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Wien Geheimtipps abseits der Touristenpfade

Wien Geheimtipps
Wien Geheimtipps (c) copyright Wien Tourismus

 

Wien Geheimtipps für eine Städtereise

Anzeige – Wir waren schon öfter in Wien unterwegs und haben uns immer die Highlights dieser tollen Stadt angeschaut. Was gibt es nicht alles zu sehen: die Hofburg, den Stephansdom, den Prater, die wundervollen Museen, Schloss Schönbrunn und vieles, vieles mehr. Bei unserem Besuch im Hotel Capricorno Wien jedoch schauten wir uns Wien Geheimtipps abseits der Touristenpfade an und waren erstaunt darüber, wie interessant und sehenswert dieses unbekannte Wien ist. Wir stießen auf unserem Rundgang durch die Wiener Innenstadt auf allerlei Überraschendes.
 

 
Dabei waren wir in denselben Stadtregionen unterwegs wie auf unseren bisherigen Besuchen in der Stadt an der Donau. Der einzige Unterschied bei dieser Tour durch die Stadt war, dass wir nicht auf den Hauptwegen durch die Stadt spaziert sind, sondern einfach ein paar Seitengässchen entfernt davon uns unseren Weg durch Wien gesucht haben. Was wir dabei entdeckt haben, zeigen wir Euch hier in den Bildern, die wir von dieser Tour durch Wien abseits der Touristenpfade mitgebracht haben:

 

Wien Insider Tipps Griechengasse in Wien
Wien Insider Tipps – Durch die Griechengasse in Wien

Wien Insider Tipps kannst Du hier entdecken

Wir entdecken Wien Geheimtipps abseits der Touristenpfade auf unserem Stadtrundgang ab dem Schwedenplatz. Von dort suchen wir uns den Weg durch die Griechengasse, eine kleine, mit Kopfstein gepflasterte Gasse, die nur zu Fuß oder mit Motorrädern leicht zu befahren ist. Einst fuhren hier Pferdekutschen durch, wie uns die Boller an den Hauswänden noch beweisen. Die hat man angebracht, um zu verhindern, dass die Kutschräder in der engen Gasse die Hauswände beschädigten.

 

Warnung
Warnung an Fuhrwerkkutscher

 

Offenbar war es auch für Fußgänger nicht ungefährlich, sich durch diese engen Gassen zu bewegen wie uns ein Warnschild beweist, auf dem die Kutscher darauf hingewiesen werden, ihre Pferde im Zaum zu halten oder gar eine Begleitperson vorauszuschicken, die Fußgänger warnen sollte.
 

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Doppeladler
Auch hier begegnen wir dem Doppeladler
Wir treffen den lieben Augustin
Wir treffen den lieben Augustin

 

Weißt Du, wo der liebe Augustin sein Lied gesungen haben soll

Am Ende der Griechengasse hängt der Doppeladler über dem Eingang zum Griechenbeisl, einer Wiener Traditionswirtschaft, an deren Fassade ein Relief prangt, das darauf hinweist, dass hier der liebe Augustin sein Lied zum ersten Mal gesungen haben soll. Augustin gab’s tatsächlich. Er war ein Bänkelsänger aus dem 17. Jahrhundert, der zur Zeit der Pest die Wiener unterhielt. Offenbar war er dem Wein selbst nicht abgeneigt, und einmal soll er nach einer durchzechten Nacht am Wegrand liegen geblieben sein. Siech-Knechte, die durch Wien zogen auf der Suche nach Pesttoten, luden ihn auf ihren Karren und entsorgten ihn in einem Massengrab vor der Stadt. Am nächsten Morgen krakelte und sang er so laut, bis ihn die Wiener wieder aus seinem vorzeitigen Grab herausholten. Von da an lebte er offensichtlich nicht schlecht davon, dass er seine Erlebnisse in immer neuen Kneipen vortrug.

Weißt Du, wo der liebe Augustin sein Lied gesungen hat in Wien? Hier erfährst Du es. Klick um zu Tweeten

 

Die Griechenkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit
Die Griechenkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit

 

Die Griechenkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit

Neben dem Griechenbeisl steht die Griechenkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit. So wie die Kirche heute dasteht, entstand sie Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie ist heute Sitz der Griechisch-Orthodoxen Metropoliten Österreichs.

