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Toronto und die Kulturen der Welt

Im Chinesenviertel von Toronto
Toronto und die Kulturen der Welt im Chinesenviertel von Toronto

 

Toronto und die Kulturen der Welt

Toronto ist eine der multikulturellsten Städte der Welt. Angeblich werden dort mehr als 140 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. Die Volkszählung von 2006 ergab, dass fast die Hälfte der Einwohner der größten Stadt Kanadas (49,9%) außerhalb des Landes geboren wurde. Bei der letzten statistischen Erhebung zu diesem Thema im Jahr 2011 war diese Zahl nur unerheblich gesunken auf 48,6%. Das sind interessante Zahlen, und wir wollten auf unserer Reise nach Toronto im vergangenen Jahr auf Spurensuche gehen, wo wir diesen kulturellen Mix der Kulturen in der Metropole am Lake Ontario am besten finden können. Lange brauchten wir danach nicht zu suchen. Kein Wunder, wenn die Hälfte der Stadtbevölkerung aus anderen Teilen der Welt stammt. Unsere Spurensuche nach den Kulturen der Welt in Toronto bescherte uns eine Tour durch die Millionenstadt, bei der wir diese mit anderen Augen betrachteten als bei unseren sonst üblichen Städtebesuchen.

Menschen aus aller Welt in Torontos Metro

Wer nicht viel Zeit hat, braucht nur am Morgen eines Wochentages in die Untergrundstation am Bahnhof zu gehen. Dort kommen jeden Tag die Pendler aus den umliegenden Stadtvierteln zu Abertausenden an auf ihrem Weg zu ihrem Arbeitsplatz in Downtown. Und da wird uns schnell klar wie vielfältig die Bevölkerung Torontos wirklich ist: das Sprachengewirr ist unglaublich. Und man sieht den Menschen an, dass sie aus allen Teilen der Welt kommen: neben Geschäftsleuten im Business Anzug sehen wir Inderinnen im Sari, Sikhs mit Turban, Asiaten, Araber, Kariben, Slawen, Lateinamerikaner und viele mehr. Woher sie alle stammen, können wir auf einen Blick natürlich nicht erkennen, aber eines wird schnell klar: so bunt gemischt wie in Toronto ist selten die Einwohnerschaft einer Großstadt der Welt.

 

Chinesen und Asiaten in Chinatown
Toronto und die Kulturen der Welt :Chinesen in Chinatown

Chinesen und Asiaten in Torontos Chinatown

Als Besucher haben wir nicht die Gelegenheit, intensiver in die Lebensgewohnheiten dieser Menschen einzutauchen, obwohl das sicher ein tolles Erlebnis wäre. Daher machen wir uns auf die Suche nach dem Offensichtlichen, und dazu brauchen wir wieder nicht weit zu fahren. Eines der wohl berühmtesten ethnischen Viertel Torontos ist Chinatown, in dem sich die alteingesessenen Chinesen der Stadt niedergelassen haben. Hier quellen die Geschäfte über mit exotischen Obstsorten, Backwaren und Fleischprodukten. Aus den Restaurants strömen uns ungewohnte Düfte entgegen, und viele der Menschen, die hier leben, schauen uns nur mit großen, fragenden Augen an, wenn wir ihnen Fragen auf Englisch stellen. Das Chinesenviertel ist eine Welt für sich, in der sich chinesischer Lebensstil und Traditionen und ihre Sprache bis heute erhalten haben.

 

Tibetanische Schätze auf dem Kensington Market
Toronto und die Kulturen der Welt : Tibetanische Schätze auf dem Kensington Market

Tibeter, Jamaikaner und Mexikaner auf dem Kensington Market

Nicht weit davon, am Kensington Market, werden wir mit anderen Kulturen konfrontiert: hier sehen wir plötzlich verschleierte Frauen aus den Geschäften kommen, oder so exotische Waren in den Auslagen der Schaufenster wie Weihrauch, Paschmin-Schals oder Tamales, Flautas oder Mole Verde. Der Markt zwischen Spadina, Nassau, Oxford Street und Bellevue Avenue ist ein Markt der Kulturen. Die Geschäftsleute, die hier ihre Waren anbieten, stammen aus Tibet, Jamaica oder Mexiko, und ihre Kunden aus ebenso unterschiedlichen Ländern. Ein Spaziergang über den Markt gleicht einem Bummel durch die Welt.

