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Wohnmobilurlaub – Wie Du Anfängerfehler vermeidest

Tipps für einen Wohnmobilurlaub am Main
Tipps für einen Wohnmobilurlaub am Main

Vermeide Anfängerfehler in Deinem Wohnmobilurlaub

Wir waren als Wohnmobil-Neulinge unterwegs auf unserem ersten Wohnmobilurlaub in Franken. Dieser führte uns nicht in Wohnmobilländer wie die USA oder Kanada mit ihren breiten und schnurgeraden Straßen und ihrer Infrastruktur für Campingreisende. Nein, wir waren in Deutschland unterwegs mit seinen Landstraßen, den Dörfern aus dem Mittelalter und den Großstädten voller Hektik. Diese Tipps für den Wohnmobilurlaub haben wir auf der Reise gesammelt.

Tipps für den Wohnmobilurlaub

Unsere Wohnmobiltour führte uns durchs Fränkische Weinland zwischen Schweinfurt, Würzburg und Karlstadt immer am Main entlang. Da wir das erste Mal mit einem Wohnmobil auf Reisen gingen, war uns Vieles neu und fremd. Den Umgang mit der Ausstattung unseres Wohnmobils mussten wir unterwegs erst lernen. Ein Fehler, den wir begingen. Besser wäre es gewesen, wir hätten uns schon vor der Abfahrt mit dem Fahrzeug vertraut gemacht. Aber hinterher ist man immer schlauer, oder?

 

 

Unser Einstieg in den Wohnmobilurlaub

Bei Temperaturen nur wenige Grad über Null ist es kein Vergnügen, wenn man die Heizung nicht in Gang bringt, weil die Steuerung über Displays nicht der Beschreibung in der Bedienungsanleitung entspricht. Unsere erste Nacht gingen wir mit den Hühnern ins Bett und standen bei Sonnenaufgang wieder auf. Überhaupt verbrachten wir den Beginn unserer Reise mehr mit Überlegungen übers Camper Dasein, als dass wir uns mit den Reisezielen beschäftigten. Das sollte eigentlich nicht so sein. Daher stellen wir hier unsere Tipps für den Wohnmobilurlaub vor.

Wir hatten die Reise so geplant, wie wir das als Autoreisende, die gewöhnlich in Hotels übernachten, gewohnt waren. Ein Irrtum! Wir hatten viel zu wenig Zeit eingeplant, um uns mit unserem Fahrzeug auseinanderzusetzen und dieses mit allem zu versorgen, was für einen Wohnmobilurlaub notwendig ist. Damit Euch das nicht genauso passiert, stellen wir hier eine Einführung für Wohnmobil-Neulinge zusammen, die Euch helfen soll bei der Planung einer solchen Reise.

Unsere Wohnmobil Tipps für Anfänger

  • Mach Dich mit dem Fahrzeug vor dem Wohnmobilurlaub vertraut

Als Wohnmobil-Neuling sollte man sich unbedingt mit der Steuerung von Strom, Gas, Heizung und Wasser vor der Abfahrt vertraut machen, sonst ergeht es Euch wie uns an unserem ersten Tag. Die Beschreibung in der Bedienungsanleitung stimmte nicht mit den Steuerungs-Displays im Fahrzeug überein und es dauerte ein bis zwei Tage, bis wir alle Feinheiten der Steuerungs-Displays herausgefunden hatten. Erst dann konnten wir es uns abends gemütlich machen in unserem Wohnmobil. Einer unserer Tipps für den Wohnmobilurlaub, wenn Du im Frühjahr auf Reisen gehst.

  • Plane kurze Fahrstrecken für den Wohnmobilurlaub

Kurze Strecken fahren, bis man mit dem Fahrzeug vertraut ist. Der Umstieg von einem Auto auf ein Wohnmobil bedeutet, dass man sich an die Fahrzeug-Dimensionen gewöhnen muss. Beim Rückwärtsfahren sollte man der Sicherheit halber immer jemanden um Einweisung bitten. Wir hatten zwar eine Rückfahrkamera im SUN TI 650 MEG von Knaus. Aber die Entfernungen sahen darauf ganz anders aus als sie in Wirklichkeit waren. Beim Abbiegen sieht der Fahrer bei scharfen Einmündungen oft nicht, ob von hinten ein Fahrzeug kommt. Das verlangt Vorsicht und die Mithilfe des Beifahrers.

