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Toronto Chinatown – Impressionen

Ein buntes Durcheinander in der Chinatown von Toronto
Ein buntes Durcheinander in der Chinatown von Toronto

 

Toronto Chinatown

Bei unserem Aufenthalt in Toronto nehmen wir uns ein wenig Zeit für einen Bummel durch Chinatown, wohl eines der bekanntesten ethnischen Viertel in der kanadischen Metropole am Lake Ontario. Chinatown ist das Stadtviertel Torontos, das die Kultur seiner Bewohner am besten zeigt in dieser multikulturellen Stadt. Unverkennbar chinesisch ist es mit den Kunstwerken, die im Zentrum des Chinesenviertel an der Ecke Spadina und Dundas stehen, mit den chinesischen Schriftzeichen, die an Hausfassaden und Ladenschildern prangen, den vielen Lebensmittelläden, an deren Obstständen so exotische Früchte wie Rambutan, Lychees oder Drachenfrüchte angeboten werden. Bei manchen  Früchten und Gemüsesorten stehen Namen, die uns nichts sagen. Auf die Frage, was das sei, erhalten wir die chinesische Bezeichnung als Antwort und sind genauso schlau wie vorher. Es gibt viel zu entdecken in Torontos Chinatown. Wir laden Euch ein zu einem Spaziergang durchs Chinesenviertel von Toronto.

 

Hier erkennt man sofort, dass man in China ist, oder?
Hier erkennt man sofort, dass man in China ist, oder?

 

Wir beginnen unseren Spaziergang an der Kreuzung Spadina und Dundas, wo sich eine Haltestelle der Streetcars befindet. An der leuchtend gelben Fassade des Hsin Kuang Centres prangt ein Schild, das die Neueröffnung des Restaurants Golden Diamond ankündigt. Daneben heißt es, dass ganztägig Dim Sum angeboten wird, das köstliche chinesische Finger Food, das man sich in Häppchen vom Kellner an den Tisch bringen lässt und davon diejenigen auswählt, die einem am meisten zusagen. Dabei gibt es keinen festen Preis, sondern man zahlt nach der Menge der verzehrten Häppchen.

 

Das Hsin Kuang Centre im Zentrum von Torontos Chinatown
Das Hsin Kuang Centre im Zentrum von Toronto Chinatown

 

Überhaupt das Essen in Chinatown: es ist gar nicht so einfach, sich darin zurecht zu finden. Manche Lebensmittelläden passen sich an und präsentieren ihre Waren in englischer Sprache. Andere tun dies nicht oder können dies nicht, weil es für ihre Produkte gar keine englische Bezeichnung gibt. Und so stehen wir vor manchem Schaufenster oder Ladenregal mit fragendem Blick. Suchen wir Hilfe bei den Angestellten der Geschäfte, wird der fragende Blick oft einfach zurück gegeben, weil sie nicht verstehen, was wir fragen. Englisch ist in diesem Teil der Stadt nicht die Hauptsprache, und so suchen wir nach Läden, in denen die Waren auch in englischer Sprache erklärt werden. Da gibt es Spannendes zu entdecken: rosafarbene Reiskuchen, Hefeschnecken, wie sie auch beim Bäcker bei uns um die Ecke angeboten werden, Knödel gefüllt mit Schweinefleisch, grünen Bohnen oder schwarzen Bohnen gerollt in Sesam und Frühlingsrollen mit Gemüsefüllung. Bei einem Bäcker entdecken wir Lotus Pastry, Gebäck aus Sesamsamen. Dies wird in Blütenform gebacken und wirkt in seinen Farben fast lebensecht. In der Auslage des Ladens ziert es einen filigranen Aufbau für Hochzeitstorten.

 

Lotus Pastry aus Sesamsamen
Toronto Chinatown – Lotus Pastry aus Sesamsamen

 

In anderen Läden sehen wir Mangos, süße Kirschen, Ananas, Papayas, Bubble Tea oder Zuckerrohrsaft und die Schilder der Geschäfte preisen die orientalische Ernte an, tropische Früchte oder chinesische Kräuter oder das nächste Nudel-Restaurant. Meist jedoch können wir sie nicht lesen, weil sie nur in chinesischen Schriftzeichen verkünden, was hinter der Fassade verkauft wird. Eine exotische und faszinierende Welt, in die wir hier eintauchen.

 

Ein Sammelsurium an Läden in Torontos Chinatown
Ein Sammelsurium an Läden in Toronto Chinatown

 

Torontos Chinatown ist heute nicht mehr so groß, wie es einst war. Durch den Bau der New City Hall und die Anlage des Nathan Phillips Square wurden die Chinesen aus ihrem ehemals viel größeren Stadtviertel nach Westen verdrängt. Wo einst chinesische Restaurants, Wäschereien und Läden sich dicht an dicht drängten, ragt heute das moderne neue Rathaus der Stadt in den Himmel. Das Chinesenviertel um die Ecke Dundas und Spadina entwickelte sich erst nach den 1950er Jahren, als die wohlhabenden Ladenbesitzer mit ihren Geschäften umzogen in das, was man heute als Old Chinatown bezeichnet, eigentlich also eine Fehlbenennung.

 

Das Rad ist beliebtestes Fortbewegungsmittel
Das Rad ist beliebtestes Fortbewegungsmittel in Toronto Chinatown

 

Die demographische Zusammensetzung der Bevölkerung Chinatowns hat sich in den letzten Jahren geändert. Anfangs waren es vor allem Einwanderer aus Südchina und Hongkong, die es nach Toronto zog. Seit dem Übergang des Hoheitsrechts über Hongkong an die Volksrepublik China im Jahr 1997 kommen vor allem Einwanderer vom chinesischen Festland und verarmte vietnamesische Chinesen hierher. Sie lassen sich in Old Chinatown nieder. Die wohlhabenden chinesischen Einwanderer aus Hongkong dagegen wohnen hier nicht. Sie ziehen die Wohngebiete von Markham und Richmond Hill vor.

 

Exotische Früchte auf dem Markt in Torontos Chinatown
Exotische Früchte auf dem Markt in Toronto Chinatown

 

Unser Rundgang durch Torontos Chinatown führt uns in eine fremde Welt mit außergewöhnlichen Gerüchen und Düften, die neugierig machen, und über die wir mehr erfahren wollen. Wir entdecken Speisen, die wir nicht kennen, aber gerne kosten. Wir treffen auf Menschen, deren Sprache wir nicht verstehen, für die wir ebenso exotisch wirken wie sie für uns. Und wir sind mit einer Kultur konfrontiert, die wir gerne näher kennenlernen möchten. Ein Grund, sich einmal näher mit der Lebensweise dieser Menschen in Toronto auseinander zu setzen? Was meint Ihr? Ich denke schon, und vielleicht ist das ein Thema für einen unseren nächsten Besuche in der Stadt am Ontariosee.

Hier findet Ihr weitere Informationen zu Torontos Chinatown.

 

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Quelle: eigene Recherchen vor Ort mit freundlicher Unterstützung von Tourism Ontario. Unsere Meinung bleibt unsere eigene.

Text: © Copyright  Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Video: © Copyright Petar Fuchs, TravelWorldOnline

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