, Taschen und Gürtel verkauft, prangt stolz das Gründungsjahr. Seit 1455 ist die Familie Schliesselberger in der Bearbeitung und mit dem Verkauf von Lederwaren beschäftigt. Wir gehen hinauf in die Werkstatt im ersten Stock, wo uns die Mutter des heutigen Inhabers stolz ihre Familienschätze zeigt: eine kunstvoll geschnitzte Gildentruhe, in der sie historische Lehrbriefe aufbewahrt, in denen den Gesellen der erfolgreiche Abschluss ihrer Ausbildung zum Gerbermeister bescheinigt wird. Einer davon ist sogar noch auf echtem Pergament geschrieben, dessen Leder fast transparent wirkt. Im benachbarten Lagerraum, in dem Schuhsohlen neben Fellen und gegerbtem Leder in Regalen auf ihre Verarbeitung warten, zeigt sie uns einen der ältesten Räume des Hauses: das Kreuzgewölbe deutet darauf hin, dass er bereits zu gotischen Zeiten existierte. Wand- und Deckenmalereien lassen vermuten, dass er einst als Versammlungsraum für die Gilde der Rotgerber gedient hatte. Vielleicht wurden hier gemeinsame Feste gefeiert? Das Bildnis eines Musikanten vor einem übergroßen Bierkrug und einer Frau, die eine Schüssel voller Essen in den Händen trägt, scheinen es zu beweisen. Schriftliche Aufzeichnungen darüber gibt es jedoch nicht. Auf unserem Weg die Lederergasse hinunter machen wir einen kleinen Abstecher in den Hof der Gerberei Schliesselberger. Dabei passieren wir die ehemalige Stadtmauer. Im Hof befanden sich einst die Gerbgruben, von denen die unangenehmen Gerüche des lederverarbeitenden Gewerbes ausgingen.

 

Gehäkelte Spitze bei Knopferlmayer
Gehäkelte Spitze bei Knopferlmayer, einem der Salzburger Läden mit Tradition
Edle Bordüren sind heute wieder in
Edle Bordüren sind heute wieder in – Läden mit Tradition haben ein langes Erbe

 

Feine Bänder, Knöpfe und Spitzen beim Knopferlmayer am Rathausplatz

Ganz anders sieht es aus beim Knopferlmayer am Rathausplatz auf der anderen Seite des Flusses. Im Schaufenster des kleinen Ladens hängen gehäkelte Spitzen und Bänder. Knöpfe in allen Größen, Farben und Variationen bietet die Familie Mayer hier schon seit 250 Jahren an. Ich kann mir gut vorstellen, wie hier früher die feinen Damen der Gesellschaft ein- und ausgingen, um sich neue Spitzen für ihr nächstes Ballkleid zu holen oder neue Borten für ihr festliches Dirndl. Wie in vielen Läden mit Tradition erinnert vieles an die Anfangszeiten, als die Geschäftsgründer mit ihrem Unternehmen starteten. Im Geschäft der Familie Mayer fühle ich mich zurück versetzt in jene Zeiten: während auf der einen Seite des Ladens ein Wandregal gefüllt ist mit Schachteln voller Knöpfe, befindet sich auf der anderen Ladenseite ein Regal, dessen Holzschubladen vieles versprechen. Erst als uns die Geschäftsinhaberin einige davon auf den Verkaufstresen stellt, sehen wir, welche Schönheiten sich darin verbergen: breite, gehäkelte Borten und Bänder und Bordüren, die gut auf jeder Tracht ausschauen. “Es gibt viele junge Leute, die sich mit solchen Bändern ihre modernen Jacken verschönern”, erzählt sie uns lachend. “Man legt heute nicht mehr soviel Wert darauf, dass es zu einem bestimmten Stil passt. Was schön ausschaut, wird ausgewählt.” Und sie zeigt uns eine schön gewebte schwarze Borte: “Die wird gerne als Besatz genommen, um einfache Jacken aufzuwerten.” Läden mit Tradition brauchen Ausdauer

 

Süßwaren von Josef Holzermayr
Süßwaren von Josef Holzermayr, einem der Salzburger Läden mit Tradition
Die echte Mozartkugel
Die echte Mozartkugel – ein bekanntes Produkt der Salzburger Läden mit Tradition