 

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  • Informiere Dich vor dem Wohnmobilurlaub, wo es Campingplätze oder Stellplätze gibt

Vor der Reise solltest Du Dich darüber informieren, wie die Verfügbarkeit von Campingplätzen ist. Wir haben unseren Wohnmobilurlaub im fränkischen Weinland verbracht und haben während der Pfingstferien immer einen Stellplatz für eine Nacht gefunden. Nur selten kann man einen Wohnmobil-Stellplatz für eine Nacht reservieren. Wer länger bleibt, kann vorbestellen. Hier findest Du Campingplätze für Südeuropa * und Nordeuropa *:

 

 

  • Nicht jeder Stellplatz bietet Strom

Als Reiseblogger benötigen wir Strom, um unsere Geräte aufzuladen. Kamera, Handy und Laptop funktionieren nur eine Zeit lang ohne Stromzufuhr. Nicht jeder Wohnmobil-Stellplatz bietet die Möglichkeit zum Aufladen. Daher waren wir nach einer Nacht ohne Strom auf dem Stellplatz in Veitshöchheim froh um den ADAC Camping- und Stellplatzführer, mit dem wir unsere Übernachtungspläne für den nächsten Tag änderten und einen Campingplatz mit allen Einrichtungen in der Nähe fanden. Dasselbe gilt für die Möglichkeiten der Versorgung mit Frischwasser, den Möglichkeiten, sein Abwasser loszuwerden, seinen Toilettentank zu leeren oder dem Angebot von WC und Duschen.

  • Gibt es Sanitäranlagen an Deinem Campingplatz / Stellplatz?

So praktisch Duschen und Toiletten im Wohnmobil sind, man hat dort nicht so viel Platz wie in handelsüblichen Sanitäreinrichtungen. Wir haben auf unserer Reise sowohl das Bad in unserem Wohnmobil genutzt als auch die Einrichtungen auf den Campingplätzen – je nachdem, wie sauber und einladend diese waren. Die Sauberkeit der Ausstattung und das Vorhandensein aller Einrichtungen reichte von exzellent im Stadtcampingplatz in Schweinfurt ( Gretel-Baumbach-Straße, 97424 Schweinfurt Tel. 09721 499 80 60 Email: info@stadtcamping-sw.de  www.stadtcamping-sw.de) bis hin zu nicht vorhanden auf dem Wohnmobilstellplatz am Mainufer in Veitshöchheim (Am Güßgraben). Dasselbe gilt für die Verfügbarkeit von Strom, Frischwasser, Abwassertanks, Gullys und WCs oder Duschen

  • Wo kann man sein Wohnmobil in Ortschaften parken?

Für Wohnmobile ist es nicht immer ganz einfach, Parkplätze in den Ortschaften zu finden, die Platz für größere Fahrzeuge bieten. Die meisten Parkplätze sind für Autos gebaut, und wenn Stellplätze für Wohnmobile vorhanden sind, werden diese nicht selten von Autos genutzt. In Städten wie Würzburg haben wir unser Fahrzeug auf Busparkplätzen abgestellt, wo wir frühmorgens vor dem Ansturm der Wochenendausflügler ankamen. So konnten wir unser Wohnmobil problemlos auf einem fast noch leeren Parkplatz abstellen. Beim Parken achteten wir immer darauf, das Wohnmobil so zu stellen, dass wir bei der Abfahrt nicht rangieren mussten und uns keine anderen Autos zuparken konnten.

Außerdem habe ich versucht, vor der Reise herauszufinden, wo in den Ortschaften Parkplätze vorhanden sind. In manchen Orten hat dies gut geklappt, und wir konnten genau dort parken, wo wir das vorgesehen hatten. In anderen Orten funktionierte das weniger oder anders als geplant: in Marktbreit gab es zwar Parkplätze, allerdings waren die am Freitag rappelvoll mit Autos, deren Besitzer sich für das Wochenende mit Lebensmitteln eindeckten. Nach mehrfachen Versuchen einen Parkplatz zu finden, gaben wir auf und fuhren weiter in den nächsten Ort. In Würzburg konnten wir unser Wohnmobil zwar nicht an dem Ort parken, den ich ausfindig gemacht hatte – auch hier waren alle Plätze belegt. Stattdessen stießen wir – per Zufall – auf einen Busparkplatz, auf dem wir Platz fanden und sogar noch in angenehmer Entfernung zum Stadtzentrum standen.

