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Plum Pudding Rezept – Christmas Pudding Selber Machen

Plum Pudding Rezept - Christmas Pudding selber machen
Plum Pudding Rezept – Christmas Pudding selber machen © mit freundlicher Genehmigung von Azlin Bloor von Linsfood

 

Christmas auf Englische Art

Er gehört zum traditionellen Weihnachtsfest in Großbritannien wie der Christstollen bei uns – mit diesem Plum Pudding Rezept kannst Du den Christmas Pudding selber machen. Und vielleicht etwas schmackhafter, als diesem Traditionsdessert allgemein nachgesagt wird. Denn nicht einmal die Briten sind sich darüber einig, ob der Plum Pudding nun schmeckt oder nicht. Auch wenn mehr als 60 Millionen Engländer, Iren und Schotten dieser Tradition treu bleiben, sagt man ihm dennoch nach, dass er eher wie ein zerfranster Autoreifen schmeckt, statt wie ein Kuchen.

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Ein Weihnachtsdessert, das ursprünglich keines war

Schon seit dem 14. Jahrhundert gibt es ihn. Wenn der Plum Pudding damals auch noch nichts mit Weihnachten zu tun hatte. Stattdessen aßen die Briten ihn während der Fastenzeit vor Weihnachten. Anfangs war er nichts weiter als eine dicke Suppe, in der Rind- und Hammelfleisch solange gekocht wurde, bis es zerfiel. Gewürzt hat man diese mit Rosinen, Trockenpflaumen, Wein und verschiedenen Gewürzen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde dieser Brei mit Eiern, Brotkrümeln, Bier und viel Alkohol soweit verfeinert, dass er schon eher an den heutigen Christmas Pudding erinnert. Gerade der Alkoholgehalt war es dann jedoch, der die Puritaner und Quäker unter Oliver Cromwell im 17. Jahrhundert dazu veranlasste, den Plum Pudding zu verbieten. Er galt als “sündig reichhaltiges” Gericht, das anständige Christenmenschen nicht verzehren sollten. Kein Wunder, liest man traditionelle Rezepturen für den braunen Teighaufen. Neben Nierenfett, Mehl, Zucker, Semmelbrösel, Rosinen, Sultaninen, Mandeln, Eiern, Zimt, Ingwer und Nelken gehören unglaubliche Mengen an Bier und diversen Alkoholsorten hinein. Dass da mancher Feiernde lustiger reagierte als er sollte, ist eigentlich kein Wunder.

Erst König George I. machte ihn schließlich hoffähig. Bei seinem ersten englischen Weihnachtsfest nach seiner Ankunft aus Hannover setzte man ihm die Spezialität als Weihnachtsdessert vor. Und da er kulinarischen Genüssen sowieso nicht abgeneigt war, griff er tüchtig zu. Charles Dickens verhalf dem Plum Pudding dann auch noch zu literarischen Ehren in seiner Weihnachtsgeschichte. Aber nun zum Plum Pudding Rezept.

Schmackhaftes Plum Pudding Rezept

Dieses Rezept hat uns freundlicherweise Azlin Bloor von Linsfood zur Verfügung gestellt. Sie ist geboren in Singapur, lebt aber seit vielen Jahren in England und ist mit einem Engländer verheiratet. Sie hat die traditionellen Zutaten an heutigen Geschmack angepasst, so dass es nicht mehr das Original Rezept ist. Dafür schmeckt es allerdings besser.

Statt dem traditionellen Nierentalg verwendet sie Pflanzenfett (z.B. Palmfett). Und auch das Guinness im Originalrezept hat sie ersetzt durch süßen Sherry und Brandy. Über die Jahre kamen weitere Änderungen hinzu. Aber probiert es einfach mal selbst. Und lasst uns wissen, wie Euch dieses Plum Pudding Rezept schmeckt.

