Die Cabots und ihre Entdeckungsfahrten

John Cabot

John Cabot und die Entdeckungsfahrten der Cabots

Hast du schon einmal von den Cabots und ihren Entdeckungsfahrten gehört? Im Jahr 1497 brach der Italiener Giovanni Caboto, der auch als John Cabot bekannt ist, zu einer Entdeckungsreise im Auftrag des englischen Königs Heinrich VII auf. Cabot erkundete die Küste Nordamerikas und erreichte vermutlich Neufundland. Die Route, die Giovanni Caboto genommen hat, ist bis heute nicht vollständig bekannt. Die Entdeckung von Nordamerika durch John Cabot war ein wichtiger Schritt in der Entdeckungsgeschichte.

John Cabot ? – ca. 1498

Über John Cabot ist wenig bekannt. Eigentlich hieß er Giovanni Caboto. Er erhielt 1476 den Bürgerstatus Venedigs. Der englische König Heinrich VII. heuerte ihn um 1496 an für eine Entdeckungsreise nach Westen mit dem Auftrag, einen Weg nach Asien zu suchen. Von den Engländern wurde er John Cabot genannt, einem Namen, mit dem er weltberühmt wurde.

Im Mai 1497 brach John Cabot von Bristol auf und sichtete am 24. Juni zum ersten Mal Land, das er kurz betrat, um im Namen Heinrichs VII. Besitz davon zu ergreifen. Dreißig Tage lange folgte er dem Küstenverlauf, ohne eine Menschenseele zu sehen und kehrte Anfang August zurück nach England, wo er stolz davon berichtete, Asien entdeckt zu haben.

Tatsächlich war John Cabot der erste Europäer nach Columbus, der seinen Fuß auf amerikanischen Boden gesetzt hatte. Wo das geschah, ist bis heute unklar, da weder sein Logbuch noch ein Augenzeugenbericht von seiner Fahrt erhalten geblieben sind. Die Historiker sind sich einig, dass es an einer Stelle zwischen Labrador und Cape Breton gewesen sein muss, vielleicht sogar auf Prince Edward Island. Am wahrscheinlichsten war es die Ostküste Neufundlands.

1498 brach John Cabot zu einer weiteren Entdeckungsfahrt auf, von der er nicht mehr zurückkehrte.

 

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Sebastian Cabot ca. 1484 – 1557

John Cabot’s Sohn, Sebastian, trat in die Fußstapfen seines Vaters. Im Jahr 1509 unternahm er den ersten Versuch, den Globus auf dem Nordweg zu umrunden. Er scheint bis zur Einfahrt zur Hudson Bay gelangt sein, bevor seine Besatzung sich weigerte weiter zu fahren. Er hielt die Bucht für eine Passage nach Cathay im nördlichen China.

Nach seiner Rückkehr trat er 1512 in den Dienst der spanischen Marine ein, in der er bis 1547 diente. Im Alter von 63 Jahren zog er sich nach England zurück, wo er 1557 starb.

Schiffe und Navigation von John Cabot und seinem Sohn

Die Segelschiffe, mit denen die John Cabot und sein Sohn ihre Reisen unternahmen, waren Dreimaster mit rechteckigen Segeln und mindestens einem Lateinersegel in Form eines Dreiecks, das die Schiffe beweglicher machte.

Die Bugplanken waren geglättet. Schiffe waren breit, um gegen die starken Stürme des Nordatlantiks gewappnet zu sein. Groß waren sie nicht gebaut, um in den unbekannten Küstengewässern leicht manövrierbar zu bleiben. John Cabot’s Matthew konnte daher nur 50 Tonnen Ladung transportieren und hatte eine Besatzung von weniger als 20 Mann.

Das Leben an Bord dieser Schiffe war unangenehm. Die Unterkünfte der Besatzung waren eng, schmutzig und außerdem kalt. Feuer wurde nur bei ruhigem Wetter entfacht, und Waschmöglichkeiten gab es keine. Die Nahrung auf See war äußerst eintönig. Sie bestand vor allem aus Trockenzwieback, Bier (das länger trinkbar blieb als Wasser), Salzfleisch, getrockneten Erbsen, Salzfisch, Butter, Käse, Reis, Hafer, Rosinen sowie Nüssen. Skorbut war daher eine ständige Geißel der Seefahrer.