 

Die Confiserie Holzermayr am Alten Markt in Salzburg

Auch die Confiserie Holzermayr ist einer jener typischen Salzburger Läden mit Tradition: Seit 1865 gibt es die Süßigkeiten der Süßwarenhandlung Holzermayr in Salzburg. “Es war nicht immer leicht, die Salzburger mit Süßigkeiten zu versorgen”, erzählt uns die heutige Besitzerin. “Mein Großvater und Vater mussten vor allem während und nach den beiden Weltkriegen erfinderisch sein. Es gab Zeiten, da war es sehr schwierig, an Schokolade und andere Rohstoffe zu kommen, aus denen wir unsere Pralinen und Süßigkeiten herstellen.” Heute ist das allerdings kein Problem. Das beweisen die Trüffelpralinen mit und ohne Alkohol, die Rumpastillen, die mit Schokolade überzogen Ananas-, Orangen- oder Aprikosenscheiben, die Pralinenwürfel aus Nougat oder Marzipan und die Mandelsplitter. Holzermayr ist die einzige Confiserie Salzburgs, die ihre Schoko-Marzipan-Nougat-Kugeln als “echte Mozartkugeln” bezeichnen darf. Sie darf in silberblauem Papier verpackt werden, anders als die der Konkurrenz aus Bayern. Schneidet man die beiden Kugeln auf, stellt man fest, dass sie ein unterschiedliches “Innenleben” haben: während die echten Mozartkugeln von Holzermayr einen Nougatkern ummantelt mit Marzipan und Schokolade haben, hat die Mozartkugel der Konkurrenz eine andere Zusammensetzung. Sie hat den Marzipanteil im Kern, umgeben von Nougat und weißer und dunkler Schokolade.

 

Dieser Lederhosen mochte sogar der Kaiser
Dieser Lederhosen mochte sogar der Kaiser – die Geschichte in den Salzburger Läden mit Tradition reicht weit zurück
Der Prinz von Griechenland als Kunde
Der Prinz von Griechenland als Kunde – der Adel kauft noch heute in den Salzburger Läden mit Tradition

 

Trachtenlederne für den Kaiser vom Weißgerber

Der älteste der Läden mit Tradition, den wir auf unserem Rundgang durch Salzburg kennenlernen, ist die Weißgerberei Jahn-Markl, die ihre Werkstätte in der Goldgasse hat. Schon seit 1408 stellt die Familie Wildlederbekleidung und Trachten her. Der handwerkliche Meisterbetrieb war einst Hof- und Kammerlieferant und hat sogar für Kaiser Franz Josef immer wieder Lederhosen hergestellt. “Aber macht sie so, dass sie nicht so neu ausschauen”, soll der Kaiser gesagt haben. “Diesen Wunsch haben wir natürlich erfüllt.” Wir besuchen Frau Jenner, die Inhaberin, in ihrem kleinen Laden am Residenzplatz 3. Von außen wirkt der Laden eher unscheinbar. Was sich hinter den Türen und in dem engen Laden verbirgt, in dessen Regalen Lederhosen und Trachtenjacken hängen, raubt mir den Atem. Vor allem, als Frau Jenner ihr Kunden- und Gästebuch hervorholt: “Unser neuester Kunde ist der Prinz von Griechenland”, meint sie stolz. Und dann fängt sie an, in ihrem Kundenbuch herumzublättern. Dieses liest sich wie ein Who is Who der High Society der gesamten Welt: der amerikanische Hollywood-Schauspieler Mark Harmon gehört genauso zu ihren Kunden wie der gesamte Adel Europas und die Größen der Modewelt. Namen wie Metternich, Chanel, aber auch die Familie von Trapp tauchen in ihrem Kundenbuch immer wieder auf.

