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American Lifestyle – Was ist das?

Amerikanische Flagge
Amerikanische Flagge


Amerika-Skeptiker werden sagen, so etwas gibt es gar nicht. Und Amerika-Liebhaber tun sich schwer, genau zu definieren, was amerikanischer Lebensstil ist.

Was ist “American Lifestyle”?

Aber so schwierig ist das gar nicht. Es gibt nur nicht den American Lifestyle, sondern viele verschiedene Lebensarten, die sich aber ganz gut in Regionen einteilen lassen:

Lebensstil in New England

Während in den Neuenglandstaaten die Küste das Leben entlang des Atlantiks bestimmt, ist es im Hinterland eher ein rustikaler Lebensstil, der noch stark durch die historischen Wurzeln der Region charakterisiert wird. Man lebt mit und von der Natur und zeigt dies auch in seinem Alltagsleben, darin was man kocht und auch in den touristischen Einrichtungen, die sehr häufig die Idylle New Englands widerspiegeln.

So lebt man in den Oststaaten

In der Region um New York, Washington D.C., Philadelphia und Baltimore herum bestimmt die Industrie das Leben, und dies zeigt sich auch in den gewaltigen Metropolen dieser Region. Ländlichen Lebensstil findet man hier eher selten. Stattdessen bestimmt urbaner Lifestyle den Alltag der Menschen.

Lebensgefühl im Südosten der USA

Der Süden zehrt noch immer von seiner Vergangenheit als ehemalige Sklavenregion – wenn auch heute eher im kulinarischen Bereich und im Tourismus. Das Essen der Südstaaten unterscheidet sich deutlich von allem, was im Rest der USA auf den Tisch kommt. Und im Bereich touristischer Attraktionen spielen bis heute die alten Plantagenhäuser der Tabakpflanzer eine große Rolle. Orte wie Macon, Charleston oder Savannah spiegeln noch immer den Geist des Alten Südens wider.

Karibisches Feeling in Florida

Florida ist eine Region der USA, die bereits stark von der Karibik und Kuba beeinflusst ist – kein Wunder, stammt doch ein großer Teil seiner Bevölkerung aus diesen Regionen. Karibisch leicht ist daher auch das Lebensgefühl vor allem im südlichen Teil Floridas. Und selbst die Küche Floridas liebt Karibisches: exotisches Obst gibt es ja im Überfluss im Sunshine State. Und Wasser – sei es das des Atlantik oder des Golfs von Mexiko – ist nie sehr weit entfernt. Das Schönste an Reisen nach Florida ist, dass sie das ganze Jahr über möglich sind.

Die Cajuns in Louisiana

Im Tiefen Süden der USA ist das Leben, ähnlich wie im Südosten bis heute von der Geschichte der Plantagenbesitzer geprägt. Louisiana – und hier vor allem die Bayous – bilden allerdings eine Ausnahme. Dort siedelten sich viele Akadier an, die Mitte des 18. Jahrhunderts aus Ostkanada vertrieben wurden und bestimmen bis heute den Lebensstil der Region. Ihre Küche – die Cajun Cuisine – ist von den Frankokanadiern beeinflusst und gilt als typisch für diese Region.

Der Wilde Westen

Texas und der Mittlere Westen sind das, was man früher als Wilden Westen bezeichnete. Und was wäre kennzeichnender für diese Region als riesige Rinderherden. Zwar ist die goldene Zeit der Rinderbarone schon lange vorbei, aber Rinder werden dort noch immer gezüchtet. Und so gehören Barbecues und das Leben auf der Range hier zum regionaltypischen Lebensstil.

Spanische und indianische Enklaven im Südwesten

Im Südwesten zwischen New Mexiko und Utah ist bis heute der spanische und indianische Einfluss zu spüren. Besucht man einen Farmers Market in New Mexico gehören scharfe getrocknete Chilischoten zum landestypischen Bild dazu. Ihre Häuser schmücken die Bewohner gern mit indianischen Teppichen, Gebäude aus Lehmziegeln gehören in diesen Regionen zu jedem Stadtbild.

Der Californian Way of Life

Kalifornischer Lifestyle widerum ist geprägt von den Küstenlandschaften, den Weinregionen und den hohen Bergen der Sierra Nevada. Und weil der Golden State schon immer Fluchtpunkt vieler Zivilisationsflüchtlinge war, findet man hier – wie übrigens noch mehr im nördlich angrenzenden Oregon zahlreiche Bewohner, die einen alternativen Lebensstil bevorzugen.

Outdoor und alternativer Lebensstil im Nordwesten

Der Bundesstaat Washington mit Seattle, dem Mount Rainier und der Olympischen Halbinsel ist eine Region, in der das Meer aber auch das Outdoor-Leben eine große Rolle spielen. Kein Wunder! Gibt es dort doch beeindruckende Landschaften, die die Menschen ins Freie locken.

Rustikaler Lebensstil im Big Sky Country

Die Rocky Mountain Region von Idaho, Wyoming und Montana nennt sich auch gern das “Big Sky Country”. Hier findet man noch große Rinderfarmen, und sogar Bisons werden hier heute gezüchtet. Cowboyhüte, rustikale Lodges und gemütlich eingerichtete Wohnhäuser aus Holz oder gar im Blockhausstil sind hier an der Tagesordnung. Und Steaks gehören ähnlich wie in Texas auch hier auf den Teller.

Ländlicher geht es nicht als in den Great Plains

Das Land der riesigen Weizen- und Maisfelder auf den Great Plains schließt sich östlich daran an und erstreckt sich bis an die Großen Seen. Kleine, versteckte Ortschaften liegen oft weit abseits der großen Highways, und bis heute sind diese Regionen die ländlichsten Gebiete, die die Vereinigten Staaten zu bieten haben.

Urban und maritim: die Großen Seen

Umso größer ist der Kontrast zu Chicago und Detroit, den beiden großen Städten an den Großen Seen. Der Rest dieser riesigen Südwasserseen ist gesäumt von kleinen Ortschaften, deren Namen oft nicht einmal die Amerikaner selbst kennen. Ein großes Kontrastprogramm, das hier geboten wird: urbaner Lebensstil in den Metropolen und rustikales Leben auf dem Land.

Wir wollen den Begriff “American Lifestyle” allerdings nicht auf die USA beschränken. Auch den Nachbarstaat Kanada zählen wir dazu. Wie sich dessen Regionen in ihrem Lebensstil charakterisieren

Text: © Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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