Die besten Bauernmärkte in Kanada

Publick Market Obst und Gemüse
Bauernmärkte in Kanada Obst vom Public Market in Vancouver
Obst vom Public Market in Vancouver

Die besten Bauernmärkte in Kanada

In Kanada etabliert sich der Trend hin zu lokal produziertem Essen. Frisches Obst und Gemüse von Farmern aus der Region ist natürlich gereift und schmeckt anders als Produkte, die einen langen Transportweg und eine künstlich unterbrochene Reifezeit hinter sich haben. Daneben spart man die enormen Transportkosten und schützt die Umwelt, weil die langen Transportwege wegfallen. Dies wissen immer mehr Kanadier zu schätzen, und so entstehen überall im Land Bauernmärkte, auf denen Äpfel, Birnen, Trauben, Tomaten, Karotten, Kohl und Kartoffeln von nahegelegenen Feldern genauso angeboten werden wie selbst hergestellte Erzeugnisse wie Honig, Butter, Käse, Marmelade, Apfelwein und Ähnliches.

In Kanada gibt es zahllose Farmers‘ Markets

Ein Gang zum Wochenmarkt ist für viele Kanadier heute selbstverständlich. Und die lokalen Spezialitäten, die dort angeboten werden können sich sehen lassen. Viele von ihnen haben bereits internationale Preise gewonnen und werden von kanadischen Spitzenköchen gerne als Zutaten für ihre Gerichte verwendet. Daher sollte man sich auf einer Kanada Reise auf keinen Fall den Besuch eines Bauernmarkts entgehen lassen, denn nirgendwo kann man die regionalen Spezialitäten besser probieren.

Die besten Bauernmärkte in Kanada

Man muss nicht unbedingt in einer Großstadt sein, um einen kanadischen Bauernmarkt zu besuchen. Es gibt sie überall im Land, und sie sind allseits beliebt. Die besten und bekanntesten davon werden hier vorgestellt:

  • Der Public Market auf Granville Island in Vancouver

Zwischen Kunstgalerien, Restaurants, Brauereien und Kunsthandwerksläden befindet sich der Public Market auf Granville Island in Vancouver. Wer hierher kommt, erlebt ein Fest für die Sinne: an den Obstständen locken frische Erdbeeren und Himbeeren aus dem Fraser Valley genauso wie saftige Weintrauben und Äpfel von den Obstplantagen im Okanagan Valley. An den Fischtheken leuchtet dem Besucher orangeroter Lachs ebenso entgegen wie Krabben und Austern von der Küste Vancouver Islands. Die hausgemachten Wurstwaren der Metzger aus Vancouver Island stammen von Rindern aus dem Cowichan Valley, und der Käse wird dort von deren Milch erzeugt. Dazu findet man lokal erzeugte Weine aus dem Okanagantal oder von Vancouver Island genauso wie frischen Apfelwein von Spezialerzeugern zum Beispiel von der Saanich Halbinsel nördlich von Victoria. Wer den Public Market genauer erforschen will, kann dies auf einem Rundgang mit einem Koch tun.

 

Fantasievolle Teekreationen vom Byward Market
Fantasievolle Teekreationen vom Byward Market

 

  • Der Byward Market in Ottawa, Ontario

Unterhalb des Parliament Hill in Ottawa liegt die Altstadt auf der anderen Seite des Rideau Kanals. In deren Zentrum befindet sich der Byward Market mit seinen Pflasterstraßen und seinen Marktgebäuden, die umgeben sind von zahllosen kleinen Spezialitätengeschäften, in denen es eine schier unglaubliche Auswahl und Vielfalt an verschiedenen Käsesorten, Gewürzen, Teemischungen, Brotwaren und anderen Leckereien gibt. Für einen Bummel über den Byward Market sollte man auf jeden Fall eines mitbringen: Hunger! Denn die angebotenen Produkte lassen dem Besucher das Wasser im Munde zusammen laufen, und was gibt es Schöneres als wenn man vor einem solchen lukullischen Überangebot ohne Reue die Waffen strecken und nach Lust und Laune probieren kann. C’est bon cooking bietet ausgesprochen informative Führungen durch das kulinarische Mekka der kanadischen Hauptstadt an.

