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Sekt der Südsteiermark reift im Keller von Gut Pössnitzberg

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Sekt reift im Keller von Gut Pössnitzberg
Sekt reift im Keller von Gut Pössnitzberg

 

Bei unserem Besuch im Gut Pössnitzberg* in Glanz an der südsteirischen Weinstraße haben wir Glück, dass uns Hoteldirektor Rainer Ogrinigg zur Wein- und Sektverkostung in den Sektkeller des Guts einlädt. Um diese Jahreszeit ruhen in den kühlen Kammern des Kellers die Sekte der vergangenen Saison, bis sie reif sind zum Degorgieren. Auf den Rüttelpulten ruhen die Flaschen mehrere Wochen kopfüber, damit sich die darin befindliche Hefe im Flaschenhals sammelt. Sie werden regelmäßig per Hand gedreht, damit dieser Prozeß unterstützt wird. Rainer Ogrinigg hält eine Flasche gegen das Licht, und wir können gut erkennen, wie die Hefe den Flaschenhals füllt. “In größeren Sektkellern friert man den Flaschenhals nach diesem Prozess ein und öffnet die Flasche. Der Druck sorgt dafür, dass der Hefepfropfen aus der Flasche schießt, und zurück bleibt purer Sekt”, erklärt uns der Sektkenner. “Wollt Ihr sehen, wie man eine solche Flasche per Hand öffnet?” wendet er sich dann an uns und die anderen Weinfreunde, die die Verkostung angelockt hat. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen, und er nimmt eine Flasche aus dem Rüttelpult und drückt sie einer der Weinliebhaberinnen in die Hand: “Bitte immer mit dem Flaschenhals nach unten halten, sonst verteilt sich die Hefe wieder in der Flasche”, warnt er sie mit einem Augenzwinkern.

 

Rüttelpult im Sektkeller von Gut Pössnitzberg
Rüttelpult im Sektkeller von Gut Pössnitzberg

 

So wird die Hefe aus dem Sekt entfernt

Dann geht er kurz zurück in den Keller und holt sich eine große Schürze: “Da ich meine Schuhe selbst putzen muß, kann ich mich nur so einigermaßen vor Sektspritzern schützen”, lacht er und geht hinaus ins Freie. Sein Blick schweift über die Hügellandschaft an der Grenze zwischen der Südsteiermark und Slowenien und er deutet auf die tieferen Weinlagen. “Dort bekommen die Trauben weniger Sonne ab als die Weine in den höheren Lagen, wenn sich der Sonnenstand im Herbst verändert. Daher sind die Weine von diesen Lagen weniger süß als die Weine, die an den Bergkuppen angebaut werden. Sie sind damit perfekt für die Sektherstellung geeignet”, erklärt er uns.

 

Rainer Ogrinigg öffnet vorsichtig die Sektflasche
Rainer Ogrinigg öffnet vorsichtig die Sektflasche
Beim Degorgieren wird die Hefe aus der Sektflasche gedrückt
Beim Degorgieren wird die Hefe aus der Sektflasche gedrückt

 

Dann entfernt er vorsichtig den Kronkorken von der Flasche und hält den Daumen auf die Öffnung. Der Druck, der in der Flasche herrscht, sorgt dafür, dass die angesammelte Hefe kräftig herausspritzt. Rainer Ogrinigg lacht uns an und meint: “Und wer mag den neuen Sekt nun verkosten?” Da sagt natürlich keiner Nein. Er schmeckt sehr erfrischend, ist mir persönlich allerdings etwas zu trocken. “In einer Sektkellerei wird die verloren gegangene Flüssigkeitsmenge nach dem Degorgieren vom Kellermeister aufgefüllt. Hier hat dieser noch einmal die Möglichkeit, den Geschmack des Sekts zu beeinflussen.” Petar schmeckt der Sekt so gut, dass er sich zum Abendessen einen Secco Rosé als Aperitiv schmecken lässt. Wein und Sekt sind Geschmacksache, und “Jeder muss den Wein oder Sekt herausfinden, der ihm persönlich am besten schmeckt.” So rät uns Rainer Ogrinigg nach dieser interessanten Einführung in die Sektverarbeitung.

 

Der Brut Rosé aus dem Hause Polz
Der Brut Rosé aus dem Hause Polz
Petar genießt den Brut Rosé als Aperitiv
Petar genießt den Brut Rosé als Aperitiv

 

Nach unserer interessanten Sektverkostung genießen wir diesen zum Abendessen im Gasthof Kreuzwirt, das zum Gut Pössnitzberg gehört, wo wir mitten in den Weinbergen übernachten.


Gut Pössnitzberg ****
Pössnitz 168
8463 Leutschach
Österreich
weitere Informationen, aktuelle Verfügbarkeitsabfrage und bequeme Onlinebuchung*


Und wenn Ihr Euch jetzt wundert, woher meine Kenntnisse über die Fachbegriffe aus der Sektherstellung kommen, dann will ich mich nicht mit fremden Federn schmücken. Ich bedanke mich herzlich bei Philipp Losem für die fachkundige Unterstützung.

Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Wir bedanken uns bei Genuss Reisen für die Einladung und die Unterstützung bei dieser Reise. Unsere Meinung bleibt trotzdem unsere eigene.

 

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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