So kannst Du Christmas Pudding selber machen

Zutaten

  • 200g Rohrzucker
  • 100g Semmelbrösel
  • 100g kleingeschnittenes Palmfett
  • 1 TL gemahlene gemischte Gewürze
  • 1/8 TL gemahlenen Zimt
  • Eine Prise frisch gemahlenen Muskat
  • 200g Sultanien
  • 250g Rosinen
  • 40g Orangeat und Zitronat kleingeschnitten und gemischt
  • 50 g geröstete Mandeln, fein gehackt
  • 1 mittelgroßer Kochapfel, ungeschält, kleingeschnitten
  • geriebene Schale zweier Zitronen
  • 120ml süßen Sherry oder – alkoholfrei – 100 ml Orangensaft
  • 4 EL Brandy oder – alkoholfrei – leichten Earl Grey Tee
  • 2 Eier, leicht geschlagen, in einer separaten Schüssel
  • 50g Mehl mit einer Prise Backpulver

Zubereitung

  1. Nimm eine große Rührschüssel und gibt Zucker, Palmfett, Semmelbrösel und Gewürze hinein und vermische es gut.
  2. Füge die Trockenfrüchte, Orangeat und Zitronat, Mandeln, Apfel und Zitronenschale hinzu. Mische es gut.
  3. Füge den Alkohol zum geschlagenen Ei und verrühre es gründlich. Dann füge es zu den anderen Zutaten.
  4. Vermische alles miteinander. Es sollte eine lockere Mischung sein. Bedecke es mit Frischhaltefolie und lasse es über Nacht stehen.

Am nächsten Tag

  1. Rühre das Mehl hinein und mische es gut.
  2. Gib die Mischung in ein eingefettete Puddingform und verpacke sie gut.
  3. Decke mit einer Schicht Backpapier ab, dann mit Alufolie, wobei etwas Platz gelassen werden soll für den Dampf. Binde es fest mit einer Schnur.
  4. Stelle es acht Stunden land in ein siedendes Wasserbad für einen großen Pudding. Oder teile die Menge auf in drei kleinere Behälter und lasse sie für drei Stunden im Wasserbad. Achte darauf, dass das Wasser nicht verdunstet.
  5. Wenn Du keinen Dampfgarer hast, nutze einen Kochtopf mit einer umgekehrten Untertasse. Stelle den Pudding auf die Untertasse und fülle das mit kochendem Wasser etwa halb voll. Decke es mit dem Kochtopfdeckel ab und lass das Wasser sieden.
  6. Danach lasse den Pudding komplett abkühlen. Das dauert gewöhnlich einen Tag. Dann ersetze das Backpapier und die Folie mit neuen Abdeckungen.
  7. Lagere es an einem kühlen, dunklen Ort.
  8. Am Weihnachtstag stelle den größeren Pudding 2 Stunden lang, kleinere Pudding 1 Stunde lang ins Wasserbad.

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Zuletzt aktualisiert am 15. October 2019 um 11:33 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quelle für den Artikel “Plum Pudding Rezept – Christmas Pudding Selber Machen”: eigene Recherchen und Rezept von Azlin Bloor.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos:  © Copyright Azlin Bloor, Linsfood

16 Responses

  1. Katja
    | Antworten

    Ihr Lieben,
    das sollte ich wirklich mal nach-backen. Doch was genau die dunkle Farbe macht, ist mit nicht klar.
    Geschmacklich bin ich gespannt, ob Engländer besser backen als kochen können :-)
    Es kommt auf einen Versuch an.
    Liebe Grüße, Katja

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Liebe Katja,

      selbst ausprobiert haben wir den Plum-Pudding auch noch nicht. Vielleicht im nächsten Jahr? Die Farbe kommt bestimmt von den Rosinen, Sultaninen und den anderen Trockenfrüchten. Was die englische – oder besser – irische Küche anbelangt, wurde ich ja in diesem Jahr eines Besseren belehrt. War sie vor zehn Jahren noch ein ziemlicher “Einheitsbrei”, hat sie sich in dieser Zeit sehr gemausert. Es wäre sicher mal interessant, eine Reise durch England zu machen auf der Suche nach kulinarischen Erlebnissen. Spurensuche der besonderen Art sozusagen .