 

Die Fassade der ersten Townhall im St. Lawrence Market
Die Fassade der ersten Townhall im St. Lawrence Market

 

  • Der St. Lawrence Market in Toronto, Ontario

Dieser Markt ist eine Institution in der Innenstadt von Toronto. Er ist einer der bekanntesten Bauernmärkte in Kanada und befindet sich im Zentrum von Torontos Altstadt und erinnert an europäische Marktgebäude mit seinen Fisch-, Fleisch-, Obst- und Brotständen vor der Ziegelfassade von Torontos erstem Rathaus, die heute Teil des St. Lawrence Market ist. Schon 1803 wurden im North Market die Produkte lokaler Farmer angeboten, eine Tradition, die sich mit dem Bauernmarkt fortsetzt, der jeden Samstag dort stattfindet. Sonntags gibt es dort einen Antiquitätenmarkt. Täglich außer montags ist der South Market geöffnet mit seinen 120 Marktständen, die Obst, Fleisch, Fisch, Backwaren, Milch- und Getreideprodukte anbieten. Und auch hier kann sich den Markt sachkundig zeigen lassen von Bruce Bell, der den Markt – und Toronto – wie kaum ein anderer kennt.

 

Obst von der Ile d'Orleans auf dem Bauernmarkt in Quebec
Obst von der Ile d’Orleans auf dem Bauernmarkt in Quebec

 

  • Der Marché du Vieux-Port de Quebec

Die Ufer des Sankt Lorenz Stroms und die Ile d’Orleans unweit von Quebec City liefern die exzellenten und sehr vielfältigen Produkte, die man im Bauernmarkt am Alten Hafen von Quebec erstehen kann. Am besten ist es natürlich, wenn man diese direkt beim Erzeuger probiert und sich gleich auf einen Plausch mit ihm einlässt, aber wer nicht die Zeit für eine ausgedehnte Tour durch die Ile d’Orleans hat oder für einen Besuch der Farmen am Nordufer des Sankt Lorenzstroms, der kann die ausgezeichneten Erzeugnisse dieser Region in den Markthallen am Alten Hafen von Quebec probieren: süffigen Cassis, bei dem einem sofort die verschiedensten Rezepte durch den Kopf gehen, sobald man einen Schluck davon probiert; leckere Apfelbutter, die einem das frisch gebackene Brot noch besser schmecken lässt, das man am benachbarten Brotstand erstanden hat; oder das Glas Wein vom einzigen Weingut der Ile d’Orleans, das jedes Fischgericht noch besser schmecken lässt. Auch diesen Markt kann man sich von einem der Stadtführer von Quebec* zeigen lassen.

 

"Urban Farming" im Marktgebäude in Halifax
„Urban Farming“ im Marktgebäude in Halifax

 

  • Der Halifax Farmers‘ Market in Nova Scotia

Diesen Markt gibt es bereits seit 1750. Er ist damit der älteste Bauernmarkt in Nordamerika. 2010 zog er vom Keith’s Brewery Buidling in der Lower Water Street in Halifax um in ein nagelneues lichtdurchflutetes Gebäude an der Waterfront am Pier 20 direkt neben der Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Halifax, bei dessen Bau besonderer Wert darauf gelegt wurde, den Umwelteinfluss des Marktes so gering wie möglich zu halten. Der Markt selbst wurde quasi „grün“. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: nicht nur verbraucht das Gebäude 85% weniger Energie und 50% weniger Wasser als die landesüblich gebauten energieeffizienten Häuser, ein Teil seiner Wände wird sogar vertikal bepflanzt und liefert damit ein gutes Beispiel für „Urban Farming“, ein neuer Trend in Nordamerika. An den Marktständen – die vor allem am Samstag gut gefüllt sind – bekommt man das Beste, was Nova Scotia zu bieten hat: frische Muscheln, die direkt vom Farmer angeliefert werden, saftiges Obst aus dem Annapolis Valley, leckere Marmeladen, Säfte und Weine direkt vom Erzeuger.

Willst Du wissen, was Du in Halifax unternehmen kannst? Travel Lemming gibt Tipps.


Reiseorganisation:

Anreise:

Air Canada, Lufthansa, Condor und Icelandair fliegen von Deutschland aus verschiedene Flughäfen in Kanada an.

Mietwagen:
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Hotels:

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Quelle: eigene Recherchen vor Ort mit freundlicher Unterstützung durch Tourism BC, Tourism Ontario, Bonjour Quebec und Tourism Nova Scotia

Text: © Monika Fuchs,TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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