 

Orangenpunsch seit 1903
Orangenpunsch seit 1903 – auch Alkohol wurde und wird in den Salzburger Läden mit Tradition ausgeschenkt

 

Orangenpunsch holt man in Salzburg bei Sporer in der Getreidegasse

“Zur Weihnachtszeit sind schon mal siebzig Personen in unserem Geschäft und holen sich Glühwein oder Orangenpunsch für den Winterabend”, meint Michael Sporer, der jetzige Inhaber der Likör- und Punschmanufaktur in der Getreidegasse. Ungläubig blicken wir uns um, ist der kleine Laden mit gerade mal zehn Personen schon voll. Michael Sporer lacht und meint: “Oh, das geht schon. Die Leute, die hier etwas trinken wollen, holen sich ihr Getränk an der Theke und gehen dann nach hinten. Und wer gar nicht durchkommt zur Kasse, der schreit uns seine Bestellung aus den hinteren Reihen zu, bekommt die Ware über die Köpfe der anderen Kunden zugereicht, und auf demselben Weg erhalten wir unser Geld.” Wir sind nach der Weihnachtszeit da und finden so einen kleinen Tisch im winzigen Nebenraum, in dem gerade zwei Tische Platz finden. Ich probiere den Orangenpunsch, den die Sporer Manufaktur selbst herstellt, und Petar nippt an einem Glas Kräuterlikör. Den Orangenpunsch gibt es seit 1927. Er wird nach alter Familienrezeptur aus Orangensaft, verschiedenen Rumsorten und Likören zubereitet. Pur aus der Flasche sollte man ihn nicht trinken, sondern man mischt einen Teil Punsch mit vier Teilen heißem Wasser. Mir ist das fast auch noch zu alkoholhaltig, aber in kalten Winternächten sorgt das Getränk sicher schnell für wohlige Wärme. Die Sporers betreiben ihre Likör- und Punschmanufaktur seit Urgroßvaters Zeiten. Am 1. Juni 1903 schenkte Franz Sporer zum ersten Mal selbst gemachte Schnäpse, Liköre und Rum aus. In guten Zeiten öffnete seine Branntweinschenke schon mal um 7 Uhr – morgens wohlgemerkt! Läden mit Tradition haben zahlreiche Geschichten zu erzählen.

 

Schirmstöcke aus Edelholz
Schirmstöcke aus Edelholz – Läden mit Tradition verkaufen edle Waren

 

Handgemachte Schirme von Kirchtag in der Getreidegasse

Über Schirme hatte ich bis zu meinem letzten Salzburg Besuch noch nie wirklich nachgedacht. Woraus werden sie hergestellt? Wusstest Du, dass sogar Holz aus Afrika für den Griff von Regenschirmen verwendet wird? Oder, dass Schirmstangen nicht lackiert, sondern mit Öl imprägniert werden? Das und mehr haben wir in der Schirmmanufaktur Kirchtag in Salzburgs Getreidegasse erfahren. Seit 1903 gibt es den Laden und die Werkstatt. Alois Kirchtag eröffnete damals ein “Sonn- und Regenschirmgeschäft”. Wie die meisten anderen Läden und Werkstätten, die wir Euch hier vorstellen, hat auch diese Familie Höhen und Tiefen im Geschäftsleben überstehen müssen. Bis vor wenigen Jahren hat man in der Werkstätte Kirchtag Schirme nur repariert. In unserer schnelllebigen Zeit wirft man einen Schirm lieber weg, als dass man ihn reparieren lässt. Und so ging die jetzige Generation der Familie Kirchtag dazu über, hochwertige Schirme manuell herzustellen. Auf Petars Frage, welche Windstärken denn ein solcher Schirm aushält, lacht der jetzige Inhaber und meint: “Das kann ruhig ein Orkan sein.” Stark und widerstandsfähig sehen sie wirklich aus: die schwarzen Herrenschirme von Kirchtag. Man kann sich in der Werkstätte sogar seinen eigenen, ganz individuellen Schirm machen lassen und hat dabei die Wahl zwischen einer ganzen Reihe verschiedener Holzarten für Stiehl und einer Vielfalt von Stoffen für die Schirmbespannung. Nur eines haben alle Kirchtag Schirme gemeinsam: gute Handarbeit, und sie halten sogar den stärksten Stürmen stand.

 

Lebkuchen der Lebzelterei Nagy
Lebkuchen der Lebzelterei Nagy – Lust auf Süßes aus einem der Salzburger Läden mit Tradition?

 


Was haben Lebkuchen und Kerzen gemein?

