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Was hilft am besten gegen Flugangst?

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Flugzeug vor dem Einsteigen der Passagiere © Copyright oatsy40, Flickr
Flugzeug vor dem Einsteigen der Passagiere © Copyright oatsy40, Flickr

Habt Ihr auch Familienmitglieder, die nie in ein Flugzeug einsteigen würden, einfach weil sie zu viel Angst vorm Fliegen haben? Mein Vater gehörte dazu. Er war zwar fasziniert vom Fliegen und allem, was damit zu tun hatte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie er uns als Kinder immer zum Flughafen fuhr, damit wir den startenden und landenden Flugzeugen zuschauen konnten. Damit säte er bereits früh das Fernweh in mir, das mich mein Leben lang nicht mehr losgelassen hat. Ich wollte immer wissen, was jenseits des Horizonts liegt. Je schneller ich dorthin komme, umso besser. Und mein Vater förderte das. Aber selbst in ein Flugzeug zu steigen? Das wäre ihm nie in den Sinn gekommen. Und so ist er nie in seinem Leben geflogen. Gereist, ja – sehr viel, sogar. Aber immer auf dem sicheren Boden. Und so hat er auf unglaublich viele, interessante Erlebnisse verzichtet, weil er nicht fliegen wollte.

Dabei hatte er schon als kleiner Junge von fernen Welten geträumt. Einmal die Panamericana entlang fahren – das war sein großer Traum. Verwirklicht hat er ihn nie. Und er ist nicht allein mit seiner Angst vorm Fliegen. Angeblich leiden etwa 15% der Deutschen unter dieser Angst und bekommen schon Schweißausbrüche, wenn sie nur daran denken, in ein Flugzeug steigen zu müssen. Die Angst zeigt sich in Magenkrämpfen, Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit, hat also durchaus erkennbare Symptome. Diese können so stark sein, dass immerhin etwa 10% der Deutschen noch nie geflogen sind.

Die Ursachen der Flugangst sind vielfältig: dabei spielt es keine Rolle, wie alt jemand ist, welcher sozialen Schicht er entstammt oder welches Geschlecht er hat. Und sogar Leute, die viel fliegen, können Flugangst haben. Vielmehr begibt man sich als Fluggast in eine Situation, die man nicht selbst beeinflussen kann. Man weiß nicht genügend Bescheid, was beim Fliegen passiert, und manch einer hat vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht. Dazu kommt die Angst vor geschlossenen Räumen, vor scheinbar ausweglosen Situationen oder Höhenangst. Alles zusammen kann einem das Fliegen ganz schön verleiden.

Man kann aber etwas dagegen tun: es gibt Therapien, deren Heilerfolg zwischen 70 und 95% liegt. Auf Seminaren kann man trainieren, wie man seiner Flugangst Herr wird: das kann zum Beispiel mithilfe bestimmter Atemtechniken geschehen, die dabei helfen, die Panikattacken in den Griff zu bekommen. Der betroffene Fluggast lernt mehr darüber, was beim Fliegen eigentlich passiert, und es wird sogar praktisch geübt, wie man mit der Flugangst umgehen kann – bei einem realen Flug in einer Gruppe von ebenfalls Betroffenen.

Wer kein Seminar besuchen möchte, kann sich selbst helfen. Es gilt nur, einige Dinge zu beachten, die die Angst eindämmen: Alkohol sollte vor und während des Flugs möglichst gemieden werden, und auch Kaffee, Nikotin und Medikamente können die Flugangst verstärken. Wichtig ist bei einem Flug viel zu trinken: Wasser und Saft – und ja auch der “berühmte” Tomatensaft – helfen. Außerdem kann man sich in modernen Flugzeugen gut ablenken: ein Musikprogramm nach eigenem Geschmack, ein gutes Buch oder auch nur ein interessantes Gespräch mit dem Sitznachbarn lenken ab. Und wenn die gefürchteten Turbulenzen auftreten, dann bleibt man einfach angeschnallt sitzen. Sie gehören zum Fliegen dazu und sind ungefährlich. Flugzeuge wurden schließlich zum Fliegen gebaut und die Fortbewegung per Flugzeug gilt bis heute als eine der sichersten Transportmethoden.

Wenn man diese Empfehlungen beherzigt, dann ist auch eine Reise auf die andere Seite des Atlantiks möglich.

Quelle: eigene Recherchen

Text: © Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright oatsy40, Flickr Creative Commons

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