Schweinefleisch süß-sauer aus der eigenen Küche
Manchmal beginnt ein gutes Essen nicht mit einem Kochbuch, sondern mit einem anderen Blog. Genau so war es bei diesem Gericht. Beim Stöbern im Foodblog Barbaras Spielwiese bin ich auf ein Rezept für Schweinefleisch süß-sauer gestoßen. Wer gerne kocht und dabei auch ein wenig über Zutaten, Herkunft und persönliche Küchenerfahrungen lesen möchte, findet dort viele spannende Beiträge.
Barbara Furthmüller schreibt seit vielen Jahren über das, was bei ihr auf den Tisch kommt. Dabei geht es nicht nur um Rezepte, sondern oft auch um die Geschichte dahinter. Genau das macht ihren Blog so interessant. Man merkt beim Lesen schnell, dass hier jemand mit Erfahrung und Neugier kocht.
Besonders angesprochen hat mich ihr Rezept für Schweinefleisch süß-sauer. Das Gericht kennt fast jeder aus chinesischen Restaurants. Gleichzeitig merkt man beim Nachkochen schnell, dass es viele Varianten gibt. In China selbst sieht es oft ganz anders aus als in den europäischen Versionen.
Barbara beschreibt in ihrem Beitrag, dass ihr Rezept von einem Abendessen in Londons Chinatown inspiriert war. Dort hatte sie ein besonders gutes sweet and sour pork gegessen. Diese Erinnerung wollte sie zu Hause nachkochen.
Genau diese Idee fand ich spannend. Also habe ich ihr Rezept als Grundlage genommen und es bei uns in der Küche ausprobiert. Ganz genau so wurde es am Ende allerdings nicht. Wie so oft beim Kochen musste ich ein paar Dinge anpassen.

Ein Rezept und ein paar kleine Änderungen
Beim Einkaufen zeigte sich schnell, dass einige Zutaten im Supermarkt nicht zu bekommen waren. Japanischer Reiswein oder heller und dunkler Reisessig stehen bei uns nicht unbedingt im Regal.
Deshalb habe ich die Sauce leicht verändert. Statt Reiswein kam Rohrzucker und ein normaler Weinessig zum Einsatz. Außerdem habe ich eine Dose Ananas verwendet und den Ananassaft gleich mit in die Sauce gegeben. Das sorgt für zusätzliche Süße und etwas mehr Flüssigkeit.
Beim nächsten Mal würde ich außerdem zwei Dinge anders machen. Der Ingwer war mir persönlich etwas zu scharf. Wahrscheinlich lasse ich ihn beim nächsten Versuch einfach weg. Außerdem würde ich die doppelte Menge an Flüssigkeit für die Sauce vorbereiten. So bleibt am Ende etwas mehr von der süß-sauren Sauce übrig.
Was mir dagegen sofort sehr gut gefallen hat, waren die panierten Fleischwürfel. Durch Ei, Stärke und Panko bekommen sie eine knusprige Hülle. Genau das erinnert an die Versionen, die man aus guten chinesischen Restaurants kennt.
Schweinefleisch süß-sauer – meine Version nach Barbaras Rezept
Die Grundlage bleibt das Rezept von Barbara, das du hier findest: Schweinefleisch süß-sauer auf Barbaras Spielwiese
Für meine Version habe ich nur einige Zutaten angepasst.
Zutaten
Schwein
275 g Schweinefilet
1 TL Sojasauce
1 Ei
1/4 Tasse Speisestärke
1/4 Tasse Panko
Süß-saure Sauce
4 TL Rohrzucker
1 EL Riesling
Ananassaft aus der Dose
1 TL Weinessig
2 TL Sojasauce
etwas heißes Wasser
Zum Anbraten
hoch erhitzbares Öl, zum Beispiel Erdnussöl
Gemüse
2 Stangen Staudensellerie
1 rote Paprika
1 gelbe Paprika
1 EL Knoblauch, fein gehackt
1 EL Ingwer, gehackt
Ananasstücke aus der Dose
1–2 Tomaten
Zum Abbinden der Sauce
100 ml kaltes Wasser
1 TL Speisestärke