 

Neben dem "Granatapfel" Restaurant bietet ein Äthiopier seine Küche an
Toronto und die Kulturen der Welt : Neben dem “Granatapfel” Restaurant bietet ein Äthiopier seine Küche an

Portugiesen, Italiener und Äthiopier in der College Street

Wir setzen unsere Tour durch Torontos Kulturen fort auf der College Street, wo wir auf weitere Volksgruppen stoßen. Der Coffeeshop, in dem wir Rast machen, scheint fast so etwas, wie das Wohnzimmer einer portugiesischen Gemeinde zu sein, denn sowohl das Personal, das uns einen – übrigens sehr guten – Espresso serviert als auch die älteren Damen, die sich an den anderen Tischen miteinander unterhalten sprechen Portugiesisch miteinander. Und da geht es hoch her: jeder kennt jeden und jeder hat offenbar dem anderen etwas mitzuteilen. Ein lebhaftes Miteinander, das hier stattfindet!

Ein paar Schritte weiter lädt eine italienische Pizzeria dazu ein, mehr Pizzas zu essen. Und nicht weit davon entfernt lockt das Pomegranate Restaurant, das Granatapfel Restaurant, seine Gäste mit Gerichten unbekannter Herkunft, da wir die Schrift auf dem Restaurantschild nicht lesen können, weil wir sie nicht kennen. Nebenan gibt’s Spezialitäten aus Äthiopien. Die Kulturen der Welt von Toronto können wir, wenn wir wollen, anhand der Küchen der Menschen erkunden, die sich hier niedergelassen haben.

 

Ein Sportsfan? Woher er wohl kommt?
Ein Sportsfan? Woher er wohl kommt?

Die Kulturen der Welt in Toronto

Aber nicht nur das: es gibt noch andere Möglichkeiten. In einer der Wohnstraßen, durch die wir unsere Tour fortsetzen, sehen wir plötzlich zwei Elche aus Plastik auf einem Balkon eines der Häuschen stehen. Vielleicht ein Sportsfan, der sich hier niedergelassen hat? Woher der wohl stammt? Wenige Meter weiter scheint ein anderer eine Art Hausaltar an seinem Wohnzimmerfenster eingerichtet zu haben: ein Buddhist, der hier seinen Glauben zelebriert? Die Ideen und Fantasien, die ich über die Menschen entwickle, die hinter den Fassaden gleich aussehender Häuser leben, werden immer bunter und vielfältiger.

 

Orthodoxe Kirche in der Bathurst Street in Toronto
Toronto und die Kulturen der Welt : Orthodoxe Kirche in der Bathurst Street in Toronto

 

Und die orthodoxe Kirche in der Bathurst Street tut ihr Eigenes, um diese Ideen noch um ein weiteres Puzzlesteinchen zu erweitern. Eines zeigt unser Spaziergang durch die Straßenzüge zwischen der Spadina, College, Bathurst und Dundas Avenue auf jeden Fall eindrucksvoll: allein auf diesem eher kleinen Areal der Millionenmetropole Toronto begegnen wir so vielen verschiedenen Völkern und Kulturen, dass es sich anfühlt, als ob wir eine Reise durch die Welt gemacht haben.

Vielleicht macht Euch unser Spaziergang auf den Spuren der Vielvölkerstadt Toronto ja auch Lust darauf, diesen selbst nachzuspüren? Uns würde interessieren, was Ihr auf Euren Streifzügen durch Kanadas größte Stadt so entdeckt habt und welche Kulturen Euch unterwegs begegnet sind. Teilt es uns in den Kommentaren zu diesem Post oder auf unseren Social Networks mit.



Reiseorganisation:

Anreise:

Air Canada, Lufthansa, Condor und Icelandair fliegen von Deutschland nach Toronto.

Mietwagen:

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Transfers:

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Hotels:

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Sightseeing Touren in und um Toronto:

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Quelle: eigene Recherchen vor Ort mit freundlicher Unterstützung durch Tourism Ontario

Text: © Copyright Monika Fuchs
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

2 Responses

  1. Renate
    | Antworten

    Multikulti – gerade das hat mir in Toronto so gut gefallen. Ihr spricht mir da aus der Seele. Euer Beitrag hat das Thema ansprechend rübergebracht. Vielen lieben Dank. Ich bin seitdem auch so ein Fan der Stadt.

    Liebe Grüße
    Renate

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Liebe Renate,

      ja, wir finden auch, dass es nur wenige Städte gibt, die so multikulturell sind wie Toronto. Schon allein auf einem U-Bahnhof die Menschen zu beobachten, die da aus den Zügen steigen – ein Sprachengewirr aus aller Welt.

      Liebe Grüße,
      Monika und Petar

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