 

Schmiedeeiserne Ladenschilder in Wien
Schmiedeeiserne Ladenschilder in Wien
Alte Mauerfresken
Alte Mauerfresken in Wien

 

Was uns auf unserem Rundgang abseits der Touristenrouten besonders gut gefällt, sind die zahlreichen alten schmiedeeisernen Ladenschilder, die darauf hinweisen, was im jeweiligen Haus hergestellt wurde. Immer wieder stoßen wir auf verwitterte Fresken, die oft durch Malerarbeiten an den Hausfassaden wieder freigelegt wurden. So erhaschen wir einen Einblick in das Leben des Wiens von einst.

 

Universität für angewandte Kunst
Universität für angewandte Kunst in Wien

 

Im Heiligenkreuzer Hof an der Stiege 8

Die Universität für angewandte Kunst befindet sich an der Stiege 8 im Heiligenkreuzer Hof, einem der schönen Innenhöfe, die wir auf unserem Rundgang durchs Wien abseits der Touristenpfade durchqueren. Dabei erfahren wir, dass früher die Häuser keine Hausnummern besaßen, sondern nach der Anzahl der Stiegen (Treppen) nummeriert wurden. Der Heiligenkreuzer Hof gehört den Zisterzienser Mönchen von Stift Heiligenkreuz, das wir vor einigen Jahren besucht haben. Eine schöne Kapelle im Innenhof weist auf sie hin.

 

Die besten Schnitzel beim Figlmüller
Die besten Schnitzel von Wien beim Figlmüller

 

Um den Stephansdom herum

Der Figlmüller in der Bäckerstrasse 6 rühmt sich des berühmtesten Schnitzels Wiens. Ob andere Wiener Gaststätten damit einverstanden sind, sei dahingestellt. Witzig finden wir auf jeden Fall den weinselig dreinblickenden Herrn über dem Eingang zu dieser Wirtschaft.

 

 

Blick auf den Stefansdom
Blick auf den Stephansdom

 

Wir haben es auf unserem Weg durchs Wien abseits der Touristenpfade nicht bemerkt, aber wir näherten uns immer mehr dem Stadtzentrum mit dem Stephansdom. An der Strobelgasse stehen wir plötzlich vor dem Dom Wiens und blicken darauf aus einem ungewöhnlichen Winkel. Hier fällt uns besonders das Dach des Doms auf mit den beiden Adlern. Auch hier lassen wir die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt links liegen, passieren den Stephansdom und gehen lieber durch die Blutgasse und einen der hübschen Innenhöfe, die sich hinter schlichten Hausfassaden verstecken.

 

Versteckte Hinterhöfe
Versteckte Hinterhöfe in der Blutgasse

 

Das Kloster an der Franziskanerkirche

Unser nächstes Ziel ist die Franziskanerkirche am gleichnamigen Platz. Dieser Gebäudekomplex war einst ein Büßerinnenkloster, das heißt, dass darin ehemalige Dirnen ihr lasterhaftes Leben bereuen sollten. Erst später überließ die Stadtgemeinde Wien das Gebäude den Franziskanern, die die ungewöhnlich aussehende Kirche errichteten. Einladend ist der kleine Platz vor der Kirche, um den in den Sommermonaten Cafés auf ihre Gäste warten. Wir sind allerdings etwas zu früh im Jahr da. Noch ist es zu kühl, um draußen eine Tasse Kaffee genießen zu können.

 

Franziskanerkirche
Franziskanerkirche Wien

 

Der Donnerbrunnen in Wien

Dass nicht alle Wiener prüde waren, zeigt uns der Donnerbrunnen abseits der belebten Kärntnerstraße. Dort reckt uns eine der gußeisernen Statuen ihren blanken Hintern entgegen. Touristengruppen stehen drum herum. Offenbar verlockt die Statue zum Berühren, denn ihr Hinterteil ist verdächtig blank gerieben. Schon Kaiserin Maria Theresia war dieser Brunnen deshalb ein Dorn im Auge. Zu ihren Zeiten wurden die nackten Figuren auf Betreiben der Keuschheitskommission sogar entfernt. Man erkannte aber ihren künstlerischen Wert und rettete sie noch vor dem Einschmelzen. Erst 1801 wurden sie wieder am Brunnen angebracht.

 

Donnerbrunnen
Der unzüchtige Donnerbrunnen

 

Wien – Was muss man gesehen haben

Hier beenden wir unseren Rundgang durchs Wien abseits der Touristenpfade und laden Euch ein, Euch selbst einmal auf die Suche nach Außergewöhnlichem und Unbekanntem durch die Donaumetropole zu machen. Falls Ihr noch weitere Reisetipps für Wien braucht, dann schaut doch einmal durch unsere Wien-Beiträge. Vielleicht ist der eine oder andere Tipp dabei, um selbst auf Entdeckungsreise durch Österreichs Hauptstadt zu gehen?