Navigation war schwierig in diesen Zeiten. Neben dem Kompass, mit dem sich die Nordrichtung bestimmen ließ, kannten die Seefahrer jener Tage das Astrolab, den Quadranten sowie den Kreuzstab. Damit bestimmten sie den Winkel zwischen dem Nordstern oder der Sonne und dem Horizont und konnten den Breitengrad des Schiffs berechnen konnten. Längengrade mussten allerdings erraten werden. Geschwindigkeit maß man, indem ein Seil ins Wasser geworfen wurde, an dem in regelmäßigen Abständen Knoten angebracht worden waren. Küstenkarten gab es jedoch nicht. Nur wenn ständig jemand Ausschau hielt, konnten Sandbänke oder Riffe umschifft werden. Ein beschwertes Seil wurde zudem ins Wasser geworfen, um die Wassertiefe festzustellen.

Fragen und Antworten zu John Cabot und seinen Entdeckungsfahrten

Wo genau hat John Cabot in Nordamerika angelegt?

Es wird vermutet, dass John Cabot 1497 in Neufundland angelegt hat, möglicherweise in der Nähe von Bonavista oder St. John’s.

Wie viele Expeditionen unternahm John Cabot nach Nordamerika?

John Cabot unternahm mindestens zwei Expeditionen nach Nordamerika, eine im Jahr 1497 sowie eine weitere im Jahr 1498.

Warum ist die Entdeckung von Nordamerika durch John Cabot so wichtig?

Die Entdeckung von Nordamerika durch John Cabot war ein wichtiger Schritt in der Entdeckungsgeschichte. Er legte außerdem den Grundstein für die europäische Besiedlung des Kontinents.

Welche Rolle spielte John Cabot bei der englischen Kolonialisierung Nordamerikas?

John Cabot legte den Grundstein für die englische Kolonialisierung Nordamerikas, indem er die Küste erkundete und England als Anspruchsberechtigten auf das Gebiet etablierte.

Wo kann ich heute noch Spuren von ihm und seiner Expedition finden?

In Bonavista, Neufundland, gibt es ein Denkmal sowie ein Interpretationszentrum, das sich der Geschichte der Entdeckung Nordamerikas durch Cabot widmet. Außerdem gibt es in Bristol, England, ein John Cabot Denkmal sowie den Cabot Tower, der an die Entdeckungsreisen erinnert.

Auf den Spuren der Cabots durch Ostkanada

 

John Cabot
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Quelle: eigene Recherchen. Unsere Meinung bleibt auf jeden Fall unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs sowie TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Gemeinfrei

Die Cabots und ihre Entdeckungsfahrten

Monika Fuchs

Monika Fuchs und Petar Fuchs sind die Verfasser und Herausgeber des Slow Travel und Genuss Reiseblogs TravelWorldOnline Traveller. Sie veröffentlichen dieses Blog seit 2005. TravelWorldOnline ist online seit 2001. Ihre Themen sind Genuss Reisen und Weintourismus in aller Welt und Slow Travel. Monika Fuchs verbrachte während ihres Studiums einige Zeit in Nordamerika, wo sie - zum Teil gemeinsam mit Petar Fuchs - die USA und Kanada bereiste und ein Forschungsjahr in British Columbia verbrachte. Das verstärkte ihren Wissensdurst, den sie 6 Jahre lang als Abenteuer-Guide für Rotel Tours und danach 11 Jahre lang als Studienreiseleiterin für Studiosus Reisen in aller Welt zu stillen versuchte. Sie erweiterte ständig ihre Reiseregionen, aber trotzdem nagte die Neugier an ihr: "Was befindet sich hinter dem Horizont? Was gibt's in dieser Stadt noch zu entdecken? Welche Menschen sind hier interessant? Was isst man in dieser Region?" Auf diese Fragen sucht sie nun als freie Reisejournalistin (ihre Artikel erschienen u.a. in DIE ZEIT, 360° Kanada, 360° USA, etc.) , Reiseautorin und Reisebloggerin Antworten in vielen Ländern der Welt. Petar Fuchs produziert die Videos auf diesem Blog sowie auf YouTube. Monika Fuchs von TravelWorldOnline Traveller ist unter Deutschlands Top 50 Bloggerinnen 2021 Weitere Informationen über Monika und Petar Fuchs.