Zubereitung Schweinefleisch süß-sauer
Zuerst das Schweinefilet in mundgerechte Stücke schneiden. Ei und Sojasauce in einer kleinen Schüssel verquirlen. Die Fleischstücke darin wenden, bis alles gut bedeckt ist.
In einer zweiten Schüssel Speisestärke und Panko mischen. Das Fleisch darin wenden, sodass die Stücke rundum paniert sind. Kurz stehen lassen.
Währenddessen kann die Sauce vorbereitet werden. Rohrzucker, Ananassaft, Weinessig und Sojasauce in einer kleinen Schüssel verrühren. Etwas heißes Wasser dazugeben, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Beiseitestellen.
Nun etwas Öl in einem Wok oder einer tiefen Pfanne erhitzen. Die Fleischstücke portionsweise anbraten. Wichtig ist, sie nicht alle gleichzeitig in die Pfanne zu geben. So werden sie schön knusprig.
Die Stücke zwischendurch wenden, damit sie von allen Seiten Farbe bekommen. Innen dürfen sie noch leicht rosa sein. Anschließend auf Küchenpapier legen und warm halten.
Jetzt das Gemüse vorbereiten. Sellerie und Paprika in Stücke schneiden. Knoblauch fein hacken. Ananas und Tomaten ebenfalls in Stücke schneiden.
Den größten Teil des Öls aus dem Wok entfernen. Ein kleiner Rest reicht zum Braten aus. Dann Sellerie und Paprika hineingeben und unter Rühren anbraten, bis das Gemüse gar, aber noch bissfest ist.
Knoblauch kurz mitbraten. Danach Ananas und Tomaten dazugeben. Die Mischung liefert bereits etwas Flüssigkeit für die Sauce.
Nun die vorbereitete süß-saure Sauce in den Wok gießen und alles kurz aufkochen lassen.
In einer kleinen Schüssel kaltes Wasser mit der Speisestärke verrühren. Diese Mischung in den Wok geben und rühren, bis die Sauce bindet.
Zum Schluss die vorgebratenen Fleischstücke wieder in den Wok geben und vorsichtig unterheben. Am besten sofort servieren, damit die Panade knusprig bleibt.

Wie uns das Gericht geschmeckt hat
Das Ergebnis hat uns wirklich überrascht. Besonders die Fleischstücke waren außen knusprig und innen noch saftig. Genau diese Kombination macht das Gericht aus.
Die Sauce hatte durch den Ananassaft eine angenehme Süße. Gleichzeitig brachte der Essig eine leichte Säure hinein. Dadurch wirkt das Gericht frisch und nicht zu schwer.
Einzig der Ingwer war mir persönlich etwas zu dominant. Deshalb würde ich ihn beim nächsten Mal einfach weglassen. Geschmack ist schließlich immer auch eine Frage der eigenen Vorlieben.
Mehr Sauce wäre ebenfalls nicht schlecht gewesen. Gerade wenn man Reis dazu serviert, freut man sich über etwas mehr Flüssigkeit.
Warum sich ein Blick auf Barbaras Spielwiese lohnt
Das Nachkochen dieses Gerichts hat mir wieder gezeigt, wie inspirierend Foodblogs sein können. Auf Barbaras Spielwiese findet man viele Rezepte, die aus echten Küchenerfahrungen entstehen.
Es geht dort nicht nur darum, Zutaten aufzuschreiben. Vielmehr erzählt Barbara oft, wie ein Gericht entstanden ist, wo sie es entdeckt hat oder was sie daran verändert hat. Genau solche Geschichten machen Lust, selbst den Kochlöffel in die Hand zu nehmen.
Das Rezept für Schweinefleisch süß-sauer ist ein gutes Beispiel dafür. Man bekommt eine solide Grundlage und kann sie dann in der eigenen Küche weiterentwickeln.
Genau so ist auch meine Version entstanden. Ein Rezept als Ausgangspunkt und am Ende ein Gericht, das zur eigenen Küche passt.
Dieses Rezept entstand in Runde 25 von Koch mein Rezept, dem Blog-vernetzenden Event, organisiert von Volkermampft. Eine weitere Variante für das Rezept findest du hier.
Quelle Schweinefleisch süß-sauer eigene Rezept Adaption. Die Inspiration für dieses Rezept stammt von Barbaras Spielwiese. Dafür bedanken wir uns sehr. Unsere Meinung bleibt jedoch wie immer unsere eigene.
Text Schweinefleisch süß-sauer: © Copyright Monika Fuchs sowie TravelWorldOnline
Fotos © Copyright Monika Fuchs sowie TravelWorldOnline