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Amerikanische Skigebiete sind perfekt zum Skifahren? Warum?

Christian Jannasch beim Skifahren
Christian Jannasch beim Skifahren

 

Langsam, aber unausweichlich kommt der Winter auf uns zu. Im vergangenen Winter gab es in Europa ja fast keinen Schnee. Egal, wo wir in diesem Jahr in Europa hinkamen, überall hieß es: “Wir hatten einen trockenen und milden Winter.” Ganz anders dagegen in den USA und in Kanada. Dort konnte man sich vor Schnee fast nicht retten. Natürlich ist das nicht jedes Jahr so, aber mehr Schnee gibt es dort gewöhnlich schon. Das liegt vor allem daran, dass amerikanische Skigebiete in Bergen liegen, in denen die feuchten Wolken, die von Westen herein ziehen, ihre Feuchtigkeit als Schnee abgeben. Es gibt Regionen, in denen mehr als zehn Meter Schnee fallen – mehr als ausreichend also, um auch den anspruchvollsten Skifahren zufrieden zu stellen. Es gibt aber noch mehr Gründe, warum amerikanische Skigebiete so perfekt sind. Wir haben Christian Jannasch von My Travelworld danach gefragt, der seit Jahren begeistert in den USA und in Kanada Ski fährt. Hier sind seine Gründe:

 

Squaw Valley in Kalifornien Amerikanische Skigebiete
Squaw Valley in Kalifornien

 


Warum sind amerikanische Skigebiete so perfekt zum Skifahren?

“Meine liebsten Skigebiete befinden sich ganz klar in den Rocky Mountains. Seit ich zum ersten Mal dort war, haben mich die Alpen nicht mehr gesehen und ich bin immer wieder in die Rockies gekommen. Bisher stehen 5 Skireisen zu Buche – Alberta, British Columbia, Colorado, Utah und Kalifornien. Im Februar 2015 geht es dann nach Wyoming.

Doch warum sind amerikanische Skigebiete so besonders? Darüber könnte ich einen ganzen Aufsatz schreiben, aber ich versuche mich einmal kurz zu fassen:
– Der berühmte Champagner Powder ist einfach einzigartig. Er ist so pulvrig und erzeugt dieses wunderbare zischende Geräusch zwischen den Beinen.
– Während das Verhältnis von Liften zu Pisten in den Alpen geschätzt 1:5 ist, ist es in den Rocky Mountains vielleicht 1:15. Die mit dem Sessellift oder Gondel fahrenden Wintersportler werden also auf viel mehr Abfahrten verteilt, was zu fast immer leeren Pisten führt.
– Generell ist in den Skigebieten in Nordamerika weniger Andrang. Sollte man doch einmal anstehen müssen, geht dies gesittet und geordnet zu, man muss also nicht mit den Ellenbogen um jeden Zentimeter kämpfen.
– Sowohl in Kanada als auch in den USA ist in der Regel das gesamte Skigebiet befahrbar. Das Verlassen der Piste ist also ausdrücklich erlaubt, egal ob dort Felsen oder Bäume im Weg sind.
– In den Rocky Mountains fallen in den meisten Skiorten kumuliert mehr als 10 Meter Schnee pro Jahr. Dies führt zu einzigartigen Tiefschneebereichen, u.a. den so genannten Bowls. Dies sind riesige Berghänge oder Talschüsseln, die unpräpariert sind und so befahren werden können, wie die Natur sie geschaffen hat. Mehr Winter-Erlebnis geht nicht.
– Last but not least gibt es neben den grünen, blauen und schwarzen Pisten (analog zum europäischen blau, rot und schwarz) auch die doppel-schwarzen, die so genannten Double Diamonds. Dies sind die besonderen sportlichen Herausforderungen für versierte Wintersportler, die es so in Europa nicht gibt.

Und, überzeugt?”

 

Mount Rose - The Chutes El Cap
Mount Rose – The Chutes El Cap

 

Auf jeden Fall, Christian. Herzlichen Dank für Deine Einschätzung. Wenn Ihr mehr über Christians Erfahrungen in amerikanischen Skigebieten wissen wollt, dann besucht seinen Bericht über das kalifornische Skigebiet am Lake Tahoe. Dort gibt’s mehr über das Skigebiet in der Sierra Nevada Kaliforniens.

 


Quelle: Interview mit Christian Jannasch

Foto: © Copyright Christian Jannasch

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