      Liebe Grüße,
      Monika und Petar

  2. Nicole von PASSENGER X
    | Antworten

    Ach auf sowas stehe ich ja: Rezepte, die ans Reisen erinnern. Hier in Argentinien, habe ich gerade Alfajores selbst gebacken und das werde ich daheim auf jeden Fall wiederholen, denn auch über die Geschmacksnerven kann man sich ja ein bissl Urlaubsfeeling mitnehmen:) Und der Plum Pudding klingt auf jeden Fall wirklich britisch und spannend.

    In diesem Sinne frohe Weihnachten euch:)
    Liebe Grüße
    Nicole

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Liebe Nicole,

      genauso geht es uns auch. Warum soll man regionale Gerichte nur an den Orten zubereiten, aus denen sie stammen? Ich mag es sehr gerne, mich in meiner Küche an Orte zu versetzen, die wir bereist haben. So holen wir uns viele Erinnerungen zurück.

      Auch Dir ein schönes Weihnachtsfest.

      Liebe Grüße,
      Monika

  3. Kathi
    | Antworten

    Ihr Lieben,

    vielen Dank für diesen großartigen Einblick in die Welt des Plum Puddings. Ich hatte tatsächlich keine Ahnung wie man ihn macht. An der Stelle ist das Rezept wirklich hilfreich. :)
    Vielleicht probiere ich es dieses Jahr einmal aus. ;)

    Viele liebe Grüße
    Kathi

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Liebe Kathi,

      lass uns wissen, wie es geschmeckt hat. Wir haben ihn nämlich selbst noch nicht gemacht. Vielleicht kommt der nächstes Jahr auf unsere weihnachtliche Speisekarte.

      Liebe Grüße und ein schönes Weihnachtsfest wünschen
      Monika und Petar

  4. Susanne
    | Antworten

    Bis zu dem Satz 8 Stunden Wasserbad dachte ich noch – den mache ich dieses Jahr. Aber ich glaube so viel Geduld fehlt mir. Dann kaufe ich lieber eine fertige Variante.
    Obwohl selbst gemacht oft viel besser schmeckt….
    Lieben Gruß Susanne

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Haha, Susanne. Ja, das kann ich gut verstehen. Einen Plum Pudding selber zu machen, erfordert offensichtlich Geduld. Aber es gibt ja auch die andere Alternative.

      Liebe Grüße,
      Monika

  5. Ricarda Christina Hollweg
    | Antworten

    Interessant, ich kannte diese Weihnachtstradition aus Großbritannien gar nicht. Es ist schon faszinierend, wie viele unterschiedliche Bräuche es in der verschiedenen Ländern gibt…Besonders gut gefällt mir, wie Ihr den historischen Hintergrund in der Tiefe erklärt. LG, Ricarda

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Liebe Ricarda,

      das freut mich, dass wir Dir etwas Neues über die Weihnachtstraditionen in Großbritannien erzählen konnten. Interessant fand ich dabei, wie weit diese bereits in die Geschichte zurückreichen.

      Liebe Grüße,
      Monika

  6. Barbara
    | Antworten

    Die meisten Engländer, die ich kenne, kaufen ihn. Und ich habe auch schon welchen geschenkt bekommen oder selbst gekauft. Die waren übrigens lecker!

    Selbst gebacken habe ich noch keinen, will das aber mal ausprobieren. Danke für das Rezept. Habt Ihr es schon probiert?

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man zu Weihnachten etwas serviert, das nicht gut schmeckt. Ausprobiert haben wir das Rezept selbst noch nicht. Aber im nächsten Jahr vielleicht.

  7. Shadownlight
    | Antworten

    :P Jetzt muss ich mal gestehen, dass ich den so gar nicht mag :P.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      Hallo Jenny,

      ich habe ihn bisher noch nicht probiert, weil ich noch nie um die Weihnachtszeit in Großbritannien unterwegs war. Probieren würde ich ihn schon gerne mal, denn ohne es zumindest einmal gekostet zu haben, kann man ja nicht Mitreden.

      Liebe Grüße,
      Monika

  8. Azlin Bloor
    | Antworten

    Thank you for this wonderful post on a beloved British tradition, Monika. I hope your readers enjoy reading it!

    • Monika & Petar Fuchs
      | Antworten

      I am sure they will like it, Azlin. It’s such a great story, and it looks so good on your photo. I am already thinking about adding it to our Christmas dishes next year.

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