  • Nimm einen e-Scooter mit für Fahrten ins Stadtzentrum

Oft war es allerdings so, dass die Parkplätze für Wohnmobile außerhalb der Ortszentren lagen und wir einen längeren Fußmarsch zurücklegen mussten, bevor wir die Punkte erreichten, die wir sehen wollten. Bei häufigerem Wohnmobilurlaub raten wir daher dringend zur Mitnahme von Fahrrädern oder e.Scootern, die sich im Lagerraum oder am Heck des Fahrzeugs unterbringen lassen und vor Ort hilfreiche Dienste leisten. Parkplätze an Einkaufszentren sind vor allem in den kleineren Ortschaften meist auf PKWs zugeschnitten. Wegen der Enge ist es für Wohnmobile schwierig, dort zu parken. Dasselbe gilt für Tankstellen. Bei manchen hängen die Dächer so tief, dass wir nicht sicher waren, ob unser Wohnmobil darunter passt. Daher tankten wir immer frühzeitig und jedesmal, wenn es möglich war. Gerade in ländlichen Gebieten sind Tankstellen nicht an jeder Straßenecke zu finden. Ebenso ist es mit Einkaufszentren mit ausreichend großen Parkplätzen.

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  • Nutze alle Einrichtungen, die ein Campingplatz bietet

Nicht immer gibt es voll ausgestattete Campingplätze auf der Tour, die alle Einrichtungen bieten, die man braucht. Daher galt für uns, immer an allen Campingplätzen Frischwasser aufzufüllen, Abwasser zu entleeren und den Toilettentank zu reinigen, an denen sich die Möglichkeit bot. Länger als eine Nacht konnten wir nicht auf einem Stellplatz ohne Einrichtungen verbringen, ohne dass uns irgendetwas fehlte. Eine Anschaffung, die sich lohnt, ist zum Beispiel auch ein tragbarer Grill. Es gibt Campingplätze und Stellplätze die keine Grillmöglichkeiten anbieten.

  • Plane Zeit für die Versorgung des Fahrzeugs in Deine Route ein

Die Route so planen, dass Zeit für die Versorgung des Fahrzeugs bleibt. Als Wohnmobil-Neulinge planten wir die Route für unseren Wohnmobilurlaub in Franken so, wie wir es von unseren Autoreisen mit Hotelübernachtungen gewohnt sind: mit Reisezielen, Sehenswürdigkeiten und einem – wie wir dachten – gemütlichen Tagesprogramm. Das erwies sich allerdings dann doch nicht als so „gemütlich“ wie erwartet.

Mit dem Wohnmobil braucht man mehr Zeit: das Fahrzeug muss jeden Tag versorgt werden. Wir haben uns selbst verpflegt und waren nur an einigen Tagen in Restaurants zum Essen. Das kostet Zeit fürs Kochen und Einkaufen. Und – auch wenn der SUN TI 650 MEG groß genug ist für zwei Personen – es können nicht beide gleichzeitig bestimmte Arbeiten erledigen. Daher verlängert sich der Zeitaufwand noch einmal. Wir empfehlen ein bis zwei Stunden mehr Zeit für sich und das Fahrzeug pro Tag einzuplanen und stattdessen die Route zu kürzen oder den Zeitplan für die Strecke zu verlängern. Dann hat man mehr Zeit und kann den Wohnmobilurlaub genießen.

  • Bietet der Campingplatz / Stellplatz WLAN?

Wer unterwegs mit seinen Liebsten zu Hause per Email oder übers Internet in Verbindung bleiben will, sollte darauf achten, dass an den Übernachtungsorten WLAN vorhanden ist. Manche Campingplätze bieten das gratis an, andere verlangen dafür einen Aufpreis. Es gibt außerdem Stellplätze, die so abgelegen sind, dass WLAN gar nicht vorhanden ist. Wir standen auf Plätzen, an denen nicht einmal unser USB Stick funktionierte. Darüber sollte man sich vor der Übernachtung vor Ort informieren.