Diese Frage stellt sich bei unserem Besuch der Kerzen- und Lebkuchenmanufaktur Nagy in der Sterneckstraße. Auf den ersten Blick ist das nicht ersichtlich, werden die Nagy Kerzen doch nicht mehr aus Bienenwachs hergestellt. Denkt man aber in der Geschichte zurück, dann wird schnell klar, dass die beiden Produkte wirklich etwas gemeinsam haben – nämlich die Bienen. Bienenwachs diente ursprünglich als Rohmaterial zur Kerzenherstellung. Und eine der wichtigsten Zutaten für Lebkuchen ist Bienenhonig. Was lag also näher, als die Lebzelterei einzuführen? Du weißt nicht, was ein Lebzelter ist? Wir auch nicht bis vor wenigen Wochen. Lebzelter ist ein Gewerbe, das zu Beginn der Neuzeit eingeführt wurde, und das es seinen Betreibern erlaubte, Honig zu verarbeiten und zu vertreiben. Lebzelter hatten das Recht Met zu brauen, Kerzen zu gießen oder zu ziehen und Lebkuchen zu backen. Diese Produkte durften sie im eigenen Laden verkaufen. Manche von ihnen hatten sogar eine Schanklizenz, um Met auszuschenken. Die Familie Nagy kam aus Ungarn nach Salzburg und eröffnete ihre Lebzelterei im Jahr 1879. Sie ist eine der letzten, die die Kerzenherstellung und das Backen von Lebkuchen noch unter einem Dach ausüben. Ein Lehrberuf ist die Lebzelterei schon lange nicht mehr. Um Kerzen zu ziehen, werden die Arbeiter heute nur noch angelernt. Die Anerkennung als Lehrberuf ist aufgehoben. In der Lebkuchen- und Kerzenmanufaktur Nagy werden Kerzen und Lebkuchen noch immer in Handarbeit hergestellt. In einem Stockwerk des Betriebs werden Kerzen gezogen und gefärbt, im nächsten werden Lebkuchen gebacken und im dritten werden die Kerzen mit Motiven handverziert. Läden mit Tradition setzen sogar fast verschwundene Berufe fort.

 

Handgefertigte Kerzen der Kerzenmanufaktur Nagy
Handgefertigte Kerzen der Kerzenmanufaktur Nagy

 

Unsere Tour durch die Läden mit Tradition von Salzburg endet wie sie begonnen hat: außerhalb der Altstadt im Stadtviertel nördlich der Salzach. Ist die Lebzelterei Nagy doch vor wenigen Jahren von der Linzergasse umgezogen in den neuen Betrieb. Der Grund dafür ist, dass die alten Betriebsräume zu klein waren und wegen wachsender Nachfrage größere Produktionsräume notwendig wurden. Ein vielversprechendes Zeichen für die Salzburger Familienbetriebe. Und schön, dass heute nicht mehr die Ausgrenzung aus der feinen Gesellschaft in der Altstadt Salzburg der Grund für den Umzug in die Gebiete jenseits der Stadtmauer sind, sondern der wirtschaftliche Erfolg, den diese traditionsbewußten Handwerksbetriebe erzielen. Uns hat unser Rundgang durch die traditionellen Läden, Geschäfte und Handwerksbetriebe von Salzburg sehr viel Spaß gemacht. Vielleicht ist dies eine Anregung für Deinen nächsten Besuch in Salzburg, diese selbst zu erkunden?

Folge uns in diesem Video auf unserem Rundgang durch die Getreidegasse und den Alten Markt zu den Läden mit Tradition von Salzburg

In diesem Video kannst Du uns zur ehemaligen Rotgerberei und dem jetzigen Lederwarenhandel Schliesselberger begleiten, ein Gewerbe, das seit 1455 im Besitz derselben Familie ist

Und hier erfährst Du mehr darüber, was ein Lebzelter alles macht bei unserem Besuch in der Lebkuchen- und Kerzenmanufaktur Nagy

Mit diesem Blog Post nehme ich am CityBlogAward von Only-apartments, Vueling und Travel on Toast teil.

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Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns bei Salzburg Tourismus für die freundliche Einladung zu dieser Reise zu den Läden mit Tradition.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline


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