Kennst Du den unzüchtigen Donnerbrunnen in Wien? Nein? Hier erfährst Du mehr darüber: Klick um zu Tweeten

Zur Vorweihnachtszeit ist vielleicht auch der Weihnachtsmarkt auf dem Karlsplatz für Euch interessant, wenn Ihr Orte in Wien abseits der Touristenrouten sucht. Petar hat darüber ein Video gedreht:

 

 

 

 



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Weitere Städte in Österreich für Slow Travel Erlebnisse gibt’s hier.

Quelle: eigene Recherchen vor Ort. Der Artikel wurde bezahlt von Wien Tourismus und ImperialTalk. Unsere Meinung bleibt unsere eigene.

Text: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline
Fotos: © Copyright Monika Fuchs, TravelWorldOnline

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Monika und Petar Fuchs in Graz

Monika Fuchs und Petar Fuchs sind die Herausgeber des Slow Travel und Genuss Reiseblogs TravelWorldOnline Traveller. Sie veröffentlichen dieses Blog seit 2005.

Ihre Themen sind

Monika Fuchs ist Autorin und Fotografin des Blogs und schreibt als freie Journalistin für DIE ZEIT Online und Reisemagazine wie 360° Kanada, 360° USA, touristik aktuell, etc. Außerdem verfasst sie Reiseführer über Destinationen und Genuss Reiseziele in aller Welt. Petar Fuchs produziert die Videos auf diesem Blog sowie auf YouTube.

Weitere Informationen über Monika und Petar Fuchs.

8 Responses

  1. Orange Diamond Blog
    | Antworten

    Hallo Monika,
    Wien ist doch wunderschön, nicht wahr? Wenn man länger da ist, entdeckt man sehr schöne Ecken. Ich habe das Glück eine Freundin in Wien zu haben, die mich manchmal zu schönen Locations mitnimmt. Da wir uns so selten sehen bleibt die Camera zu Hause :-)

    Danke für die Tipps!

    Liebe Grüße,
    Alexandra.

    • Monika
      | Antworten

      Liebe Alexandra,

      wir sind auch große Fans von Wien. Die Stadt hat unglaublich viel zu bieten. Schön, wenn Du öfter dort bist. Aber ohne Kamera kann ich mir mein Leben gar nicht mehr vorstellen.

      Liebe Grüße,
      Monika

  2. Elena
    | Antworten

    Hallo,
    als Österreicherin mit vielen Freunden in Wien kenne ich die Stadt natürlich von unterschiedlichsten Blickwinkeln. Meine größte Überraschung war jedoch die “Hinterhof-Tour”, die ich vor Jahren gemacht habe. Sie ist eurer nicht unähnlich und ich habe damals ein Wien erlebt, als wäre ich noch nie da gewesen. Müsst ihr unbedingt probieren beim nächsten Mal!
    Liebe Grüße
    Elena

    • Monika
      | Antworten

      Liebe Elena,

      das glaube ich Dir gerne. Es ist oft erstaunlich, wie viele Gesichter eine Stadt hat. Obwohl man glaubt, sie zu kennen, gibt es immer wieder neue Perspektiven, von denen man nichts ahnte. Das ist einer der Gründe, warum wir Städte gerne mehrfach besuchen.

      Liebe Grüße,
      Monika

  3. Marina
    | Antworten

    Das ist super! Ich war noch nicht in Wien und möchte das schon so lange…und nun auch noch mit Euren Tipps! Ich würde sagen es wird Zeit und ich schau mal was mein Kalender dieses Jahr noch so sagt! Danke auf jeden Fall!! Ist schon abgespeichert!

    • Monika & Petar
      | Antworten

      Liebe Marina,

      wir können Wien nur empfehlen. Wir sind große Fans dieser Stadt, seit wir vor einigen Jahren zum ersten Mal dort waren. Sie bietet unglaublich viel und ist so abwechslungsreich, dass sich auch mehrere Reisen dorthin lohnen.

      Liebe Grüße,
      Monika

  4. Gina
    | Antworten

    Ich mag es auch sehr, mich durch die Nebengassen eines Ortes treiben zu lassen. Dabei überrascht mich immer wieder, wie schnell man so den Touristenströmen entkommt.
    Und die kleinen Entdeckungen abseits der Hauptsehenswürdigkeiten sind meist sehr reizvoll.

    Liebe Grüße Gina

    • Monika
      | Antworten

      Liebe Gina,

      uns hat auch überrascht, dass es nur wenige Schritte sind, die uns von den Touristenmassen trennen. Dabei sind diese versteckten Ecken in Wien genauso sehenswert.

      Liebe Grüße,
      Monika

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