  • Sichere die Ausstattung im Wohnmobil für die Fahrt

Als Autoreisende sind wir daran gewöhnt, morgens einfach unseren Koffer zu packen und los geht’s zum nächsten Reiseziel. Beim Wohnmobilurlaub geht das nicht. Da muss erst alles so verstaut werden, dass nichts lose im Fahrzeug herum liegt. Es reicht schon eine scharfe Kurve, und alles liegt am Boden. Als besonders störend erwiesen sich die Flaschen, die wir im Kühlschrank und in den Schränken über dem Herd transportierten. Diese klapperten bei jedem Schlagloch, durch das wir fuhren und in jeder Kurve, die wir passierten. Erst als wir diese mit Geschirrtüchern umwickelten, störte uns das Geklapper nicht mehr.

  • Der Platz im Wohnmobil ist begrenzt

Nicht zu viel Gepäck mitnehmen! Wir hatten bei unserem Wohnmobilurlaub – mit Ausnahme des Geschirrs und des Bettzeugs – nicht mehr Gepäck dabei als bei unseren Autoreisen. Sogar das war noch zu viel. Man kann auf den Campingplätzen immer wieder waschen. Waschmaschinen und Trockner sind häufig vorhanden, so dass man immer wieder frische Wäsche hat. Gerade wenn man Zeit dafür einplant, kann man so seine Schränke an Bord übersichtlich einrichten und findet unterwegs alles, was man mitgenommen hat. Wir hatten außerdem Plastikteller und -becher dabei, die auch bei den schlimmsten Schlaglöchern nicht zu Schaden kamen.

  • Stell Dich auf Planänderungen ein

Flexibel bleiben! Da man beim Wohnmobilurlaub nicht alles planen kann, weil sich vor Ort immer wieder Dinge als nicht machbar erweisen – sei es, weil Parkplätze nicht vorhanden sind, sei es, weil das Wohnmobil Zeit erfordert, die man so nicht vorgesehen hatte oder aus anderen Gründen – sollte man einen Roadtrip mit dem Wohnmobil locker angehen. Feste Pläne lassen sich nicht immer durchhalten. Daher hilft es, wenn man bei einer solchen Reise flexibel reagiert und nicht auf seinem Reiseplan besteht. Dann wird ein Wohnmobilurlaub zu einem Erlebnis.

 

 

 

Diese Tipps haben wir bei unserem ersten Wohnmobilurlaub als Wohnmobil-Neulinge durch Erfahrungen gesammelt. Habt Ihr noch weitere Wohnmobil Urlaub Tipps, die Anfängern helfen können bei ihrer ersten Reise mit einem solchen Fahrzeug. Wir – und andere Wohnmobil-Neulinge – freuen uns über Ratschläge und Tipps. Teilt sie uns mit in den Kommentaren!

 

Wohnmobilurlaub
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Übrigens:

Kennst Du schon

Quelle: Recherchen als Wohnmobil-Neulinge Wir bedanken uns bei der Firma Knaus, die uns freundlicherweise das Wohnmobil zur Verfügung gestellt hat. Unsere Meinung bleibt wie immer unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

4 Responses

  1. H.M. Köln
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    Und da ist z.B. der Vorteil des eigenen Campers. In unserem Wohnwagen z.B. gibt es fest eingebaute USB-Steckdosen zum laden von Handy und Tablet. Kabel-Wirrwar ist also nicht nötig. :-)

    • Monika & Petar Fuchs
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      Wenn man so viele Geräte zum Aufladen hat, geht’s leider nicht ohne Kabel-Wirrwarr. Die USB-Steckdosen haben wir noch dazu genutzt :)

  2. Sabine
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    Ein sehr hilfreicher Artikel für Womo-Anfänger, einige Punkte sind sicherlich auch für einen Campingurlaub im Allgemeinen recht aufschlussreich.
    Wir haben auf Reisen auch gerne einen Mehrfachstecker dabei, um jeweils einige der vielen Geräte (Smartphones, Laptops, Kameras etc) gleichzeitig aufladen zu können.

    • Monika & Petar Fuchs
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      Stimmt, Sabine. Einen solchen hatten wir auch dabei. Am Abend sah unser Wohnmobiltisch immer aus wie ein Elektroladen :), bis alle Geräte aufgeladen waren.