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Beringstraße zwischen Sibirien und Alaska zu Favoriten hinzufügen
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- Beringia |
Die Geschichte von Beringia ist ein lebendiger Teil der Geschichte des Yukon und Alaskas. Indianische Legenden berichten
von Monstern und der Erschaffung der Welt aus einem überfluteten Land. Spektakuläre Fossilienfunde von Goldsuchern am Klondike lenken
das Augenmerk der Welt auf die Vorgeschichte des Yukon. Noch heute liefern Funde in Old Crow aufsehenerregende Hinweise auf die
Landbrücke zwischen Amerika und Sibirien: Mammutskelette, im Permafrost tiefgefrorene Kadaver von Steppenbisons und anderen prähistorischen
Tieren, die so gut erhalten sind, dass sogar Haut, Muskeln und Haare konserviert sind.
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Als ein Landkorridor Nordamerika mit dem äußersten Osten Europas verband, beherrschten Eis, riesige Säugetiere und die ersten
Menschen die Erde. Während der letzten 2 Millionen Jahre bedeckten gewaltige Eisfelder die nördliche Halbkugel, in denen ein Großteil
des irdischen Wassers gebunden war. Die Meereshöhe lag bis zu 150 Meter tiefer und legte den Boden der Beringsee frei. So entstand eine
Landbrücke zwischen Alaska und Sibirien, der die Wissenschaft den Namen Beringia gab.
Weil das Klima zu trocken war, war ein Großteil Alaskas und des Yukon nie von Eis bedeckt. Es war eine Grassavanne, über die ungestört die
Riesen der Eiszeit zogen: Mammuts, der Riesenbär, der Steppenbison und die Scimitarkatze. Erst als der
Mensch Beringia von Sibirien aus eroberte, änderte sich dieser paradiesische Zustand. Mit dem Ende der letzten Eiszeit verschwand
Beringia.
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Vor etwa 2 Millionen Jahren bildeten sich gewaltige kontinentale Eisplatten, die sich immer wieder über die nördliche Hemisphäre
vorschoben und zurückzogen, unterbrochen von Wärmeperioden, die sich über zehntausend Jahre erstrecken konnten, den sogenannten
Interglazialen. Nordamerika war in jener Zeit von zwei großen Eisfeldern bedeckt: dem Kordillereneisfeld, das sich von den westlichen
Bergketten nach Osten erstreckte, und dem Laurentideneisfeld, das sich von seinem Zentrum in der Arktis ausbreitete. Außerdem gab
es Gletscher, die von den Appalachen und anderen östlichen Bergketten herunterflossen. Die letzte der vier großen Eiszeiten ist nach
dem US-Bundesstaat Wisconsin benannt, da dort sehr gute Hinweise darauf erhalten sind. Sie begann vor etwa 70000 und endete vor
10000 Jahren.
In den Bergen des Yukon und Alaskas sind die Spuren der Vergletscherung noch deutlich erkennbar. Dort, wo Berggrate scharf und
zerklüftet sind, bearbeitete Eis den Fels. Wo hingegen abgerundete Formen vorherrschen, arbeitete Witterungserosion die
Silhouetten heraus: Frost, Wind und Wasser schufen diese Bergansichten. Und manchmal werden Gletscherspuren von Erosionskräften
verdrängt wie in der Gegend um Whitehorse, die stark vergletschert war. Dort sind die Hügel in der Umgebung rund, weil der Kalkstein,
aus dem sie bestehen, schnell erodiert.
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Beringia war umgeben von Eisfeldern, an denen sich die Wolken ausregneten und Schneefall sich konzentrierte. Auf ihrer Binnenseite
lag das Land im Regenschatten und war extrem trocken. Heute kann dieses Phänomen an den Eisfeldern der St. Elias Bergkette
beobachtet werden, wo die Niederschlagsmengen sehr hoch sind. Das Binnenland des südwestlichen Yukon ist dagegen arid.
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"Mammutsteppe" bedeckte fast das ganze zentrale Yukon, Alaska und Sibirien, und reichte weiter nach Westen über Europa
bis an den Atlantik. Dazwischen gab es große Flächen ohne Bewuchs. Wälder konnten nicht wachsen, weil die Feuchtigkeit fehlte. Der Boden
wurde von der Sonne erwärmt und im Winter nur von dünnem Schnee bedeckt, so dass die Tiere das ganze Jahr über Futter
finden konnten. Beringia blieb während der Eiszeit eisfrei, weil es zu trocken war.
In Beringia wuchsen Kräuter, Gräser und niedrige Büsche, ähnlich wie man sie an Südhängen im heutigen Süd- und Zentralyukon sehen kann.
Aufgrund von Pollenstudien weiß man, welche Pflanzen es damals gab. Aus Pflanzenresten, die auf Seeböden oder im Magen mumifizierter Eiszeittiere
gefunden wurden, haben Wissenschaftler Pflanzen der Eiszeit gezüchtet.
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Vor etwa 14000 Jahren erwärmte sich das Klima. Die Meereshöhe stieg mit dem Abschmelzen der Gletscher und niedrigliegende Gebiete wie
die Bering Landbrücke wurden überflutet. Durch das Abschmelzen der Eisflächen konnten die Tiefdruckgebiete ins Landesinnere weiter
ziehen, wo sich die Niederschlagsmengen erhöhten und Wälder entstanden. Weidetiere wie Mammut, Steppenbison und Pferd, die sich von der nahrhaften Steppe ernährt hatten,
verschwanden ebenso wie die Raubtiere, die damit ihre Beutetiere verloren.
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Besuchen Sie in Whitehorse das Yukon Beringia Interpretive Centre. Dort können Sie sich über die neuesten Forschungsergebnisse zu diesem Thema informieren.
Whitehorse Canada Visitor Guide
Kanada Geologie
Karte Beringias zur Zeit höchster Vergletscherung
Beringia, von Richard E. Morlan
Arctic Science and Technology Information System
Paleoenvironments and Glaciation in Beringia
Taiga Net
Atlas of Beringia
http://www.travelworldonline.de/beringialandbridge.html